Verfilmung von Martin Suters Bestseller um einen Koch, der mit Liebesdinnern mehr Geschäft macht als ihm lieb sein kann.

Kinostart: 27.11.2014

Natalie Perera
als Sandana

Yrsa Daley-Ward
als Makeda

Max Rüdlinger
als Schäfer

Jean-Pierre Cornu
als Huwyler

Jeff Mirza
als Mahit

Neelam Bakshi
als Aninda

Faraz Ayub
als Ulagu

Christoph Gaugler
als Fink

Peter Prager
als Robert Mellinger

Corinna Kirchhoff
als Isa Mellinger

Jane Weinfurtner
als Sung-Hee

Michael Abendroth
als Dr. Wolf

Die Handlung von Der Koch

Marawan hat das Sprichwort "Liebe geht durch den Magen" zu seinem Lebensinhalt gemacht. Doch der Spezialist für aphrodisische Küche hat als tamilischer Asylbewerber in der Schweiz kaum eine Chance, sein einzigartiges Talent auch anzuwenden. Da wird die Kellnerin Andrea durch Zufall auf seine Fähigkeiten aufmerksam. Gemeinsam gründen sie die Firma "Love Food" und bringen mit ihren Menüs das brachliegende Liebesleben von Ehepaaren auf Vordermann. Doch dann beginnt die geniale Geschäftsidee aus dem Ruder zu laufen.

Kritik zu Der Koch

Ralf Huettners Adaption von Martin Suters gleichnamigem Bestseller ist Politthriller und Außenseiterdrama zugleich, vor allem aber eine elektrisierende Hommage an die aphrodisische Küche.

Es wurde schon mehrfach versucht, die Weltbestseller von Martin Suter ebenso kassenträchtig für die Leinwand zu adaptieren. Doch weder Alain Gsponer mit "Lila, Lila" (120.00 Besucher) noch Bruno Chiche mit "Small World" (150.000 Zuschauer) wollte das so recht gelingen. Jetzt stand der ebenso erfahrene wie erfolgsverwöhnte Ralf Huettner ("Vincent will Meer") vor der schwierigen Aufgabe, Suters komplexes Werk "Der Koch" zu verfilmen. Geht es doch hier nicht nur um kulinarische Genüsse, sondern auch um Weltpolitik und Waffenhandel, Einwandererproblematik und den aussichtslosen Kampf, Böses in Gutes zu verwandeln. Tatsächlich ist die Geschichte um den hochbegabten tamilischen Koch Marawan, der Gerichte mit außergewöhnlich starker aphrodisischer Wirkung zaubern und daraus in seinem Zürcher Exil Kapital schlagen kann, vor allem dann stark, wenn es um das Essen geht. Kino als Fest der Sinne, des Geschmacks und der Gerüche. Denn wenn Huettner seinen exzellenten Hauptdarsteller, die britische Neuentdeckung Hamza Jeetooa, beim Einkaufen, Zubereiten und Anrichten der feinen Speisen beobachtet, scheint die erotisierende Wirkung von Food nahezu körperlich erfahrbar zu werden.

Etwa zur Halbzeit ändert der Film sein Genre. Aus dem Außenseiter-Drama um einen Love Food-Künstler wird ein Politthriller, in dem der tamilische Asylant Marawan versucht, an dem dubiosen Geschäftsmann Dalmann - der zufällig auch sein Kunde ist - Rache zu nehmen für seinen Neffen, der als Rebell der Tamil Tigers durch eine Waffe, die eben jener Dalmann ins Krisengebiet geliefert haben könnte, den Tod fand. Dies wirkt arg konstruiert, war aber schon eine Schwäche des Buchs. Mitreißend ist "Der Koch" dann wieder in seinen nostalgischen Flashbacks, wenn die Oma den kleinen Marawan in die Geheimnisse der heimischen Küche einweist, wenn später der große Marawan mit dem Rotationsverdampfer die erlesensten Essenzen herausfiltert und wenn er mit seiner lesbischen Kollegin Andrea (Jessica Schwarz nimmt man ihre Homosexualität nicht immer ab) weitere Geschäftsfelder erschließt, um das Liebeslebens frustrierter Ehepaare wieder auf Vordermann zu bringen. Dass es zum Finale noch zu einem dick aufgetragenen Doppel-Happy End kommt, kann indes für diese Suter-Adaption (eine weitere ist mit "Die dunkle Seite des Mondes" in Vorbereitung) unter kommerziellen Gesichtspunkten nur förderlich sein. lasso.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 27.11.2014

Deutschland/Schweiz/Indien 2013

Länge: 1 h 46 min

Genre: Drama

Originaltitel: Der Koch

Regie: Ralf Huettner

Drehbuch: Ruth Toma

Musik: Ralf Hildenbeutel, Stevie B-Zet

Produktion: Helge Sasse, Sonja Ewers, Anne Walser

Kostüme: Anna-Barbara Friedli

Kamera: Tommy Wildner

Schnitt: Kai Schröter

Ausstattung: Andrea Kessler, Monica Rottmeyer

Website: http://www.senator.de/movie/der-koch