Der wohl erschreckendste, aber auch beste Film des Star-Regisseurs Roman Polanski, der zurecht als Klassiker bezeichnet werden kann.

Kinostart: 24.10.2002

Die Handlung von Der Pianist

Wladyslaw Szpilman, ein begabter Pianist, lebt in den 30er Jahren zusammen mit seinen Eltern und Geschwistern in Warschau. Er führt ein glückliches Leben, bis sich 1939 alles verändert. Er ist gerade dabei, Chopins Nocturne im Radio zu spielen, als die Deutschen einmarschieren und heftige Gefechte ausbrechen, bei denen sogar das Studio zerbombt wird.

Gemeinsam mit seiner Familie wird Wladyslaw in das Warschauer Ghetto gepfercht, das mit hohen Mauern vom Rest der Stadt abgeschottet ist. Während seine Schwester Halina versucht, das überschüssige Geld, das nicht dem von den Nazis zugewiesenen Betrag entspricht, im sämtlichen Haus zu verstecken, ahnt ihr Bruder Henryk bereits, welches Schicksal sie alle ereilen wird. Die 360.000 jüdischen Einwohner sind nämlich dazu verdammt, in den Konzentrationslagern zugrunde gerichtet zu werden.

Als es tatsächlich so weit ist und die Einwohner des Warschauer Ghettos nach und nach mit Güterzügen abtransportiert werden, kann Wladyslaw der sicheren Vernichtung entkommen, muss dabei jedoch seine Familie dem sicheren Tod überlassen.

Wladyslaws Odyssee ist aber noch lange nicht vorbei. Nun beginnt für ihn ein Leben in Einsamkeit und stetiger Angst, entdeckt zu werden.

Der Pianist - Ausführliche Kritik

Der Regisseur Roman Polanski hat schon viele filmische Meisterwerke hervorgebracht, jedoch kommt bislang keiner in seiner Machart und der damit einhergehenden Atmosphäre an „Der Pianist“ heran.

Polanski, der zusammen mit seinem Vater aus dem Krakauer Ghetto entkommen konnte, dafür aber seine Mutter im Konzentrationslager Auschwitz verlor, behandelt darin das Leben des Pianisten Wladyslaw. Auch Wladyslaw, hier gespielt von Adrien Brody, und seine Familie ereilt ein ähnliches Schicksal, wie einst Polanski selbst. Er kann zwar entkommen, muss jedoch mit ansehen, wie der Rest seiner Familie abtransportiert wird und auch danach ist seine Lebenssituation kein bisschen besser, denn er ist stets einsam, auf der Flucht und in Angst, entdeckt zu werden.

„Der Pianist“ befolgt zwar die klassischen Regeln des Dramas, indem er seinen „Held“ Wladyslaw durch die unterschiedlichsten Gefahren und Wirren seiner Zeit schickt, entwickelt aber dank der hervorragenden Arbeit von Kameramann Pawel Edelman und Kulissen-Experte Allan Starski eine unglaublich verstörende Atmosphäre.

Die Protagonisten durchlaufen die Hölle, werden für nichtige Gründe gequält und erschossen, doch es ist kaum ein Ton zu hören, weder ein Schluchzen noch Schmerzensschreie. „Der Pianist“ ist fast gänzlich von einer bildgewaltigen Kälte durchzogen, was die Wut auf die damaligen Geschehnisse nur noch größer macht.

„Der Pianist“ ist erschreckend und beeindruckend zugleich, da ist es kein Wunder, dass der Film zu den Klassikern der Filmgeschichte gehört.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 24.10.2002

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