Verfilmung des Romans "Der futurologische Kongress" von Stanislav Lem.

Kinostart: 12.09.2013

Die Handlung von Der Kongress

Mit Mitte 40 ist die Karriere der Schauspielerin Robin Wright zu Ende, sie lässt sich von ihrem Agenten und einem Hollywoodstudio überreden, sich die Rechte an ihrer Person für teures Geld abkaufen zu lassen, dafür darf das Studio sie digital für 20 Jahre verwerten mit der Zusage, dass ihr digitales Ich nicht altert. Im Gegenzug verzichtet sie auf weitere Rollen. Nach Ablauf des Vertrags will sie ein Comeback und besucht einen futuristischen Kongress, wo sie auch andere animierte Figuren wie John Wayne oder Marilyn Monroe trifft.

Mit Mitte 40 ist die Karriere der Schauspielerin Robin Wright zu Ende. Sie lässt sich von ihrem Agenten und einem Hollywoodstudio überreden, sich die Rechte an ihrer Person für teures Geld abkaufen zu lassen. Dafür darf das Studio sie digital für 20 Jahre verwerten mit der Zusage, dass ihr digitales Ich nicht altert. Im Gegenzug verzichtet sie auf weitere Rollen. Nach Ablauf des Vertrags will sie ein Comeback und besucht einen futuristischen Kongress, wo sie andere animierte Figuren wie John Wayne oder Marilyn Monroe trifft.

Die Schauspielerin Robin Wright verkauft die Rechte an der Verwendung ihres Aussehens an ein Filmstudio. Höchst innovative Adaption des Romans "Der futurologische Kongress" durch Ari Folman ("Waltz with Bashir").

Kritik zu Der Kongress

Ari Folman nimmt in einer fantastischen Mischung aus animiertem und realen Film auf eine verstörende Reise in die zukünftige Welt des Kinos.

Nach seinem weltweiten Erfolg von "Waltz with Bashir" wollte Ari Folman keine persönlichen und traumatischen Erfahrungen verarbeiten, sondern ein futuristisches Thema angehen, das bei näherer Betrachtungsweise gar nicht so fern ist. Frei nach dem Science-Fiction-Roman "Der futurologische Kongress" von Stanislaw Lem ("Solaris") entwirft er eine Vision der Unterhaltungsindustrie, die Angst macht.

Es beginnt fulminant: Die Schauspielerin Robin Wright, die schon bessere Tage gesehen hat, wird von ihrem Agenten dazu gedrängt, ein scheinbar komfortables Angebot anzunehmen. Sie lässt sich die Rechte an ihrer Person für teures Geld abkaufen, dafür darf das Studio sie digital für 20 Jahre verwerten mit der Zusage, dass ihr digitales Ich nicht altert - ihr Aussehen, Gefühle und alle Charakteristika bleiben erhalten. Im Gegenzug verzichtet sie auf weitere Rollen. Nach Ablauf dieser Zeit reist die echte Robin auf einen Kongress, auf dem ein Medikament vorgestellt wird, das die Flucht in eine Traumwelt ermöglicht.

Die erste Hälfte des Filmtrips sprüht nur so vor Ideen - da geht es um die das Showbusiness beherrschende Technik und die Gefahr der Vernichtung des traditionellen Kinos, um philosophische Gedanken über den freien Willen des Menschen, Mechanismen der Manipulation und Möglichkeiten der Medizin. Eine Beschränkung Ari Folmans auf die "Live-Action" und der Blick in die nahe und düstere Zukunft hätte gereicht. Wenn die animierte Robin auf dem Kongress dann u.a. John Wayne und Marilyn Monroe trifft, wird die Metaebene bizarr und konfus. Das ist zwar schade, mindert aber kaum das Vergnügen daran, wie Folman mit außergewöhnlicher Bildsprache, großem Schauwert und kühnem Stilwillen Themen wie Jugendwahn und Fehlentwicklungen in der digitalen Welt anreißt, böse das Filmgeschäft und vor allem Hollywood mit seinem Markt der Eitelkeiten persifliert und dabei mit zahlreichen Filmzitaten unterhält. Die Sidekicks sind optimal besetzt, so ist Harvey Keitel als Agent, der seinem Schützling "lousy choices, lousy movies" vorwirft, an patriarchalischer Präpotenz nicht zu toppen. Zu bewundern ist der Mut von Robin Wright zu diesem spannenden Film-Experiment. mk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 12.09.2013

Belgien/Deutschland/Frankreich/Israel/Luxemburg/Polen 2013

Länge: 2 h 3 min

Genre: Sci-Fi

Originaltitel: The Congress

Regie: Ari Folman

Drehbuch: Ari Folman

Musik: Max Richter

Produktion: Robin Wright, Reinhard Brundig, Ari Folman

Kostüme: Mandi Line

Kamera: Michal Englert

Schnitt: Nili Feller

Ausstattung: David Polonsky

Website: http://congress.pandorafilm.de