Animationsfilm nach dem gleichnamigen Kinderklassiker von Antoine de Saint-Exupéry eingebettet in eine zeitgenössische Geschichte.

Kinostart: 10.12.2015

Handlung

Ein kleines Mädchen wird von seiner Mutter auf das Leben vorbereitet, in dem alles seine geregelten Bahnen gehen soll. Zufällig macht das kleine Mädchen die Bekanntschaft ihres Nachbarn, ein exzentrisch wirkender Pilot. Nach und nach freunden sich die beiden einsamen Seelen an. Und der Pilot beginnt dem kleinen Mädchen eine Geschichte zu erzählen, die vor langer, langer Zeit geschehen ist und in deren Mittelpunkt ein kleiner Prinz und dessen unglaubliche Abenteuer in einer Welt stehen, in der alles möglich erscheint.

Kritik

Erste Verfilmung des legendären Kinderbuchs von Antoine Saint-Exupéry, in der die weltberühmte Geschichte den Rahmen vorgibt für das Abenteuer eines kleinen Mädchens, das das Leben entdeckt.

Es mag gute Gründe geben, warum es 72 Jahre gedauert hat, bis Antoine Saint-Exupérys legendärer Roman erstmals fürs Kino adaptiert wurde. Am schwersten wiegt wohl der Status der Unberührbarkeit: Wie sollte es einem Film jemals gelingen, dieselbe magische Wirkung zu entfalten wie das zeitlose Märchen mit seiner unvergleichlichen Mischung aus Poesie und Philosophie? Zum anderen bestand aber stets auch das Problem, das Plädoyer für Menschlichkeit in einer aus den Fugen geratenen Welt von seiner episodischen Struktur zu befreien und auf homogene Weise auf abendfüllende Spielfilmlänge zu strecken. Mark Osborne, der sich davor mit dem ersten "Kung Fu Panda" empfohlen hatte, schlägt beide Fliegen mit einer Klappe, indem er streng genommen gar nicht die Vorlage verfilmt. Elemente des Buchs werden vielmehr benutzt, um die Geschichte eines kleinen Mädchen in einer gesichtslosen modernen Siedlung zu erzählen, das von seiner Karriere orientierten Mutter auf Höchstleistung in einer Eliteschule getrimmt werden soll, aber von einem sonderlichen Alten aus der Nachbarschaft an die Magie des Kindseins erinnert wird: Mit seinen Erzählungen vom Treffen mit dem kleinen Prinzen eröffnet er dem Mädchen eine völlig neue Welt und bringt sie dazu, sich in einem alten klapprigen Flugzeug auf die Suche nach dem Prinzen zu machen.

Nun ist Osborne nicht des Kinos Antwort auf Saint-Exupéry, aber er ist auch kein stümpernder Porzellanzertrümmerer: Sein "kleiner Prinz" ist eine Hommage geworden, ein Film, der den Zauber des Buches feiert und davon erzählt, welchen Eindruck Saint-Exupérys magische Weltsicht auf andere Menschen hat, wie sie andere beflügelt und nach den Sternen greifen lässt. Der Film selbst ist unverkennbar mit großer Liebe gemacht, wechselt nahtlos und elegant zwischen klassischer CG-Animation in den Szenen mit dem Mädchen und dem alten Piloten und aufwändig realisierter Stopmotion, wenn der Film in die Welt der Titelfigur eintaucht. Rein visuell orientieren sich Osborne und seine Animationskünstler natürlich in erster Linie an den legendären Zeichnungen Saint-Exupérys, aber im Verlauf des Films werden auch Gerald Scarfe und Designs der Dreißigerjahre zitiert, um eine unterkühlte Welt zu skizzieren, in der Fantasie und Freiheit unterdrückt werden. Dass am Ende das Licht triumphiert, ist aber ganz allein dem Geist der Vorlage geschuldet: So hat man sich auch gefühlt, als man das Buch las. ts.

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Info

Kinostart: 10.12.2015

Frankreich 2015

Länge: 1 h 47 min

Genre: Animation

Originaltitel: The Little Prince

Website: http://WWW.DERKLEINEPRINZ-FILM.DE

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