Visuell polierter Thriller über eine virtuelle Zeitmaschine, mit der sich ein Terroranschlag aufklären und vielleicht sogar verhindern lässt.

Kinostart: nicht bekannt

Denzel Washington

Denzel Washington
als Doug Carlin

Paula Patton

Paula Patton
als Claire Kuchever

Val Kilmer

Val Kilmer
als Agent Pryzwarre

James Caviezel
als Carroll Oerstadt

Adam Goldberg
als Denny

Elden Henson
als Gunnars

Bruce Greenwood
als Jack McCready

Erika Alexander
als Shanti

Matt Craven
als Minuti

Elle Fanning
als Abbey

Rich Hutchman
als Agent Stalhut

Donna W. Scott
als Beth

Die Handlung von Déjà Vu - Wettlauf gegen die Zeit

In New Orleans explodiert eine Bombe und versenkt ein ganzes Passagierschiff. Bei dem verheerenden Attentat sterben Hunderte Fahrgäste. Wer hinter dem Terroranschlag steckt, soll der erfahrene ATF Agent Doug Carlin (Denzel Washington) vor Ort untersuchen. Doch Carlin sichert nicht nur Beweise, er hatte bereits vorab eine Vision von dem Anschlag. Darin verliebte er sich in die geheimnisvolle Claire (Paula Patton), die später ums Leben kam. Dringlichst sucht Carlin nach einer Möglichkeit, die Opfer zu retten - und entdeckt Erstaunliches.

Actionintensiver Zeitreise-Thriller, den Tony Scott ("Staatsfeind Nr. 1") in zeitgemäßen Hochglanz verpackt und Magnat Jerry Bruckheimer ("Armageddon") mit dem nötigen Kleingeld für Stars und Show versorgt.

Als Agent Carlin den Terroranschlag auf eine Fähre untersucht, wird er von einem Spezialistenteam rekrutiert. Mit Hilfe einer Hi-Tech-Entwicklung ist es möglich, virtuell in die Vergangenheit zu reisen, die letzten Tage eines Opfers detailliert zu beobachten, das der Schlüssel zur Ermittlung des Täters ist. Als sich Carlin in die schöne Unbekannte verliebt, versucht er, das Schicksal zu überlisten.

Bei einem Terrorangriff in New Orleans werden eine Fähre und über 500 Marinesoldaten in Stücke gerrissen. Mit der Aufklärung des Verbrechens wird Agent Doug Carlin betraut, der bald eine heiße Spur verfolgt und sich in der Wohnung eines Opfers zur eigenen Verblüffung auf deren Anrufbeantworter wiederfindet. Die nächste Überraschung: Das FBI hat eine Methode entwickelt, mit der sich exakt viereinhalb Tage in die Vergangenheit sehen lässt - genug Zeit für Doug, die Frau zu retten und die Attacke zu verhindern?

Kritik zu Déjà Vu - Wettlauf gegen die Zeit

Nach dem Dämpfer von "Domino" markiert ein Actionthriller mit Sci-Fi-Touch Tony Scotts Rückkehr zum Hi-Tech-Entertainment.

Zum sechsten Mal kommt es zur Powerpaarung mit Produzent Jerry Bruckheimer, zum dritten Mal steht Denzel Washington hinter Scotts Kamera. Auslöser für dieses Veteranentreffen ist ein Drehbuch, das Bruckheimer fünf Millionen Dollar und eine visuell gewohnt glanzpolierte Umsetzung wert war. "Déjà Vu" ist dabei nicht ausgeschlossen, wenn sich Vorläufer wie "Frequency" oder "Minority Report" bruchstückhaft in Erinnerung rufen. Doch mehr als absolute Originalität aktivierte Bruckheimers Hitsensor wohl der Zeitbezug, die Verwundbarkeit Amerikas und die futuristische dramaturgische Note, die in Zeiten des Terrors Hoffnung offeriert. "Déjà Vu" ist aus dem Gefühl von Ohnmacht geboren, signalisiert aber verschlüsselt, dass Passivität keinen Ausweg bietet.

Medium für diesen Gedanken ist Bombenspezialist und ATF-Agent Doug Carlin (Washington), der in New Orleans die Explosion einer voll besetzten Fähre aufklären soll. Schnell entdeckt er Indizien für einen terroristischen Hintergrund und die Bedeutung einer am Ufer gefundenen Frauenleiche für die Ermittlung des Täters. Claire (Paula Patton) starb zwei Stunden vor der Detonation - von dem Mann entführt und ermordet, der auch die Bombe legte. In ihrer Wohnung sucht Carlin Hinweise auf den Unbekannten und entdeckt Mysteriöses. Ohne es sich erklären zu können, findet er auf ihrem Anrufbeantworter eine Nachricht von sich und darüber hinaus den mit Magnetbuchstaben arrangierten Schriftzug "Du kannst sie retten."

Wie die Tote, diese Hinweise und das Attentat zusammenhängen, entschlüsselt sich im Laufe des Plots, der sein Sci-Fi-Element kurz nach Carlins Wohnungsvisite einführt. Einem Spezialistenteam ist es gelungen, virtuell ein Fenster in die Vergangenheit zu öffnen. Dank einer revolutionären Hi-Tech-Entwicklung kann man exakt 4 1/2 Tage zurückschauen, innerhalb eines limitierten Radius' jeden Ort, jede Person in intimster Nähe beobachten. Den anfallenden Technobabble um Wurmlöcher, gedehnten Raum und parallele Universen kann man als Zuschauer, der schließlich auch schon die Kalibrierung von Warpspulen akzeptiert hat, auf den Kern reduzieren: eine innovative Zeitmaschine. Weil das Team um Carlin sich auf die letzten Tage Claires konzentriert, ihr dabei über große Screens bis unter die Dusche folgen kann, erfüllt sich in diesen Sequenzen ein Voyeurstraum, mit dem schon Paul Verhoevens "Hollow Man" spielte. Gleichzeitig thematisiert Scott damit nach "Staatsfeind Nr. 1" erneut Totalüberwachung, die jetzt jedoch größere Rechtfertigung erfährt.

Unverändert blieb sein stilistisches Arsenal von Blitzzooms, Speedschwenks, Digitricks und agiler Kamera, um den Zuschauer in den Film zu ziehen. Weil Beobachten ein zu passives Element für einen Thriller ist, findet das Skript Möglichkeiten zum Ausbruch. So wird der entdeckte, aber außer Reichweite geratene Täter von Washington mit einer mobilen Version des Systems auf der Straße verfolgt und gejagt. Und schließlich kann Carlin sogar körperlich in die Vergangenheit reisen, um die schöne Frau vom Bildschirm und vielleicht auch die anderen Opfer vor ihrem Schicksal zu retten. Auch wenn mit der Überwindung der physikalischen Gesetze auch die der Logik außer Kraft gesetzt werden und "Déjà Vu" wie die meisten Zeitreisefilme ein Gehirnverdreher ohne Auflösungsgarantie ist, unterhält Scotts glänzend besetzter Film spannend und visuell ansprechend. Zumindest in diesem Universum. kob.

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Info

Plakat des Films: Déjà Vu - Wettlauf gegen die Zeit
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: nicht bekannt

USA 2006

Länge: 2 h 7 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Déjà Vu

Regie: Tony Scott

Musik: Harry Gregson-Williams

Produktion: Jerry Bruckheimer

Kostüme: Ellen Mirojnick

Kamera: Paul Cameron

Schnitt: Chris Lebenzon

Ausstattung: Chris Seagers