Erfolgreiche US-Adaption des ungewöhnlichen japanischen Gruselschockers im Stil von "Ringu".

Kinostart: 03.03.2005

Sarah Michelle Gellar

Sarah Michelle Gellar
als Karen Davis

Jason Behr

Jason Behr
als Doug

KaDee Strickland

KaDee Strickland
als Susan Williams

Clea DuVall
als Jennifer Williams

William Mapother
als Matthew Williams

Grace Zabriskie
als Emma Williams

Bill Pullman
als Peter Kirk

Ted Raimi
als Alex

Rosa Blasi
als Maria Kirk

Ryo Ishibashi
als Detective Nakagawa

Yoko Maki
als Yoko

Takako Fuji
als Kayako Saeki

Yuya Ozeki
als Toshio Saeki

Takashi Matsuyama
als Takeo

Hiroshi Matsunaga
als Igarashi

Handlung

Wenn Austauschstudentin Karen (Sarah Michelle Gellar), Amerikanerin im fremden Tokio, nicht gerade für die Uni büffelt, vertreibt sie sich die Zeit im Rahmen eines Sozialprojektes und sieht zum Beispiel nach der bettlägerigen Emma (Grace Zabriskie). In deren Haus scheinen merkwürdige Dinge vorzugehen. Schon bald macht auch Karen Bekanntschaft mit jenem geheimnisvollen weiblichen Geist, der die Menschen dort zu Tode erschreckt. Nachforschungen auf eigene Faust führen zu einem weiteren Gastamerikaner (Bill Pullman), der jedoch schon lange tot ist.

"The Ring" lässt schön grüßen, wenn im neuesten Hollywood-Remake eines japanischen Gruselschockers Buffy persönlich dem obligaten Girlie-Scheusal aus dem Jenseits entgegen tritt. Takashi Shimizu, Regisseur des Originals, inszenierte erneut.

Im Rahmen ihres Austauschstudiums in Tokio absolviert die blonde Karen ein Sozialpraktikum im Haus einer bettlägrigen alten Dame. Vom ersten Moment an hat Karen das Gefühl, dass in dem Haus etwas nicht stimmt. Sie hört seltsame Geräusche, findet einen im Schrank eingesperrten Jungen und sieht ein grauenvolles weibliches Gespenst, das an den Wänden entlang kriecht und die Patientin zu Tode erschreckt. Karen beginnt, Nachforschungen anzustellen, um dem Rätsel auf den Grund zu gehen.

Was haben ein Universitäts-Professor, eine japanische Familie, mehrere in Tokio lebende Amerikaner, drei Polizisten und die attraktive Karen gemeinsam? Die junge Pflegerin entdeckt die grausige, mystische Verbindung zwischen all diesen Personen, als sie in das Haus der Williams' gerufen wird, um die an Demenz leidende, verängstigte Emma zu betreuen. Etwas scheint hier nicht zu stimmen, seltsame Geräusche dringen aus einem Wandschrank. Karen macht sich daran, das mörderische Geheimnis des Gebäudes zu lüften.

Kritik

Nach "Ringu" wurde mit "Ju-On" ein weiterer japanischer Gruselschocker für das suburbane Shoppingmalls frequentierende Massenpublikum neu adaptiert. Wie Naomi Watts in "Ring" übt sich hier mit Ex-"Buffy" Sarah Michelle Gellar eine Blondine detektivisch dunkel-diabolischer Geheimnisse der Vergangenheit. Ein Teil der mysteriös-subtilen Atmosphäre des Originals ist auch bei dieser amerikanischen Übersetzung unweigerlich verloren gegangen. Dennoch verbreitet der klassisch konzipierte Haunted-House-Thriller allemal genügend ungewöhnlichen Grusel, so dass das US-Publikum in Halloween-Stimmung Sony ein fast schon übernatürlich anmutendes 40 Mio. Dollar-Boxoffice-Geschenk bescherte.

