Gleichsam komische und berührende Familiengeschichte, die bei Eltern und Kindern die Folgen einer Trennung beobachtet.

Kinostart: 11.05.2006

Jeff Daniels

Jeff Daniels
als Bernard Berkman

Laura Linney

Laura Linney
als Joan Berkman

Jesse Eisenberg

Jesse Eisenberg
als Walt Berkman

Owen Kline
als Frank Berkman

Anna Paquin
als Lili

William Baldwin
als Ivan

Halley Feiffer
als Sophie Greenberg

David Benger
als Carl

Adam Rose
als Otto

Peggy Gormley
als Mrs. Greenberg

Peter Newman
als Mr. Greenberg

Die Handlung von Der Tintenfisch und der Wal

Nach erfolgreicher Karriere als Schriftsteller und der Erziehung der beiden gemeinsamen Söhne haben sich die Eheleute Joan und Bernard Berkman (Laura Linney und Jeff Daniels) außer giftigen Spitzen nicht mehr viel zu sagen. Nach der Trennung schlägt sich der ältere Sohn auf die Seite des Vaters, der jüngere auf die der Mutter. Als sich letztere in den Tennislehrer des Sohnes verliebt, kommt Bewegung in die festgefahrene Situation.

Noah Baumbach

Als sich Bernard und Joan trennen, solidarisiert sich der ältere Sohn Walt mit seinem Vater, der jüngere Frank mit seiner Mutter. Während beide Kids unterschiedlich auf die veränderte Familiensituation reagieren, flüchten ihre Eltern in Affären. Es kommt zu gegenseitigen Verletzungen. Auch von Walt, der die Verachtung für seine Mutter und die kritiklose Bewunderung für seinen Vater schließlich überwindet.

Die vierköpfige Familie Berkman steht vor dem Zusammenbruch. Nach einer langen Zeit der schleichenden Entfremdung ist es schließlich ein Tennisdoppel, das Vater Bernard und Mutter Joan den Rest gibt. Der ältere Sohn Walt hält zu Bernard, den sein Erfolg als Autor verlassen hat und der nun auf dem College Schreibkurse gibt, während sein Bruder Frank sich auf die Seite der Mutter schlägt. Joan und Bernard versuchen den Trennungsschmerz mit Affären zu betäuben und auch ihre Kinder haben es schwer, sich in der neuen Situation zurechtzufinden.

Kritik zu Der Tintenfisch und der Wal

Wie zwei Brüder in den Trümmern der elterlichen Ehe nach Orientierung suchen, erzählt Noah Baumbachs vierte Regiearbeit mit glänzender Gratwanderung zwischen Drama und Komödie.

Das autobiografisch gefärbte Drehbuch Baumbachs, Koautor von "Die Tiefseetaucher", war unlängst für den Oscar nominiert. Mit gutem Grund, gelingt es doch dem Skript, die Klimavergiftung in einer Ehe, die Neuordnung der Hierarchie und die Unsicherheiten des Heranwachsens gleichgewichtig souverän zu porträtieren und dabei schrullig-komische mit ernsthaften Tönen zu harmonisieren. Nicht erfasst vom Radar der Academy wurden jedoch die nuancierten Darstellungen von Jeff Daniels und Laura Linney, die mit sympathischen und unangenehmen Zügen helfen, die Desorientierung der Kids zu verstehen. Nachdem die Disharmonien bei einem giftigen Tennismatch verdichtet zu Tage treten, trennt sich Joan (Linney) von Bernard (Daniels). Der ehemals gefeierte Autor und Intellektuelle zieht aus, bildet mit seinem 16-jährigen Sohn Walt eine Einheit, während sich der jüngere Sohn mit der Mutter solidarisiert. Die Spaltung der Familie findet ihre räumliche Entsprechung, als Walt zu seinem Vater zieht. Beide Söhne reagieren auf die veränderte Situation mit Verunsicherung. Der Jüngere sucht ein Ventil für seinen Zorn, der Ältere kopiert die arrogante Überlegenheit seines Vaters und sabotiert so die Beziehung zu seiner ersten Freundin, die er stellvertretend für seine Mutter demütigt.

Baumbach beobachtet ohne Überzeichnung und lässt beide Elternteile in eine Affäre flüchten, die ihre Persönlichkeit spiegelt. Joan sucht Trost bei einem Tennislehrer und zeigt Reife, Bernard schläft mit einer Studentin und gibt das trotzige Kind, das sein Ego wiederaufrichten muss, weil ihn Frau und Erfolg verlassen haben. Linney hat als angespannte Verantwortungsträgerin die undankbarere Rolle, während Daniels zwischen frustriertem Egomanen und coolem Kindskopf die heiteren Akzente setzt. Die Positionierungskämpfe der Eltern nach dem Bruch porträtiert Baumbach souverän wie die Zerrissenheit der Kinder. Am Ende reiht sich "Der Tintenfisch und der Wal" mit Alan Parkers "Du oder beide" in die besten Trennungsfilme Hollywoods ein, gerade weil Baumbach auf Parkers Intensität eine entspanntere Antwort findet, ohne wichtige Aussagen zu verwässern. kob.

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Info

Plakat des Films: Der Tintenfisch und der Wal
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 11.05.2006

Australien 2004

Länge: 1 h 21 min

Genre: Drama

Originaltitel: The Squid and the Whale

Regie: Noah Baumbach

Drehbuch: Noah Baumbach

Musik: Britta Phillips, Dean Wareham

Produktion: Peter Newman, Wes Anderson, Charlie Corwin, Clara Markowicz

Kostüme: Amy Westcott

Kamera: Robert Yeoman

Schnitt: Tim Streeto

Ausstattung: Anne Ross

Website: http://www.tintenfisch-und-wal.de/