Die Geschichte eines wahrlich seltsamen Lebens - mit ungemein tragischen wie witzigen Begegungen - in fantasievollen Details und von einer hervorragenden Besetzung gespielt.

Kinostart: 29.01.2009

Cate Blanchett

Cate Blanchett
als Daisy

Brad Pitt

Brad Pitt
als Benjamin Button

Taraji P. Henson

Taraji P. Henson
als Queenie

Julia Ormond
als Caroline

Jason Flemyng
als Thomas Button

Elias Koteas
als Monsieur Gateau

Tilda Swinton
als Elizabeth Abbott

Jared Harris
als Kapit

Elle Fanning
als Daisy als Sechsj

Mahershala Ali
als Tizzy

Handlung

New Orleans im Jahr 1918: Benjamin Button (Brad Pitt) schockiert schon bei der Geburt seinen Vater - er hat den Körper eines 80-Jährigen! Prompt legt ihn der Papa vor die Tür eines Altenheims. Das seltsame Kind wächst herun und als Benjamin die 30-jährige Daisy (Cate Blanchett) trifft, verliebt er sich in sie und beginnt eine Beziehung. Die wird jedoch von der Sorge überschattet, dass sie sich auseinander entwickeln: Während Daisy altert, wird Benjamin immer jugendlicher.

Eine märchenhafte Zeitreise hat der für ungewöhnliche Filme bekannte David Fincher ("Fight Club") mit großem Staraufgebot verfilmt und rafft ein ganzes Jahrhundert Geschichte. Die namhafte Vorlage dazu lieferte eine Kurzgeschichte von Weltliterat F. Scott Fitzgerald.

New Orleans, 1918. Das Aussehen seines eben geborenen Sohnes Benjamin stößt Vater Button derart ab, dass er das schwächliche Baby mit der Physis eines über 80-Jährigen vor einem Pflegeheim ablegt, wo es von der dort arbeitenden Queenie liebevoll aufgenommen wird. Benjamin wächst fast normal unter den Alten heran - außer dass er eben jünger wird statt zu altern. Früh ist er fasziniert von der hinreißenden Daisy. Doch bis sie zusammenfinden, müssen noch mehr als 30 Jahrzehnte vergehen, in denen Benjamin den Krieg und die Liebe, Enttäuschungen und Triumphe erfährt.

New Orleans, 1918. Das Aussehen seines eben geborenen Sohnes Benjamin stößt Vater Button derart ab, dass er das Baby mit der Physis eines über 80-Jährigen vor einem Pflegeheim ablegt, wo es von der dort arbeitenden Schwarzen Queenie liebevoll aufgenommen wird. Benjamin wächst fast normal unter den Alten heran - außer dass er eben jünger wird statt zu altern. Früh ist er fasziniert von der hinreißenden Daisy. Doch bis sie zusammenfinden, müssen noch mehr als 30 Jahrzehnte vergehen, in denen Benjamin den Krieg und die Liebe erfährt.

Kritik

Ein wunderschönes Märchen für Erwachsene erzählt mit Liebe fürs Detail ausgerechnet der für seine düsteren Thriller bekannte David Fincher. Die von F. Scott Fitzgerald inspirierte Geschichte ist eine verschlungene Romanze, bei der sich nicht nur Brad Pitt und Cate Blanchett für den Oscar empfehlen.

Mag die Wahl des Stoffes für den "Sieben"-Macher auf den ersten Blick ungewöhnlich anmuten, kommt doch Finchers zuletzt in "Zodiac" demonstrierter Perfektionismus bis in die feinen Nuancen von Story, Figurenzeichnung und Ausstattung auch hier zum Tragen, was nicht zuletzt erneut in eine Laufzeit von weit über zwei Stunden resultiert. Der seltsame Fall des Benjamin Button, der nicht altert, sondern als Greis geboren und immer jünger wird, und seiner Liebe zur Kindheitsfreundin Daisy bietet dank seiner Erzählzeit eines ganzen Lebensalters, die durch die Rahmenhandlung noch erweitert wird, nicht nur eine Spielwiese für die hervorragenden Maskenbildner und das Special Effects-Team, die Brad Pitt ein unglaublich realistisches Mini-Greisen-Gesicht und -Körper verpassen, sondern auch für das Ausstattungs-Team, das die 20er Jahre, den Zweiten Weltkrieg, die 60er und die Gegenwart darzustellen hat. Das tut es verspielt mit einem Hang zur nostalgischen Verklärung bzw. märchenhafter Überzeichnung, die vor allem in den wie gemalt wirkenden Hintergründen offenbar wird.

Das soll nicht heißen, dass es sich bei "Der seltsame Fall" um eine reine Ausstattungs-Extravaganz handelt, es ist ein Film, der Herz hat und das am rechten Fleck. Herzstück ist schließlich die Liebesgeschichte, auch wenn das gemeinsame Glück nur kurz währt. Skripter Eric Roth, der bereits in "Forrest Gump" ein Leben und ein Stück Geschichte höchst unterhaltsam verwob, findet auch hier - unterstützt von Koautorin Robin Swicord - den richtigen, zwischen Komik und Tragik balancierenden, märchenhaften Ton und fügt die bezeichnenden skurrilen Episoden und Begegnungen geschickt aneinander. Eine perfekte Szene, in der Komik und Tragik Hand in Hand gehen, ist etwa, als Benjamin bei einem Wunder-Prediger erstmals aus dem Rollstuhl aufsteht und zu gehen beginnt, während der Prediger vom Schlag getroffen wird. Dass das Publikum mit seinem Protagonisten mitlacht und -fiebert und auch nach zweieinhalb Stunden nicht müde wird, wie ein Kind auch nie eine Gute-Nacht-Geschichte satt hat, liegt neben der originellen Story am starken Ensemble, das sich in seinen Performances regelrecht gegenseitig übertrifft und die Figuren mit prallem Leben füllt. Das gilt nicht nur für Pitt und Blanchett, sondern auch und gerade für die Nebenfiguren. Eine Entdeckung etwa ist Taraji B. Henson, die ungemein liebenswert und vital die Adoptivmutter von Benjamin spielt. Den wohl besten Auftritt hat Jared Harris als knorriger, ewig betrunkener Captain, unter dessen Fittichen der Greisen-Junge zum Mann wird. Bei der Erwachsenwerdung hilft außerdem Tilda Swinton in einem neuerlichen Bravourstückchen als erste Geliebte Benjamins.

So empfehlen sich bei diesem ebenso seltsamen wie wunderbaren Fall fürs Kino, der von der US-Kritik hoch gelobt wurde, Ausstattung, Buch, Ensemble und Regie für die höchsten Ehren. Mit 80 Mio. Dollar Einspiel am US-Boxoffice in zehn Tagen, ist er darüber hinaus auch kommerziell ein Glücksfall. hai.

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Info

Plakat des Films: Der seltsame Fall des Benjamin Button
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 29.01.2009

USA 2008

Länge: 2 h 46 min

Genre: Drama

Originaltitel: The Curious Case of Benjamin Button

Regie: David Fincher

Drehbuch: Eric Roth, Robin Swicord

Musik: Alexandre Desplat

Produktion: Kathleen Kennedy, Frank Marshall, Cean Chaffin

Kostüme: Jacqueline West

Kamera: Claudio Miranda

Effekte: Eric Baba, Craig Barron, Nathan McGuinness, Edson Williams, Steve Preeg, Burt Dalton

Schnitt: Kirk Baxter, Angus Wall

Ausstattung: Donald Graham Burt, Victor J. Zolfo

Website: http://www.BenjaminButton-derfilm.de

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