Thriller um eine Anwältin, die einen Pfarrer vor Gericht verteidigt, der an einem jungen Mädchen eine tödliche Teufelsaustreibung vollzogen hat.

Kinostart: 24.11.2005

Laura Linney

Laura Linney
als Erin Bruner

Tom Wilkinson

Tom Wilkinson
als Pfarrer Richard Moore

Campbell Scott

Campbell Scott
als Ethan Thomas

Colm Feore
als Karl Gunderson

Jennifer Carpenter
als Emily Rose

Mary Beth Hurt
als Richterin Brewster

Shohreh Aghdashloo
als Dr. Adani

Joshua Close
als Jason

Kenneth Welsh
als Dr. Mueller

Henry Czerny
als Dr. Briggs

Duncan Frazer
als Dr. Cartwright

JR Bourne
als Ray

Steve Archer
als Mann in Bar

Arlene Belcastro
als Betende Frau

Die Handlung von Der Exorzismus von Emily Rose

Eine neunzehnjährige Studentin stirbt bei einer offiziellen Teufelsaustreibung der Katholischen Kirche. Anwältin Erin Bruner (Laura Linney) übernimmt die Verteidigung von Priester Moore (Tom Wilkinson), der das kontroverse Ritual leitete. Moore weigert sich, irgendeine Schuld einzugestehen und möchte im Rahmen der Gerichtsverhandlung seine Sicht der Dinge darlegen. In dem forschen Staatsanwalt Ethan Thomas (Campbell Scott), einem überzeugten Methodisten, finden er und Erin jedoch einen zähen Gegner.

Eher ein nach "Rashomon"-Vorbild verschachteltes Courtroom-Drama als ein typischer Horrorthriller ist dieser lose an wahre Vorkommnisse aus dem Deutschland der 70er Jahre angelehnte, erste Boxoffice-Hit des US-Kino-Herbstes 2005.

Anwältin Erin Bruner übernimmt die Verteidigung eines Priesters, der bei der Durchführung eines Exorzismus' einer angeblich vom Teufel besessenen 19-Jährigen deren Tod fahrlässig herbeigeführt haben soll. Der Pfarrer besteht darauf, vor Gericht die wahre Geschichte der verstorbenen Emily Rose zu erzählen, während sich um seine Verteidigerin herum immer mehr mysteriöse Dinge zutragen.

Ein Priester hat bei der angeblich vom Satan besessenen Emily Rose einen Exorzismus durchgeführt. Wenig später stirbt das 19-jährige Mädchen. Daraufhin wird der Pfarrer wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Dessen Verteidigung übernimmt Anwältin Erin Bruner, eine überzeugte Agnostikerin, die aber schon bald an ihrem Unglauben zu zweifeln beginnt. Denn während der Priester vor Gericht die wahre Geschichte der verstorbenen Emily Rose zu erzählen beginnt, geschehen im Umfeld der Verteidigerin immer merkwürdigere Dinge.

Kritik zu Der Exorzismus von Emily Rose

Der erste Boxoffice-Hit des US-Kino-Herbsts 2005: Eine clevere Verbindung von Gerichtsdrama und Horrorfilm, nach einer wahren Begebenheit.

1976, kurz nachdem der Film "Der Exorzist" weltweit eingeschlagen hatte, sorgte der Fall einer deutschen Studentin für Aufsehen, die vom Teufel besessen zu sein schien und von einer Gruppe bayerischer Pfarrer "behandelt" wurde. Nach dem "Rashomon"-Prinzip enthüllt der Film das tragische Ende des Mädchens. Anwältin Erin Bruner (Laura Linney) übernimmt die Verteidigung eines Priesters (Tom Wilkinson), der bei der Durchführung eines Exorzismus' einer angeblich vom Teufel besessenen 19-Jährigen (Jennifer Carpenter) deren Tod fahrlässig herbeigeführt haben soll. Der Pfarrer besteht darauf, vor Gericht die wahre Geschichte der verstorbenen Emily Rose zu erzählen, während sich um seine Verteidigerin herum zur "Geisterstunde" (drei Uhr nachts) immer mehr mysteriöse Dinge zutragen.

Die Drehbuchautoren Paul Harris Boardman und Regisseur Scott Derrickson ("Hellraiser V: Inferno") bringen geschickt alle objektiven Fakten in den ersten 15 Minuten ihres straffen Skripts unter und widmen sich dann der Konfrontation der subjektiven Sichtweisen auf das Geschehen, über das letztlich die Jury im Gerichtssaal, aber vor allem Laura Linneys rasch an ihrem Unglauben zweifelnde Agnostikerin Erin Bruner ihr Urteil fällen müssen. Die Anschauungen des methodistischen Staatsanwalts (Campbell Scott) werden dabei ebenso überzeugend vorgebracht wie die der Wissenschaftlerin (Shohreh Aghdashloo) und des vermeintlich besessenen Opfers. Im Grunde ein höchst konventionelles Gerichtsdrama mit den üblichen Elementen (die Suche nach Experten für den Zeugenstand in letzter Sekunde, abgelehnte Einsprüche, Diskussionen mit der Richterin), entwickelt "Der Exorzismus von Emily Rose" eine angenehm fesselnde Wirkung, indem er die Schilderungen der Zeugen im Gerichtssaal als Rückblenden auf die Geschichte der Emily Rose inszeniert und darin reichlich Gelegenheit zu Gruselmomenten und durchaus expliziten Horrorszenen findet. Die haben nicht ganz die nachhaltige Wirkung von "Der Exorzist", deren Vergleichbarkeit im Titel aufgedrängt wird, profitieren aber weniger von CGI-Effekten als von der körperlichen Performance von Jennifer Carpenter und der old-school-mäßigen und effektiven Licht- und Farbsetzung - allein der Farbe Orange müsste hier ein eigener Darstellercredit zuteil werden. Abgesehen davon, dass sich die Autoren letztlich wenig Mühe geben, selbst eine rationale Erklärung für die Phänomene zu finden und sich schnell dem Glauben ergeben, das Böse sei immer und überall, bleibt dies - möglicherweise ja auch ob dieser Beobachtung - der wohl gruseligste Gerichtsfilm aller Zeiten. deg.

Wertung Questions?

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
2
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
5
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Der Exorzismus von Emily Rose
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 24.11.2005

USA 2005

Länge: 1 h 59 min

Genre: Thriller

Originaltitel: The Exorcism of Emily Rose

Regie: Scott Derrickson

Drehbuch: Scott Derrickson, Paul Harris Boardman

Musik: Christopher Young

Produktion: Gary Lucchesi, Tom Rosenberg, Tripp Vinson, Paul Harris Boardman

Kostüme: Tish Monaghan

Kamera: Tom Stern

Schnitt: Jeff Betancourt

Ausstattung: David Brisbin, Sandi Tanaka

Website: http://www.emily-rose.de