Visuell opulente Leinwandadaption des Shakespeare-Klassiker mit Al Pacino und Jeremy Irons in Höchstform.

Kinostart: 23.03.2016

Al Pacino
als Shylock

Jeremy Irons

Jeremy Irons
als Antonio

Joseph Fiennes

Joseph Fiennes
als Bassanio

Lynn Collins
als Portia

Zuleikha Robinson
als Jessica

Kris Marshall
als Gratiano

Charlie Cox
als Lorenzo

Heather Goldenhersh
als Nerissa

Mackenzie Crook
als Lancelot Gobbo

John Sessions
als Salerio

Gregor Fisher
als Solanio

Anton Rodgers
als der Herzog

Ron Cook
als alter Gobbo

Allan Corduner
als Tubal

David Harewood
als Prinz von Marokko

Antonio Gil-Martinez
als Aragon

Al Weaver
als Stephano

Norbert Konne
als Doktor Bellario

Marc Maes
als Cush

Jean-François Wolff
als deutscher Graf

Die Handlung von Der Kaufmann von Venedig

Im Venedig des 16. Jahrhunderts droht das Werben des jungen Aristokraten Bassanio (Joseph Fiennes) um die reiche Portia (Lynn Collins) an dessen zu kleiner Brieftasche zu scheitern. Um seinem besten Freund aus der Patsche zu helfen, leiht sich der Kaufmann Antonio (Jeremy Irons) Geld beim reichen Juden Shylock (Al Pacino) gegen das Versprechen, bei etwaiger Zahlungsunfähigkeit mit einem Pfund Fleisch aus seiner Brust zu bürgen. Als Shylock diesen Tribut tatsächlich einfordert, nimmt ein aufsehenerregender Gerichtsprozess seinen Lauf.

Dieses klassische Shakespeare-Drama steht wegen seiner vermeintlich antisemitischen Grundlage eher selten auf Hollywoods Spielplan. Michael Radford mildert jedoch den Ton und liefert schauspielerische wie optische Opulenz.

Der angesehene Kaufmann Antonio leiht sich Geld vom Juden Shylock, um seinem Freund Bassanio das Werben um die zukünftige Ehefrau Portia, finanziell zu ermöglichen. Als seine Geschäfte schlecht gehen, kennt Shylock kein Pardon und fordert ihn auf, die Schulden zu begleichen oder in Form eines Pfundes Fleisch aus Antonios Brust zu bezahlen.

Der Kaufmann Antonio will seinem Freund Bassanio das kostspielige Werben um dessen zukünftige Gemahlin, die schöne Portia, ermöglichen. Dafür leiht er sich Geld vom Juden Shylock. Als die Geschäfte schlecht gehen und Antonio die Schulden nicht zurückzahlen kann, bleibt Shylock hart. Er fordert vom Kaufmann jenes Pfund Fleisch aus dessen Körper, mit dem er für das geliehene Geld gebürgt hatte. Was dieser freilich dann nicht zu geben bereit ist und worüber schließlich in einer spektakulären Gerichtsverhandlung gestritten wird.

Kritik zu Der Kaufmann von Venedig

Visuelle Opulenz, erzählerische Wucht und Shakespeare - Michael Radford bringt alles zusammen in seiner Leinwand-Adaption von "Der Kaufmann von Venedig". Allein die Besetzung mit Al Pacino als Jude Shylock und Jeremy Irons als Kaufmann Antonio, die in der Originalkulisse von Venedig gegeneinander antreten, machen diese Klassiker-Verfilmung besonders reizvoll.

Shakespeares zeitloses Stück aus dem 16. Jahrhundert wird von Michael Radford voller Dramatik und Humor inszeniert. Die Geschichte ist bekannt: Der angesehene Kaufmann Antonio leiht sich Geld vom Juden Shylock, um seinem Freund Bassanio das Werben um die zukünftige Ehefrau, der klugen und schönen Portia, finanziell zu ermöglichen. Als seine Geschäfte schlecht gehen, kennt Shylock kein Pardon und fordert ihn auf, die Schulden zu begleichen oder den Vertrag zu erfüllen, nämlich diesen in Form eines Pfundes Fleisch aus Antonios Brust zu bezahlen. In einer spektakulären Gerichtsverhandlung sorgt ein unversehens auftauchender junger Doktor der Jurisprudenz samt Gehilfe für Antonios Rettung und Shylocks Verdammung.

Radford balanciert geschickt zwischen Tragödie, Romanze und Komödie, zwischen harten Worten und Liebesgeflüster, Intoleranz, Eifersucht und venezianischer Liberalität. Dabei legt er den Finger auf die Wunde, prangert Diskriminierung, Vorurteile und Rachegelüste an. Auch wenn es um Antisemitismus geht, sei der Film in keinster Weise anti-semitisch, betont der Regisseur, der auch die hässlichen Seiten der damaligen Zeit zeigt, die Juden in Ghettos zwang und von "ehrenwerten" Berufen ausschloss. Wobei Shylock streckenweise als Inkarnation des Bösen wirkt, bevor er zur mitleidsheischenden Figur mutiert.

Radford bleibt der Sprache Shakespeares treu, verfeinert leicht den Subtext für den Zuschauer von Heute. Kostümdesignerin Sammy Sheldon leistete ganze Arbeit, die Details stimmen und vor allem die Atmosphäre der Lagunenstadt mit ihren geheimnisvollen Gassen und Kanälen, auf denen die Gondeln ziehen. "Der Kaufmann von Venedig" beeindruckt durch hohen Schauwert und durch die Schauspieler, allen voran Al Pacino, der in großer Verzweiflung und Bitternis den Underdog bis zur Schmerzgrenze verkörpert und eine neue Facette seiner Schauspielkunst darbietet. Nicht nur Klassik-Liebhaber sollten das elegante Vergnügen genießen. mk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 23.03.2016

Großbritannien/Italien 2004

Länge: 2 h 11 min

Genre: Drama

Originaltitel: The Merchant of Venice

Regie: Michael Radford

Drehbuch: Michael Radford

Musik: Jocelyn Pook

Produktion: Cary Brokaw, Barry Navidi, Jason Piette, Michael Cowan

Kostüme: Sammy Sheldon

Kamera: Benoît Delhomme

Schnitt: Lucia Zucchetti

Ausstattung: Jon Bunker, Bruno Rubeo

Website: http://www.der-kaufmann-von-venedig.de/