Gefühlvolles Drama über Leid und Leidenschaft des Filmemachens. Lose basierend auf dem Leben des Produzenten Humbert Balsan, der 2005 Selbstmord beging.

Kinostart: 20.05.2010

Die Handlung von Der Vater meiner Kinder

Grégoire Canvel ist kein Filmproduzent, wie man sich einen gemeinhin vorstellt. Er ist kein knüppelharter Typ mit Dollarzeichen in den Augen, sondern sensibel und liebevoller Vater von drei Kindern. Auch er hat allerdings stets das Handy am Ohr. Er jagt neuen Ideen nach und gibt neuen Talenten eine Chance, zwischen Kalkulation und Kunst verliert er sich, seine Arbeit frisst ihn auf, und die Firma schreibt tiefrote Zahlen, weder die Liebe zum Kino noch die Liebe zur Familie kann ihn vor dem psychischen Absturz retten.

Grégoire Canvel ist kein Filmproduzent, wie man sich einen gemeinhin vorstellt. Er ist kein knüppelharter Typ mit Dollarzeichen in den Augen, sondern sensibel und liebevoller Vater von drei Kindern. Auch er hat allerdings stets das Handy am Ohr. Er jagt neuen Ideen nach und gibt neuen Talenten eine Chance, zwischen Kalkulation und Kunst verliert er sich, seine Arbeit frisst ihn auf, und die Firma schreibt tiefrote Zahlen, weder die Liebe zum Kino noch die Liebe zur Familie kann ihn vor dem psychischen Absturz retten.

Grégoire Canvel ist ein sensibler Filmproduzent und ein liebevoller Vater, was ihn aber nicht vor dem psychischen Absturz bewahrt. Mia Hansen-Løve inszenierte ein Drama frei nach Leben und Tod der Branchengröße Humbert Balsan.

Kritik zu Der Vater meiner Kinder

Dem Leben und Tod eines renommierten französischen Filmproduzenten nachempfundenes Drama über Leid und Leidenschaft des Filmemachens.

Der Produzent, das bekannte Wesen, jedenfalls wenn man die Memoiren von Hollywood-Tycoon Robert Evans gelesen oder Filme wie "Inside Hollywood" oder "Mistress - Die Geliebten von Hollywood" gesehen hat. Meistens ist es ein knüppelharter Typ mit Dollarzeichen vor den Augen, der ohne Rücksicht seine Projekte durchzieht. Mia Hansen-Løve dagegen zeichnet das Bild eines anderen Produzententyps, sensibel und mit Passion für seinen Beruf und nicht nur für Profitmaximierung, einen liebevollen dreifachen Familienvater, ein feinsinniger Mann mit Ethos und Anspruch, der scheitert und Selbstmord begeht. Frei nach der Figur von Humbert Balsan, der mehr als 60 Filme (ko)produzierte und nach dessen tragischen Tod 2005 Gilles Jacob sagte "Wir haben einen Bruder verloren", erzählt die junge Regisseurin, die von Balsan zu ihrem Regiedebüt ermuntert wurde, eine berührende Geschichte.

Ihr halbfiktionaler Protagonist Grégoire Canvel (charismatisch Louis-Do de Lencquesaing) hat stets das Handy am Ohr, jagt neuen Ideen nach und gibt neuen Talenten eine Chance, zwischen Kalkulation und Kunst verliert er sich, seine Arbeit frisst ihn auf und die Firma schreibt tiefrote Zahlen, weder die Liebe zum Kino noch die Liebe zur Familie kann ihn vor dem psychischen Absturz retten. Nach "Tout est pardonné" beweist Hansen-Løve erneut ihr Talent zur differenzierten Figurenzeichnung ohne verbalen Schnickschnack. Die emotionale Kraft dieses Drama manifestiert sich in einem verlorenen Blick, im verzweifelten Charme oder ein paar hingestreuten Worten, die das Ausmaß seelischer Verletzung ahnen lassen und die Nichtakzeptanz der Niederlage.

"Der Vater meiner Kinder" ist eine gelungene Gratwanderung zwischen zärtlichem Porträt und unglamouröser Darstellung des Filmgeschäfts. Steht im ersten Teil der ungebremste Workaholic im Mittelpunkt verlagert sich die zweite Hälfte auf Canvels Witwe, die vergeblich versucht, die Firma mit Freunden und Angestellten zu retten und auf die schmerzliche Trauerarbeit, die in einem neuen Aufbruch mündet. mk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 20.05.2010

Deutschland/Frankreich 2009

Länge: 1 h 50 min

Genre: Drama

Originaltitel: Le père de mes enfants

Regie: Mia Hansen-Løve

Drehbuch: Mia Hansen-Løve

Produktion: Philippe Martin, David Thion, Oliver Damian

Kostüme: Bethsabée Thiercelin

Kamera: Pascal Auffray

Schnitt: Marion Monnier

Website: www.vater-meiner-kinder.de/