TV-Movie über eine Zwölfjährige, die sich einem mächtigen Krabbenfischer in den Weg stellt, als dieser eine Seehundstation ruinieren will.

Kinostart: nicht bekannt

Joanna Ferkic
als Milla Christiansen

Catrin Striebeck

Catrin Striebeck
als Maren Christiansen

Oliver Korittke

Oliver Korittke
als Justus Reinders

Gustav Peter Wöhler
als B

Barbara Nüsse
als Hanne Christiansen

Hannes Hellmann
als Hajo Ehlers

Pia Koch
als Silke

Marvin Linke
als Henry Ehlers

Sebastian Husak
als Jan

Wilfried Dziallas
als Uwe Jensen

Arndt Schwering-Sohnrey

Die Handlung von Der Seehund von Sanderoog

Die zwölfjährige Milla Christiansen zieht mit ihrer Mutter auf eine ostfriesische Insel. Während die Erwartungen an die neue Kurdirektorin enorm hoch sind und Maren Christiansen voll einspannen, erkundet Milla ihr neues Zuhause. Dabei entdeckt sie eine Seehundstation, in der elternlose Heuler aufgepäppelt werden. Die Tierschützer haben große finanzielle Probleme, die dem einheimischen Krabbenfischer Hajo Ehlers äußerst gelegen kommen: Er möchte auf dem Gelände ein Casino bauen.

Kritik zu Der Seehund von Sanderoog

Eigentlich könnte die ARD diese Auftragsproduktion ihrer Tochter Degeto auch an einem Freitag zeigen. Ein bisschen Drama, eine Romanze, ein Happy End, dazu noch Kinder und Tiere: So groß ist der Unterschied zu den grundsätzlich harmlosen Frauenfilmen nicht. Kein Wunder: "Der Seehund von Sanderoog" richtet sich ja auch an die ganze Familie. Angesprochen fühlen dürfen sich allerdings vor allem Mütter und Töchter, und das nicht nur, weil die alleinerziehende Maren (Catrin Striebeck) und ihre zwölfjährige Tochter Milla (Joanna Ferkic) im Mittelpunkt der Geschichte stehen.

Der Film beginnt mit Marens Heimkehr nach Sanderoog, das ostfriesische Eiland ihrer Kindheit (gedreht wurde auf Norderney). Die einstige "Krabbenkönigin" kehrt als neue Kurdirektorin aus Düsseldorf zurück, was Großstadtkind Milla gar nicht passt. Allerdings akklimatisiert sie sich ganz schnell, als sie am Strand einen Heuler vor einem doofen Robbenjäger (Arndt Schwering-Sohnrey) rettet. Natürlich ist es Liebe auf den ersten Blick. Milla bringt "Knopfauge" zur Seehundstation, wo sie den Kleinen unter Anleitung von Tierarzt Justus (Oliver Korittke) liebevoll aufpäppelt. Ihre Idylle kriegt jedoch kräftige Kratzer, als es auch zwischen Maren und Justus funkt. Und es kommt noch schlimmer: Ginge es nach dem ehrgeizigen Krabbenfischer Ehlers (Hannes Hellmann), dem heimlichen Herrscher der Insel, müsste die Station einem Freizeitpark weichen. Bürgermeister Tönnings (Gustav Peter Wöhler) frisst Ehlers ohnehin aus der Hand. Um seine Pläne voranzutreiben, beauftragt der Schuft den Robbenjäger, einen Seehund in der Station mit einem Virus zu "impfen".

Produziert wurde "Der Seehund von Sanderoog" (Buch: Michael Holzinger, Katja Kittendorf, Regie: Klaus Wirbitzky) von Elke Ried (Zieglerfilm Köln). Die frühere Leiterin des renommierten Geraer Kinderfilmfestivals "Goldener Spatz" war auch für so ausgezeichnete Familienfilme wie "Der zehnte Sommer" oder die köstliche Komödie "Tollpension" verantwortlich. Das Seehunddrama hat zwar nicht ganz die Klasse der beiden Vorläufer, zumal die Figuren allesamt etwas eindimensional ausfallen. Dank der kernigen einheimischen Nebendarsteller und ihren Überlebensweihseiten ("Alles kann, Pils muss") aber ist der Film keineswegs bloß was für Mädchen. tpg.

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Info

Plakat des Films: Der Seehund von Sanderoog

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2006

Genre: Drama

Originaltitel: Der Seehund von Sanderoog

Regie: Klaus Wirbitzky

Drehbuch: Michael Holzinger, Katja Kittendorf

Musik: Peter W. Schmitt

Produktion: Elke Ried, Thorsten Flassnöcker

Kostüme: Bea Gossmann

Kamera: Felix Cramer

Schnitt: Sebastian Thümler

Ausstattung: Stefan Schönberg