Mitreißendes, relativ konventionell inszeniertes Drama um die Ich-Suche eines Genies aus der Arbeiterklasse.

Kinostart: 19.02.1998

Matt Damon

Matt Damon
als Will Hunting

Robin Williams

Robin Williams
als Sean McGuire

Szenenbild aus Der gute Will Hunting mit Ben AffleckBen Affleck

Ben Affleck
als Chuckle

Minnie Driver
als Skylar

Stellan Skarsgård
als Lambeau

Casey Affleck
als Morgan

Cole Hauser
als Billy

Die Handlung von Der gute Will Hunting

Obwohl Will Hunting aus der Arbeiterklasse stammt und sich dort auch sehr wohlfühlt, ist er ein Mathegenie, der auch die schwierigsten Aufgaben spielend löst. Der ambitionierte Professor Lambeau wird auf den Jungen aufmerksam und erspart dem jähzornigen Will einen Gefängnisaufenthalt nach einer Schlägerei, indem er ihn zur Therapie zu dem emotional ebenfalls vernarbten Professor McGuire schickt.

Wild, rebellisch, charismatisch und genial - diese Eigenschaften zeichnen Will Hunting, einen jungen Mann der Bostoner Arbeiterklasse, aus. Obwohl er sich als Hilfsarbeiter durchs Leben schlägt, kann er dank seines überragenden IQ Mathematik-Probleme lösen, die selbst Nobel-Preis-Träger zur Verzweiflung bringen. Als er eines Tages mit dem Gesetz in Konflikt gerät, hat er die Wahl: Gefängnis oder Therapie. So lernt er den College-Professor Sean McGuire kennen, der alles daran setzt, Will gegen dessen Willen in die Gesellschaft zu integrieren.

Der ambitionierte Professor Lambeau wird auf einen Jungen aufmerksam und erspart dem jähzornigen Will einen Gefängnisaufenthalt nach einer Schlägerei, indem er das Mathegenie zur Therapie zu dem emotional ebenfalls vernarbten Professor McGuire schickt. Mitreißendes, relativ konventionell inszeniertes Drama.

Kritik zu Der gute Will Hunting

Für die beiden aufstrebenden jungen Schauspieler und langjährigen Freunde Matt Damon ("Der Regenmacher") und Ben Affleck ("Chasing Amy") stellt die Verfilmung ihres gemeinsam geschriebenen Drehbuchs die Erfüllung eines Traums dar. Das anrührende, dank der intelligenten Inszenierung Regisseurs Gus Van Sant ("Drugstore Cowboy", "To Die For") nicht übermäßig sentimentale Drama handelt von einem jungen, problembeladenen Genie (Damon) aus dem Arbeiterklasse-Milieu, das sich mit seinem Psychotherapeuten (Robin Williams) einen ausgedehnten Willenskampf liefert und erzählt eine an sich altbekannte Geschichte als Ode an die Arbeiterklasse auf eine derart überzeugende Weise, daß sich der Berlinale-Beitrag auch berechtigte Außenseiter-Chancen am Oscar-Abend ausrechnen darf.

Will Hunting jobbt als Reinigungsmann an der MIT in Boston. Doch der als Kind mißbrauchte Waise verfügt über außergewöhnliche Begabungen, die in keinem Verhältnis zu seiner Herkunft und seiner Beschäftigung stehen: er hat ein fotografisches Gedächtnis und die Fähigkeit, die schwierigsten mathematischen Aufgaben im Handumdrehen lösen zu können. Der ambitionierte Professor Lambeau (Stellan Skarsgard aus "Breaking the Waves" und "Amistad") nimmt ihn unter seine Fittiche und erspart dem jähzornigen Will nach einer Schlägerei einen Gefängnisaufenthalt. Zudem muß Will einwilligen, an Therapiesitzungen mit dem emotional nicht minder vernarbten Collegeprofessor Sean McGuire (Williams) teilzunehmen. Der aus einem ähnlichen sozialen Background stammende McGuire wird von dem sarkastischen Will an die eigenen Grenzen getrieben, doch schließlich ist er es, der den schier undurchdringlichen Schutzpanzer seines Patienten durchbricht. Es entfaltet sich eine Coming-of-Age-Story, die für den Titelhelden eine Reise ins eigene Ich darstellt. Auf der einen Seite ist er emotional seinen Kumpeln aus dem irischen Arbeiterviertel verhaftet, andererseits bringt ihn seinGenie mit einer kontrastierenden, akademischen Welt in Berührung. Für zusätzliche Sprengkraft sorgt Wills Liebe zu einer Harvardstudentin (Minnie Driver), denn seine übermächtigen Verlustängste lassen die fragile Beziehung auf dünnem Eis balancieren.

Es sind vor allem die superben schauspielerischen Leistungen (allen voran Williams in einer ernsthaften Darstellung, die an seine eindringliche Rolle in "Der Club der toten Dichter" erinnert), die das Psychogramm über manches Drehbuchklischee hinwegheben. Nicht hundertprozentig glaubhaft wirkt der Umstand, daß es sich bei dem guten Titelhelden um ein Mathegenie von Einsteinschen Ausmaßen handeln soll, der trotz schier unbegrenzter Möglichkeiten nicht mehr Ambitionen hat, als als Putzmann zu arbeiten. Daß "Good Will Hunting" trotz manch naseweiser Dialoge geradezu unwiderstehlich auf sein Publikum wirkt, ist sicherlich der für seine Verhältnisse ausgesprochen konventionellen Regie von Gus Van Sant zu verdanken, der es aber nicht versäumt, sein blendendes Gespür für junge Außenseiter und ein Höchstmaß an Authentizität stets beinahe körperlich spürbar zu machen. Mit Wills bestem Freund (Ben Affleck als sympathischer Proll, der sich die beste Szene des Films auf den Leib schrieb) schlägt er zudem beinahe genial die Brücke zum Publikum, das sich mit dem bodenständigen Buben sicherlich besser identifizieren kann als mit dem titelgebenden Wunderkind. Das amerikanische Publikum spricht dem Problemfilm über komplexe Beziehungen jedenfalls begeistert zu. ara.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 19.02.1998

USA 1997

Länge: 2 h 6 min

Genre: Drama

Originaltitel: Good Will Hunting

Regie: Gus Van Sant

Drehbuch: Matt Damon, Ben Affleck

Musik: Danny Elfman

Produktion: Lawrence Bender

Kostüme: Beatrix Aruna Pasztor

Kamera: Jean-Yves Escoffier

Schnitt: Pietro Scalia

Ausstattung: Melissa Stewart

Auszeichnungen

3 Oscars: 2 Golden Globes: 1 x Berlinale:
  • Silberner Bär für eine hervorragende Einzelleistung:
    Matt Damon