Auf Tatsachen beruhender Katastrophen-Thriller um ein Fischerboot, das in den Sturm des Jahrhunderts gerät.

Kinostart: nicht bekannt

George Clooney

George Clooney
als Billy Tyne

Mark Wahlberg

Mark Wahlberg
als Bobby Shatford

John C. Reilly

John C. Reilly
als Dale "Murph" Murphy

Diane Lane
als Christine Cotter

William Fichtner
als David "Sully" Sullivan

John Hawkes
als Michael "Bugsy" Moran

Mary Elizabeth Mastrantonio
als Linda Greenlaw

Karen Allen
als Melissa Brown

Allen Payne
als Alfred Pierre

Cherry Jones
als Edie Bailey

Bob Gunton
als Alexander McAnally III

Christopher McDonald
als Todd Gross

Dash Mihok
als Sgt. Jeremy Mitchell

Michael Ironside
als Bob Brown

Rusty Schwimmer
als Irene "Big Red" Johnson

Janet Wright
als Ethel Shatford

Josh Hopkins
als Kapit

Handlung

Die Besatzung der "Andrea Gail" hat es sich trotz Sturmwarnungen in den Kopf gesetzt den Fang des Jahres zu machen und sticht in See. Dort erwartet sie der Sturm des Jahrhunderts mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern und 30-Meter-Wellen, die den Fischkutter zu zerbersten drohen. Ein fast aussichtsloser Überlebens(Kampf) gegen die Naturgewalten beginnt.

Herbst 1991. Vor der Ostküste der USA braut sich ein überaus gewaltiger Sturm zusammen. Trotz dieser Wettervorhersage beschließt Kapitän Billy Tyne, mit der "Andrea Gail" auszulaufen. Der in letzter Zeit glücklose Fischer will endlich bessere Fangquoten vorweisen. Unter den Crewmitgliedern befindet sich auch Bobby Shatford, der, frisch geschieden, Geld braucht, um mit seiner Freundin ein neues Leben zu beginnen. Als das Boot kurz darauf in den Jahrhundert-Orkan gerät, beginnt ein gnadenloser Kampf auf Leben und Tod...

Trotz Sturmwarnung sticht Kapitän Billy Tyne mit dem Fischkutter "Andrea Gail" an der amerikanischen Ostküste in See. Kurze Zeit später geraten er und seine Crew in einen Jahrhundert-Orkan. Spektakuläre Bestseller-Verfilmung durch Wolfgang Petersen, der neben George Clooney und Mark Wahlberg vor allem auf digitale Effekte vertraut.

Kritik

Eins zu null für Wolfgang Petersen: Ein wenig überraschend wirbelte "Der Sturm" mit Hollywoods neuem Clark Gable, George Clooney, am Steuerrad mit fulminanten 41,7 Mio. Dollar an die Spitze der US-Charts und ließ damit Roland Emmerichs Revolutionsdrama "Der Patriot" im blutdurchtränkten Staub zurück. Die Verfilmung des Bestsellerromans von Sebastian Junger, der die sich 1991 zugetragene Tragödie der Besatzung des Fischkutters Andrea Gail schildert, erlaubt es Petersen, sich knapp 20 Jahre nach seinem Klassiker "Das Boot" wieder im nassen Element zu tummeln. Er zeigt allerdings weniger Interesse für das Miteinander der Crew an Bord, sondern räumt den von ILM kreierten digitalen Spezialeffekten eine alles weitere überflutende Rolle ein.

Doch bevor sich die gewaltig auftürmenden Wassermassen in ihrer fatalen Monstrosität entfalten, werden mit einem etwa halbstündigen Prolog die Arbeiterklasse-Protagonisten vorgestellt. Schwertfischer-Captain Billy Tyne (Clooney sieht als einsamer Seewolf hervorragend aus) und seine Mannschaft kehren mit enttäuschendem Fang in den Hafen von Gloucester, Massachusetts, zurück. Neuling Bobby (Clooneys "Three Kings"-Partner Mark Wahlberg) wird überschwenglich von seiner Freundin Christine (eine nach längerer Leinwand-Absenz aus der Versenkung wieder aufgetauchte Diane Lane) begrüßt. Der rauhbeinige Murph (Wahlbergs "Boogie Nights"-Sidekick John C. Reilly) hingegen ist unglücklich geschieden, während die drei weiteren Crewmitglieder respektive als humoriger Damenschreck, potenter Frauenheld und unangenehmer Streitbold mit schnellen Strichen porträtiert werden. Obwohl es bereits Oktober ist, beschließt Tyne zwei Tage später erneut auszulaufen, um ihr Glück erneut zu versuchen. Weit im Osten am Flemish Cap gelingt es ihnen endlich, das Boot bis an die Reling mit Schwertfischen zu füllen. Doch dann gibt die Eismaschine ihren Geist auf und sie sind gezwungen schnellstmöglich zurückzukehren, sofern sie ihre wertvolle Ladung nicht den Vögeln zum Fraß vorwerfen wollen. Der sicheren Heimkehr steht jedoch der perfekte Sturm im Weg, der sich aus dem Hurricane Grace, einem weiteren Sturm und einer Kaltwetterfront zusammenbraut. Ab diesem Zeitpunkt setzt lautes Getöse von Wind, Wellen und Regenfall (und zumeist gebrüllten Dialogen) ein, das lediglich von dem konstant zu vernehmenden melodramatischen Score von James Horner übertönt wird. Parallel wird von der Seenot eines Segelboots berichtet, dem die Küstenwache in einer hochgefährlichen Rettungsaktion zur Hilfe eilt. Das sind spannende Momente, doch die endlosen Variationen von grauschwarzen Wasserbergen verlieren auf Dauer an dramatischer Schubkraft, selbst wenn sich die tödliche Riesenwelle noch einmal mit aller computergenerierter Kraft aufbäumt. Gerade die Inszenierung dieser Trickeffekte enttäuscht ein wenig, da nicht das ganze Spektrum von Raumtiefe vermittelt wird und man doch recht deutlich ihre künstliche Natur erkennt. Wesentlich mitreißender sind da eine Mann-über-Bord-Szene oder ein atemberaubender Reparaturversuch in höchster Not. Mit dem Schluss werden keine üblichen Hollywood-Kompromisse eingegangen, auch wenn Petersen nicht die ergreifende Emotionalität von "Titanic"-erreicht. Die Kleine-Bruder-Version von "Twister" zu hoher See wird dennoch ohne weiteres Blockbuster-Zahlen ansteuern - die bei einem geschätzten Budget um die 140 Mio. Dollar auch bitter nötig sind. ara.

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Info

Plakat des Films: Der Sturm

Kinostart: nicht bekannt

USA 2000

Länge: 2 h 9 min

Genre: Action

Originaltitel: The Perfect Storm

Regie: Wolfgang Petersen

Drehbuch: William D. Wittliff

Musik: James Horner

Produktion: Wolfgang Petersen, Paula Weinstein, Gail Katz

Kostüme: Erica Edell Phillips

Kamera: John Seale

Effekte: Stefen Fangmeier, John Frazier, Habib Zargarpour, Walt Conti, Tim Alexander

Schnitt: Richard Francis-Bruce

Ausstattung: William Sandell, Charles Butcher