Wie schon bei der Originalreihe übernahm bei dem von der einstigen Horrorikone Sam Raimi ("Spider-Man") produzierten und von dessen Ghost House Pictures gemeinsam mit Senator International - damals noch unter der Ägide von Hanno Huth - initiierten Remake Takashi Shimizu die Regie, für den "The Grudge" nach zwei "Ju-On"-Videopics und den beiden darauf basierenden Spielfilmen ("Ju-On: The Grudge" und "Ju-On: The Grudge 2" sind in Deutschland lediglich als Videopremieren auf DVD erhältlich) bereits den fünften Eintrag in die von ihm verfasste Schauer-Saga darstellt. Für seine US-Version arbeitet er mit einem Drehbuch von Newcomer Stephen Susco, wobei Tokio als Spielort aufrechterhalten wurde. Statt einer japanischen Protagonistin ist jedoch "Buffy"-Girl Gellar als Austauschstudentin Karen zur Stelle. Ihr Sozialpraktikum führt sie zum Haus einer bettlägrigen amerikanischen alten Dame, die zumeist nur katatonisch an die Decke starrt. Vom ersten Moment an hat Karen das Gefühl, dass in dem Haus etwas nicht stimmt. Sie hört seltsame Geräusche, findet einen im Schrank eingesperrten kleinen Jungen und sieht schließlich ein grauenvolles weibliches Gespenst (Takako Fuji aus dem Original) im Kabuki-Furien-Look, das an den Wänden entlang kriecht und die Patientin regelrecht zu Tode erschreckt. Karen kommt mit dem Leben davon und beginnt eigene Nachforschungen anzustellen, um dem tödlichen Rätsel auf den Grund zu gehen. Keine Sekunde zu früh, denn die übel meinende Präsenz scheint alle, die mit ihr in Kontakt gekommen sind, auch außerhalb des Geisterhauses zu verfolgen und an den Kragen gehen zu wollen.

Eine weitere Parallele zu "Ring" ist das garstig grollende Gespenst. Nicht nur ist ihm zu Lebenszeiten ebenfalls ein unsagbares Unrecht widerfahren, sondern es verfügt auch über ähnliche Bewegungsmuster und über die gleichen langen, ins Gesicht hängenden schwarzen Haare. Eine Szene, in der es sich auf einem Sicherheitsmonitor manifestiert, ist geradezu eine Hommage an das Erfolgsvorbild. Noch ausgedehnter als bei seinem cineastischen Cousin wird die Story von "The Grudge" in Rückblenden und zeitversetzten Puzzlestücken erzählt, womit dem hauchdünnen Plot zumindest ein Anschein von mehr Substanz verliehen wird. Regisseur Shimizu hat indes keine Schwierigkeiten, traditionelle Schockmomente einzubauen, die von dem innovativen Soundtrack mit einer breiten Palette an verstörenden Geräuscheffekten (wie dem gutturalen Schnarren der Furie) und kakophonischer Instrumentierung untermalt werden. Allerdings könnte ein Teil des "Scream"- und "Scary Movie"-geschulten Zuschauer angesichts all der typischen Horrorklischees (knarrende Fußböden, naives Hineintapsen in gefährliche dunkle Winkel, etc.) in unbeabsichtigte Erheiterung ausbrechen. ara.

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Info

Plakat des Films: Der Fluch - The Grudge
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 03.03.2005

Japan/USA 2004

Länge: 1 h 32 min

Genre: Horror

Originaltitel: The Grudge

Regie: Takashi Shimizu

Drehbuch: Stephen Susco

Musik: Christopher Young

Produktion: Sam Raimi, Robert G. Tapert, Takashige Ichise

Kostüme: Shawn Holly Cookson

Kamera: Hideo Yamamoto

Schnitt: Jeff Betancourt

Ausstattung: Iwao Saito, Kyoko Yauchi

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