Kinostart: 07.12.1995

Die Handlung von Der Indianer im Küchenschrank

Der neunjährige Omri bekommt zum Geburtstag ein magisches Schränkchen geschenkt, daß die in ihm beherbergten Action-Figuren zum Leben erwecken kann. Omri wählt sich den Indianer Little Bear als Spielkameraden. Omri teilt sein Geheimnis mit seinem besten Freund Patrick, der wiederum die Cowboy-Figur Boone zum Leben erweckt.

Zu seinem neunten Geburtstag erhält der brave Omri ein altes Wandschränkchen samt magischem Schlüssel. Als er darin über Nacht sein Lieblingsspielzeug, die zehn Zentimeter große Indianerfigur Little Bear, einschließt, erwacht diese auf wunderbare Weise in Orignalgröße zum Leben. Als Omri das Geheimnis seinem besten Freund Patrick anvertraut, wendet dieser den Trick sogleich bei seinem Plastik-Cowboy Boone an. Bald müssen die beiden Jungen erkennen, daß ihre kleinen Freunde weit mehr sind als bloße Spielkameraden.

Omri und Patrick spielen am liebsten "Cowboy und Indianer" - aber ganz anders. Dank eines magischen Schränkchens erwachen die Spielfiguren zum Leben. Warmherziges Fantasy-Abenteuer nach einem berühmten Kinderbuch von Lynn Reid Banks.

Kritik zu Der Indianer im Küchenschrank

Selbst im Computerspiel-Zeitalter erfreut sich das traditionelle "Cowboy und Indianer"-Spiel bei kleinen Jungs und Mädchen nach wie vor einiger Beliebtheit. Mit einem magischen sowie moralischen Touch versehen wie in dem als Vorlage dienenden Kinderbuch "The Indian in the Cupboard" von Lynn Reid Banks, ergibt diese Prämisse ein reizendes, phantasievolles Märchen, das von "Muppets"-Schöpfer Frank Oz ("Housesitter") mit einem Drehbuch von Melissa Mathison ("E.T.") adaptiert wurde. Zu seinem neunten Geburtstag erhält der mustergültige Omri (Hal Scardino, der erstmals in "Das Königsspiel" auftrat) ein altes Wandschränkchen samt magischem Schlüssel. Als er darin über Nacht eine zehn Zentimeter große Indianerspielfigur einschließt, ist diese wunderbarerweise in Originalgröße zum Leben erwacht. Er stellt sich als "Little Bear" (imposant, doch etwas hölzern vom engagierten Cherokee-Rapper Litefoot porträtiert) aus dem Jahre 1761 vor, der den aus seiner Perspektive gigantischen Omri zunächst für eine gottgleiche Inkarnierung hält. Sein aufregendes Geheimnis teilt Omri nur mit seinem besten Freund Patrick (der Inder Rishi Bhat, was den multikulturellen Aspekt politischer Korrektheit unterstreicht), der umgehend einen Plastik-Cowboy im Schränkchen animiert. Geradewegs aus dem Jahr 1879 kommt der urige Parade-Texaner Boone (David Keith aus "Die Indianer von Cleveland 2") herausgaloppiert, der Omri mit seinen rassistischen Ansichten über Indianer Litefoot zum Kochen bringt. In der Folge lernt er, seine Meinung zu revidieren, da jeder vom anderen lernen kann, wobei die Herkunft keine Rolle spielt. Omri begreift, daß seine Miniaturfreunde keine Spielzeuge sind und er eine wichtige Entscheidung treffen muß. Mit seiner positiven Botschaft über die Wichtigkeit, Verantwortung für seine Handlungen zu übernehmen, kann man dem familienorientierten Fantasy-Abenteuer gute Absichten nicht in Abrede stellen, lediglich die Ausführung wirkt dramaturgisch bisweilen ein wenig zähflüssig. Den größten Kick werden Kinder zweifellos aus den kontrastierenden Größenverhältnissen beziehen. Die ausgereiften Spezialeffekte der Kennedy/Marshall-Produktion wurden von George Lucas' Industrial Light & Magic unter der Leitung von Eric Brevig (Oscar für "Total Recall") in einer Proportion von eins zu 24 realisiert. Die Musik, die dem simpel gehaltenen Grundton des Films nicht immer entspricht, stammt von Randy Edelman. Dies ist ein lehrreiches und phantasieanregendes Abenteuer, das zwar nicht überragend spannende, dafür aber qualitativ ansprechende Familienunterhaltung bietet, die besonders kleine Kinder in ihren Bann ziehen dürfte. ara.

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Info

Plakat des Films: Der Indianer im Küchenschrank

Kinostart: 07.12.1995

USA 1995

Länge: 1 h 36 min

Genre: Fantasy

Originaltitel: The Indian in the Cupboard

Regie: Frank Oz

Drehbuch: Melissa Mathison

Musik: Randy Edelman

Produktion: Kathleen Kennedy, Frank Marshall, Jane Startz

Kamera: Russell Carpenter