Gelähmter Cop und agile Streifenpolizistin jagen einen sadistischen Serienmörder.

Kinostart: nicht bekannt

Denzel Washington

Denzel Washington
als Lincoln Rhyme

Angelina Jolie

Angelina Jolie
als Amelia Donaghy

 QueenLatifah

QueenLatifah
als Thelma

Michael Rooker
als Capt. Howard Cheney

Luis Guzmán
als Eddie Ortiz

Leland Orser
als Richard Thompson

Mike McGlone
als Det. Kenny Solomon

John Benjamin Hickey
als Dr. Barry lehman

Bobby Cannavale
als Steve

Ed O'Neill
als Det. Paulie Sellitto

Handlung

Mit sadistischen Morden und rätselhaften Tatorthinweisen spielt ein Serienkiller mit der Polizei New Yorks Katz und Maus. Bis der querschnittsgelähmte Ex-Kriminologe und Spurenanalytiker Rhyme mit Hilfe einer jungen, instinktsicheren Streifenpolizistin den Täter in die Enge treiben kann und in einer Atmosphäre des Todes wieder Lebensmut bekommt.

Der New Yorker Ex-Polizist Lincoln Rhyme, der seit einem Arbeitsunfall querschnittgelähmt zu Bett liegt und nur noch einen Zeigefinger und das Gesicht bewegen kann, hat jeglichen Lebensmut verloren. Da tritt dessen blutjunge Kollegin Amelia auf den Plan und weckt durch ihre umsichtige Tatortsicherung bei einem rätselhaften Mord wieder Rhymes berufliches Interesse. Gemeinsam machen sie Jagd auf einen hochintelligenten, gemeingefährlichen Psychopathen und versuchen, weitere Bluttaten des Massenmörders zu verhindern.

Der querschnittsgelähmte New Yorker Ex-Polizist Lincoln Rhyme und seine junge Kollegin Amelia jagen einen gemeingefährlichen Psychopathen. Düstere Serienkiller-Action in der Tradition von "Sieben" mit Angelina Jolie und Denzel Washington in den Hauptrollen.

Kritik

Nicht Todesstille, aber mit etwa 500.000 Zuschauern doch überraschende Flaute herrschte in den deutschen Kinos, als Phillip Noyce, der nach zwei Tom Clancy-Verfilmungen Anfang der Neunzigerjahre in die Regieelite Hollywoods vorgestoßen war, das Großprojekt "The Saint - Der Mann ohne Namen" nicht vom Makel eines schwachen Drehbuchs und exzentrischen Stars (Val Kilmer) befreien konnte. "Der Knochenjäger", der das Serienkillergenre auf der Verfolgerseite um die Variante eines querschnittsgelähmten Ex-Cops bereichert, stellt den Ruf des in Amerika als Actionspezialist etikettierten Australiers wieder her, auch wenn Wiedererkennungswerte in Plot und Atmosphäre unvermeidlich sind.

Nach dem Autorensalat seines letzten Films geht Noyce mit Jeremy Iacones Adaption von Jeffery Deavers Bestseller "The Bone Collector" auf Nummer Sicher und kann nach dem vielversprechenden Start in den US-Kinos auch hierzulande mit kommerzieller Wiedergutmachung retten. Trumpfkarten seines atmosphärisch auf den Spuren von "Sieben" wandelnden, in Ausstattung, Kameraarbeit (Oscarpreisträger Dean Semler) und visuellen Einfällen gewohnt beeindruckenden Thrillers sind der interessante Subtext vom Sterbens- und Lebenswunsch und die beiden Hauptdarsteller, deren zwangsläufig rein emotionale Bindung überzeugt. Als ans Bett gefesselter, seines Lebens überdrüssiger Ex-Cop, der nach einem schweren Unfall nur noch einen Zeigefinger bewegen kann, zeigt sich Denzel Washington in darstellerischer Bestform und hat die Sympathien des Zuschauers nicht nur aus Mitleid auf seiner Seite. Ähnlich gut und sowohl in Verletzlichkeit wie auch Stärke glaubwürdig Jon Voights Tochter Angelina Jolie, die schon im Berlinale-Beitrag "Playing By Heart" in einer emotional ähnlich gepolten Rolle sehr glaubwürdig war. Jolie spielt eine junge Streifenpolizistin, die durch ihr beherztes und intelligentes Verhalten bei der Sicherung eines Mordtatorts die Aufmerksamkeit Washingtons erregt, der von seinen Ex-Kollegen um Mithilfe bei der Klärung des Falles gebeten wird. Daß Washingtons Spezialität die Entdeckung und Analyse von Tatortspuren ist, gibt dem inhaltlich sonst konventionellen Suspensethriller in Koalition mit den unheimlichen Schauplätzen (stillgelegten, oft unterirdischen Industrieanlagen aus dem New York des frühen 20. Jahrhunderts) eine originelle Note. Die Spannung des Films gründet sich auf Jolies mitunter einsamen, von Washington über Funk begleiteten Tatortinspektionen und der Enträtselung der vom Killer zurückgelassenen Hinweise, zu denen immer auch ein blutig herausgetrennter Knochen seiner Opfer zählt. Wie schon in "Sieben" zeigen die Mordszenarien die sadistisch schier unerschöpfliche menschliche Fantasie - ohne den diabolisch moralischen Subkontext von David Finchers Welthit. Der Knochenjäger mordet nicht als mahnendes Restgewissen einer babylonisch verdorbenen Welt, sondern aus vergleichsweise simplen Motiven. Was für das zahlende Publikum aber bedeutungslos bleiben dürfte. kob.

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Info

Plakat des Films: Der Knochenjäger
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: nicht bekannt

USA 1999

Länge: 1 h 58 min

Genre: Thriller

Originaltitel: The Bone Collector

Regie: Phillip Noyce

Drehbuch: Jeremy Iacone

Musik: Craig Armstrong

Produktion: Martin Bregman, Michael S. Bregman, Louis A. Stroller

Kostüme: Odette Gadoury

Kamera: Dean Semler

Schnitt: William Hoy

Ausstattung: Jefferson Sage, Claude Paré, Nigel Phelps

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