Packender Politthriller über einen CIA-Agenten, der einen Topterroristen in Jordanien vermutet und zwischen alle Stühle gerät.

Kinostart: 20.11.2008

Russell Crowe

Russell Crowe
als Ed Hoffman

Leonardo DiCaprio

Leonardo DiCaprio
als Roger Ferris

Mark Strong

Mark Strong
als Hani

Golshifteh Farahani
als Aisha

Oscar Isaac
als Bassam

Ali Suliman
als Omar Sadiki

Alon Aboutboul
als Al-Saleem

Vince Colosimo
als Skip

Simon McBurney
als Garland

Mehdi Nebbou
als Nizar

Michael Gaston
als Holiday

Kais Nashif
als Mustafa Karami

Jamil Khoury
als Marwan

Handlung

CIA-Spion Roger Ferris (Leonardo DiCaprio) hat schon Situationen überlebt, die seinen Kollegen das Leben gekostet hätten. Sein derzeitiger Auftrag lautet, sich in ein brandgefährliches Terrornetzwerk einzuschleusen, das die Welt mit globalen Bombenattentaten überzieht. Dafür muss er seinen gerissenen Vorgesetzten Ed Hoffman (Russell Crowe) sowie einen zwielichtigen jordanischen Kontaktmann überzeugen. Freund und Feind verschwimmen zunehmend.

Ein weiterer Agententhriller der neuen Schule ("Der ewige Gärtner", "Syriana") fesselt mit Starbesetzung und der versierten Regie von Ridley Scott ("Gladiator", "Black Hawk Down"). Im Dickicht des Nahen Ostens und seiner Djihadisten sind Verbündete und Vertrauen rar gesät.

CIA-Agent Roger Ferris entdeckt eine heiße Spur zu einem führenden Topterroristen, der von Jordanien aus arbeitet. Um einen Plan in die Tat umzusetzen, wie sich das Terrornetz infiltrieren lässt, muss Ferris die Unterstützung des raffinierten CIA-Veteranen Ed Hoffman gewinnen und den kollegialen, aber nicht unbedingt vertrauenswürdigen Chef des jordanischen Geheimdienstes auf seine Seite bringen. Beide Männer sollen seine Vertrauten sein, aber Ferris hat Anlass zu glauben, dass sie ein falsches Spiel mit ihm spielen.

CIA-Agent Roger Ferris entdeckt eine heiße Spur zu einem führenden Topterroristen, der von Jordanien aus arbeitet. Um einen Plan in die Tat umzusetzen, wie sich das Terrornetz infiltrieren lässt, muss Ferris die Unterstützung des raffinierten CIA-Veteranen Ed Hoffman gewinnen und den kollegialen, aber nicht unbedingt vertrauenswürdigen Chef des jordanischen Geheimdienstes auf seine Seite bringen. Beide Männer sollen seine Vertrauten sein, aber Ferris hat Anlass zu glauben, dass sie ein falsches Spiel mit ihm spielen.

Kritik

Actionreicher Antiterrorthriller um Spionagespiele des CIA im Mittleren Osten, hochkarätig besetzt und visuell virtuos von Ridley Scott ("American Gangster") inszeniert.

Geballtes Talent fand sich für das ambitionierte Projekt, dem Publikum, die bislang zumeist eher zurückhaltend aufgenommene Thematik von globaler Terrorismusbekämpfung schmackhaft zu machen. Das Drehbuch adaptierte -basierend auf dem Roman von "Washington-Post"-Kolumnist David Ignatius -Oscar-Preisträger William Monahan ("The Departed") mit Augenmerk auf Authentizität. Und mit Leonardo DiCaprio und Russell Crowe (seine nunmehr vierte Arbeit mit Scott) tummeln sich zwei Schauspieler der Superlative vor der Kamera des dreifach Oscar-nominierten Regieveteranen. Seinem Stil, mit Hilfe von Aufnahmekniffen, Schnitt, Sound und Score ein Maximum von Intensität und Dringlichkeit zu vermitteln, bleibt Scott treu. So fühlt man sich wie bei seinem aufwühlenden Kriegsdrama "Black Hawk Down" mitten ins explosive Geschehen, das zwischen "Syriana" und "München" anzusiedeln ist, hinein versetzt.

Der arabisch sprechende Agent Roger Ferris (DiCaprio) ist ein abgebrühter Antiterrorspezialist. Während er vor Ort im Mittleren Osten Informationen aufspürt, sich ins Gefecht stürzt und auch schon mal eine spontane Exekution vornehmen muss, leitet sein Divisionsvorgesetzter Ed Hoffman (Crowe) die Missionen fast ausschließlich per Handy und am Satellitenbildschirm. (Dies ist einer der Schwachpunkte, da es nicht sonderlich aufregend ist, die wiederholten Telefonkonversationen der beiden zu verfolgen, selbst wenn dies mit noch so viel nuanciertem Emotionsspiel versehen wird.) Dabei hat der bebrillte und bierbäuchige Familienvater und Bürokrat (Crowe legte wie zuvor für "The Insider" rund 50 Pfund zu) trotz seiner umgänglichen Art, nicht die geringsten Skrupel das Leben Unschuldiger zu opfern, sofern er sich davon einen Vorteil verspricht. Um den Führer einer besonders gefährlichen Terroristenorganisation zu überführen, arbeiten sie mit dem jordanischen Geheimdienst unter der Leitung des charismatischen Hani Salam. Mark Strong stellt in dieser Rolle mit einer faszinierenden Performance sogar seine Kostars in den Schatten. Gleichzeitig gründen Ferris und Hoffman eine Scheinorganisation und nebenher verliebt sich Ferris in die palästinensische Krankenschwester Aisha (Golshifteh Farahani). Ihr Kidnapping treibt die ohnehin brisante Action auf die fieberhafte Spitze.

Protagonist DiCaprio wandelt auf den Spionage-Spuren von Jason Bourne, denn auch er kann seiner eigenen Geheimorganisation nicht völlig vertrauen und seine Kampfeinsätze gestalten sich knochenbrecherisch realistisch. In diese Kategorie fallen auch die Folterszenen, die dermaßen an die Nieren gehen, dass mancher Zuschauer lieber die Augen schließen wird. Auch Ridley Scotts Version der Terroristenbekämpfung tut sich in den USA schwer, das ganz breite Publikumsinteresse zu wecken und verfehlte am Startwochenende die Spitze der Kinocharts, so dass ein Blockbuster um den Antiterrorkrieg weiterhin so flüchtig bleibt wie Osama Bin Laden. ara.

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Info

Plakat des Films: Der Mann, der niemals lebte
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 20.11.2008

USA 2008

Länge: 2 h 8 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Body of Lies

Regie: Ridley Scott

Drehbuch: William Monahan

Musik: Marc Streitenfeld

Produktion: Ridley Scott, Donald de Line

Kostüme: Janty Yates

Kamera: Alexander Witt

Schnitt: Pietro Scalia

Ausstattung: Arthur Max

Website: http://www.DerMannDerNiemalsLebte.de

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