Sensible Bestsellerverfilmung über den jungen Sohn eines KZ-Kommandanten, der mit einem jüdischen Jungen Freundschaft schließt.

Kinostart: 07.05.2009

Asa Butterfield

Asa Butterfield
als Bruno

Vera Farmiga

Vera Farmiga
als Mutter

David Thewlis

David Thewlis
als Vater

Jack Scanlon
als Schmuel

Sheila Hancock
als Gro

Amber Beattie
als Gretel

Richard Johnson
als Gro

Rupert Friend
als Lt Kotler

Jim Norton
als Herr Liszt

David Heyman
als Pavel

Cara Horgan
als Maria

Die Handlung von Der Junge im gestreiften Pyjama

Das komfortable Leben des 8-jährigen Bruno (Asa Butterfield) im nationalsozialistischen Berlin endet, als sein Vater (David Thewlis), ein hoher Offizier, Anfang der 40er Jahre auf einen neuen Posten irgendwo in die Provinz versetzt wird. Dort vermisst Bruno zunächst alle seine Freunde, bis er jenseits des Hauses im Waldstück einen gleichaltrigen jüdischen Jungen als Spielkamerad entdeckt. Doch der lebt hinter einem Zaun und trägt einen seltsam gestreiften Pyjama.

Ganz aus der Sicht eines kleinen Jungen entfaltet sich diese sensible Bestsellerverfilmung um den Sohn eines KZ-Lagerkommandanten, der Freundschaft mit einem gleichaltrigen Häftling schließt. Langsam entdeckt er das Grauen des Holocausts, das für ihn in einer Tragödie endet.

Als Bruno Anfang der Vierzigerjahre Berlin verlässt, verliert er seine Freunde. Am neuen Arbeitsort seines Vaters, ein Nazioffizier, ist er zunächst sehr allein. Bis er jenseits des Hauses und eines Waldstücks ein merkwürdiges Lager und hinter der Umzäunung einen gleichaltrigen jüdischen Jungen entdeckt. Warum alle hier, wie er glaubt, gestreifte Schlafanzüge tragen, versteht er genauso wenig wie das Verbot der Eltern, dieses Terrain zu betreten. Aus der Begegnung entwickelt sich Freundschaft, aus dem vermeintlichen Abenteuer eine Tragödie.

Als Bruno Anfang der Vierzigerjahre Berlin verlässt, verliert er seine Freunde. Am neuen Arbeitsort seines Vaters, einem Nazioffizier, ist er zunächst sehr allein. Bis er jenseits des Hauses und eines Waldstücks ein merkwürdiges Lager und hinter der Umzäunung einen gleichaltrigen jüdischen Jungen entdeckt. Warum alle hier, wie er glaubt, gestreifte Schlafanzüge tragen, versteht er genauso wenig wie das Verbot der Eltern, dieses Terrain zu betreten. Aus der Begegnung entwickelt sich Freundschaft.

Kritik zu Der Junge im gestreiften Pyjama

Sensibles, allegorisches Drama über zwei Jungen, die über den Zaun eines Konzentrationslagers hinweg Freundschaft schließen.

Am Anfang glaubt man sich in John Boormans "Hope & Glory", wenn Kinder mit ausgestreckten Armen durch die Straßen Berlins schwärmen, als wären sie Reichsflieger und die Dramen des Kriegs nur ein Spiel. Hier, Anfang der Vierzigerjahre, berühren sich die Welten der Täter und Opfer kaum, denn es ist Alltag, wenn Lastwagen Juden aufsammeln und verschwinden lassen. Dass es für immer ist, weiß ein parteitreuer Nazioffizier (David Thewlis). Denn er soll auf dem Land ein Lager leiten, das den Tod systematisch und grausam organisiert. Während die Frau des Kommandanten (Vera Farmiga) glaubt oder sich einredet, dass hier gearbeitet und nicht gestorben wird, hält ihr achtjähriger Sohn Bruno das umzäunte Areal für einen Bauernhof, auf dem die Arbeiter eigenartigerweise "Schlafanzüge" tragen. Weil ihm Freunde fehlen und Verbote für Kinder Verführung bedeuten, bricht Bruno das Tabu und erforscht den von einem Waldstück getrennten Komplex jenseits des Hauses. Hinter Stacheldraht findet er den gleichaltrigen jüdischen Jungen Shmuel, der nicht versteht, warum er hier ist, aber doch weiß, dass Brunos Einschätzung, hier sei alles ein großes Abenteuer, nicht seiner Realität entspricht. Zwischen den Kindern entwickelt sich eine Freundschaft, deren Unschuld die Hoffnung repräsentiert, weil die Lügen des Kriegs und des instrumentalisierten Hasses bei ihnen keinen fruchtbaren Boden finden. Im Unterschied zu Brunos Schwester, die bereits von Hitler und einem jungen Leutnant träumt, der für den Modellnazi steht wie Brunos Vater für Mensch und Monstrum und Brunos Mutter für die Frage, ob Wahrheit verdrängt oder nicht erfahren wurde. Etwas plakativ und didaktisch wirken die Rollenzuweisungen, weshalb auch der Lehrer Brunos ein zynischer Antisemit und der Gehilfe aus dem Lager ein gütiger Arzt ist. Fraglich ist auch, ob ein tragisches Finale wie dieses ein Begleitgewitter wirklich nötig hat. Trotzdem verfehlt Mark Hermans Verfilmung von John Boynes Bestseller ihre Wirkung nicht. Denn die Perspektive von außen und aus Kinderaugen auf das Grauen ist ungewöhnlich und gerade für junge Zuschauer als Köder wichtig, sich mit einer Vergangenheit auseinanderzusetzen, in der auch Naivität und Nichtwissen den gewaltsamen Tod von Millionen überhaupt erst möglich machte. kob.

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Info

Plakat des Films: Der Junge im gestreiften Pyjama
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 07.05.2009

Großbritannien/USA 2008

Länge: 1 h 34 min

Genre: Drama

Originaltitel: The Boy in the Striped Pyjamas

Regie: Mark Herman

Drehbuch: Mark Herman

Musik: James Horner

Produktion: Mark Herman, David Heyman

Kostüme: Natalie Ward

Kamera: Benoît Delhomme

Schnitt: Michael Ellis

Ausstattung: Martin Childs

Website: http://www.derjungeimgestreiftenpyjama.de