Verwechslungsdrama mit politischer Relevanz der Regisseurin Lorraine Lévy.

 

Kinostart: 17.09.2015

Die Handlung von Der Sohn der Anderen

Bei einer standardmäßigen Untersuchung zum Eintritt in den militärischen Dienst bei der israelischen Armee muss der 18-jährige Joseph entsetzt feststellen, dass er nicht der leibliche Sohn seiner Eltern sein kann. Nach einiger Verwirrung stellt sich heraus, dass er mit einem anderen Jungen bei der Geburt im Krankenhaus vertauscht wurde. Während Joseph in einem wohlhabenden Stadtteil von Tel Aviv als Sohn einer Ärztin und eines Kommandanten der Armee aufgewachsen ist, wurde Yacine von dem arabischen Ehepaar Said und Leila in Westjordanland aufgezogen.

Doch nicht nur die Verwechslung der beiden Jungen bei der Geburt stellt die beiden Familien vor eine große Herausforderung, denn sie müssen sich zudem auch noch mit Fragen von Identität und Glauben auseinandersetzen. Der in Tel Aviv aufgewachsene Joseph ist nämlich eigentlich Palästinenser, während der in Westjordanland aufgewachsene Yacine eigentlich ein israelischer Jude ist. Wie werden die beiden Familien mit dieser Situation umgehen? Werden sie die andere Familie ihres leiblichen Sohnes trotz aller Differenzen akzeptieren?

Der Sohn der Anderen - Ausführliche Kritik

Mit ihrem Drama „Der Sohn der Anderen“ greift Regisseurin Lorraine Lévy nicht nur das klassische Verwechslungs-Thema à la „Das doppelte Lottchen“ auf, sondern erinnert zudem an Dramen wie Kore-edas emotionalen Film „Like Father, like Son“. Dazu bindet sie ein höchst politisch relevantes Thema in die Handlung ein, indem sie die beiden vertauschten Kinder aus einer palästinensischen und einer israelischen Familie stammen lässt, die nun in der jeweils anderen Familie aufwachsen. Dadurch ergeben sich für die beiden Familien gleich noch viel mehr Themen, neben der Frage der Identität, mit denen sie sich auseinandersetzen müssen.

Doch in dem Film „Der Sohn der Anderen“ stehen nicht allein die politischen und religiösen Umstände im Vordergrund, Lévy schafft hier ein wirklich gefühlvolles Familiendrama, das zudem mit einer gewissen Situationskomik aufwartet.

In den Rollen der beiden 18-jährigen Jungen Joseph und Yacine finden sich hier die beiden Jungschauspieler Jules Sitruk und Mehdi Dehbi wieder. In den weiteren Rollen sind unter anderem Emmanuelle Devos, Pascal Elbé und Areen Omari zu sehen.

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Kinostart: 17.09.2015

Genre: Drama