Matrix

Eine aufschlussreiche Doku über die Vergangenheit und ihren (genetischen) Einfluss auf die kommende Generation.

Kinostart: 05.03.2020

Die Handlung von Der Krieg in mir

Die Doku „Der Krieg in mir“ verfolgt einen ganz neuen Ansatz im Hinblick auf Vergangenheitsbewältigung und die Nachwirkungen einschneidender Erlebnisse.

Sebastian ist ein junger Mann, der von blutigen Träumen über Kriege und Schlachten geplagt wird und aus diesem Grund in der Vergangenheit seiner Familie nach Antworten sucht. Dabei liegt ihm besonders die Vergangenheit seines Großvaters am Herzen, der während des Zweiten Weltkriegs in Russland kämpfte, jedoch nie ein Wort über seinen Einsatz dort verloren hat.

So reist der junge Filmemacher an jene Orte, wo sein Großvater einst stationiert war, und stößt auf unvorhergesehene Parallelen zu seinen Kriegsträumen. An Sebastians Seite ist sein Vater. Das gemeinsame Erleben dieser tiefgreifenden Eindrücke bringt die beiden näher zusammen und bricht zudem das Schweigen, welches auch seinen Vater jahrelang gequält hat.

Was die beiden auf ihrer Reise entdecken, ist jedoch nicht nur ihre eigene Familiengeschichte, sondern auch die Tatsache, dass die Ereignisse und Traumata von Verwandten einen Einfluss auf die Genetik der Folgegenerationen hat.

Der Krieg in mir - Ausführliche Kritik

„Der Krieg in mir“ ist eine ganz persönliche Doku des Filmemachers Sebastian Heinzel. Heinzels Doku ist nicht nur ein Film über einen Vater und seinen Sohn, die gemeinsam die verschwiegene Vergangenheit des Vaters und Großvaters aufdecken. „Der Krieg in mir“ soll viel mehr Aufschluss darüber geben, welche genetischen Folgen die Taten und Ereignisse der Vergangenheit auf die nächsten Generationen haben.

Dabei ist mit genetischen Folgen nicht etwa das Sichtbare gemeint, sondern Dinge, die im Innern des Menschen vorgehen. In Sebastian Heinzels Fall sind es Träume über Krieg, wobei er nie in seinem Leben unmittelbar vom Krieg betroffen war.

Für „Der Krieg in mir“ erforscht Heinzel gemeinsam mit Wissenschaftlern, Therapeuten und Autoren, wie kollektive Entscheidungen (Flucht, Vertreibung, Völkermord) bis weit in die zweite und dritte Generation hineinreichen. Neue Studien innerhalb des Gebiets der Epigenetik haben ergeben, dass starke Traumata und Stresserfahrungen großen Ausmaßes das Erbgut maßgeblich verändern.

Die Doku „Der Krieg in mir“ weist auf bahnbrechende Erkenntnisse hin, die zeigen, dass die Generationen nicht nur die Geschichten über vergangene Zeiten auf ihren Schultern tragen.

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Info

Plakat des Films: Der Krieg in mir

Kinostart: 05.03.2020

Genre: Doku