Psychothriller.

Kinostart: 26.05.2016

Carolyn Genzkow

Carolyn Genzkow
als Tina Petersen

Wilson Gonzalez Ochsenknecht

Wilson Gonzalez Ochsenknecht
als Adam

Sina Tkotsch

Sina Tkotsch
als Barbara

Kim Gordon
als Englischlehrerin

Arnd Klawitter
als Daniel Petersen

Julika Jenkins
als Vera Petersen

Uwe Preuss
als Sicherheitsmann 1

Lynn Femme
als Moni

Alexander Scheer
als Psychiater

Michael Epp
als Polizist Schonrath

Arnel Taci
als Kevin

Moritz Leu
als Pascal

Lucia no
als Julia

Til Schindler
als Tom

Hagen Stoll
als Sicherheitsmann 2

Oli Bigalke
als Veterin

Handlung

Die siebzehnjährige Tina steht kurz vor dem Abitur und feiert gern mit ihren Freunden ausgelassene Techno-Partys an wechselnden Orten. Eines Nachts entdeckt sie dabei eine kleine, unheimliche Kreatur mit Buckel und blinden Augen, die ihr fortan nicht mehr von der Seite weicht. Verstört und verängstigt sucht sie Hilfe bei Eltern, Ärzten, Psychiatern und Freunden, doch offenbar kann niemand außer ihr das Wesen wahrnehmen. Da beschließt Tina, sich ihrer Angst zu stellen. Mit ungeahnten Folgen.

Die 17-jährige Tina fühlt sich von einer unheimlichen Kreatur verfolgt, die außer ihr niemand wahrnimmt. Bizarrer, origineller Low-Budget-Horrorfilm aus deutschen Landen, abgewürzt mit treibendem Techno-Sound.

Kritik

Teenage Angst als ungestümer Psychotrip: Ein Partygirl begegnet der Verkörperung ihrer Ängste.

2007 verfilmte Achim Bornhak "Das wilde Leben" der Uschi Obermaier - dann nannte er sich Akiz, kollaborierte mit Banksy und wurde im MoMA ausgestellt. Mit dem ersten Teil einer "Dämonischen Trilogie" kehrt er nun zum Kino zurück und lässt in puncto Ambition und Radikalität heimische Genrevertreter weit hinter sich. Sein furioser Ritt in die Phantastik experimentiert mit Einflüssen von David Lynch und des Expressionismus, reizt die Sinne mit seinem Mix aus Teenage Angst, Jugendporträt und Psychodrama.

Mittelpunkt der Handkamera ist Partyluder Tina (TV-Aktrice Carolyn Genzkow), die kurz vor dem Abitur mit ihren Freundinnen von einem Berliner Pool-Rave-Exzess zum nächsten rast und mit Adam (Wilson Gonzalez Ochsenknecht) den begehrtesten Jungen an der Schule zum Freund hat, bis sie eines Nachts Todesvisionen hat. Fortan sieht sie eine missgestaltete Figur (von Akiz modelliert), ein Mix aus Fötus und E.T., der den Kühlschrank leerfuttert. Auf Anraten ihres Psychiaters überwindet sie ihre Abscheu und sucht Kontakt zu dem Wesen, das gar keine Bedrohung darstellt, von Eltern und Freunden, die es schließlich auch erblicken, aber als solche wahrgenommen wird.

Als ergiebige Metapher für Pubertät, Essstörung, Schwangerschaft und Identitätsprobleme manifestiert sich dieser stumme Doppelgänger. Die Protagonistin wird zur Außenseiterin, bis sie das Monster annimmt und ein Outing hinlegt, dass einer Lady Gaga würdig ist. Im authentisch gezeichneten Szenemilieu lässt Akiz mit voller Wucht loshämmern, bis im Beats- und Stroboskopgewitter Augen und Ohren bluten. Weniger glaubhaft sind die stereotypen Spießereltern. Dafür haben in "Nachtmahr" viele Ideen eine surreale Klasse, die man hierzulande oft vergeblich sucht.

tk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 26.05.2016

Deutschland 2015

Länge: 1 h 32 min

Genre: Horror

Originaltitel: Der Nachtmahr

Regie: Achim Bornhak

Drehbuch: Achim Bornhak

Musik: Christoph Blaser, Steffen Kahles

Produktion: Amir Hamz, Christian Springer, Simon Rühlemann, Achim Bornhak

Kostüme: Laura Büchel

Kamera: Clemens Baumeister

Schnitt: Achim Bornhak, Philipp Virus

Ausstattung: Anne Schlaich, Vera Koch