Action-Thriller um die Katastrophen auf der Ölbohrinsel "Deepwater Horizon" 2010 mit Kurt Russell und Mark Wahlberg.

Kinostart: 24.11.2016

Mark Wahlberg

Mark Wahlberg
als Mike Williams

Kurt Russell

Kurt Russell
als Jimmy Harrell

Dylan O'Brien

Dylan O'Brien
als Caleb Holloway

Kate Hudson
als Felicia Williams

John Malkovich
als Vidrine

Gina Rodriguez
als Andrea Fleytas

Handlung

Die Deepwater Horizon ist eine der größten Ölbohranlagen vor der US-Küste. 2010 steht sie kurz davor, einen Rekord zu brechen: Über 100 Millionen Barrel Öl sollen aus dem Golf von Mexiko gefördert werden.

Die Chef-Techniker Mike Williams (Mark Wahlberg) und Jimmy Harrell (Kurt Russell) bereiten mit ihren Teams die Bohrung vor. Ein Test zeigt, dass der Druck auf das Bohrloch viel zu hoch ist.

Die Crew drängt auf Abbruch, doch es ist zu spät: Gas und Öl schießen mit enormer Gewalt an die Oberfläche und lösen mehrere Explosionen aus.

Über 120 Menschen sind auf der brennenden Plattform eingeschlossen, Millionen Tonnen Öl strömen unkontrolliert ins Meer. Das Worst-Case-Szenario ist eingetreten, ein sogenannter "Blowout", den der BP-Konzern immer für unmöglich erklärte.

Unter Einsatz ihres Lebens versuchen Williams und seine Männer, Verletzte zu evakuieren, Überlebende zu retten und eine der schwersten Umweltkatastrophen zu verhindern.

Für seinen Katastrophen-Thriller nach einer wahren Begebenheit rekonstruiert Blockbuster-Spezialist Peter Berg ("Lone Survivor") die dramatischen letzten Stunden auf der Ölplattform und insziniert einen hochexplosiven Wettlauf gegen die Zeit als bildgewaltiges Action-Spektakel.

Topstars wie Mark Wahlberg und Kurt Russel verleihen den packenden Geschichten echter Helden Größe. Pure Gänsehautmomente.

Kritik

Regisseur Peter Berg legt in seinem Katastrophenthriller den Fokus voll auf packende Action - die Folgen des Unglücks streift der Film nicht im Ansatz.

Der 20. April 2010 markiert eine der größten Umweltkatastrophen der Geschichte: Aufgrund schwerster Versäumnisse geriet die von Transocean für den Ölgiganten BP betriebene Explorationsplattform Deepwater Horizon nach einem sogenannten Blowout in Brand. Elf Arbeiter verloren an diesem Tag ihr Leben, geschätzte 800 Millionen Liter Rohöl strömten in den Golf von Mexiko - mit verheerenden Folgen für die Umwelt. 2015 einigte sich der BP-Konzern mit der US-Regierung auf Zahlungen in Höhe von rund 18,7 Mrd. Dollar, den bis dahin höchsten jemals ausgehandelten Schadensersatz.

Stoff für eine filmische Aufarbeitung liefert das Unglück somit wahrlich mehr als genug. Dass der ursprünglich vorgesehene Regisseur J.C. Chandor ("Der große Crash - Margin Call") noch vor Beginn der Dreharbeiten den Posten an Actionspezialist Peter Berg ("Battleship", "Lone Survivor") abgab, ließ indes bereits ahnen, dass Deepwater Horizon weniger in Richtung Wirtschaftskrimi tendieren würde, als sich vielmehr in die Riege klassischer Katastrophenthriller einzureihen. Tatsächlich reicht es für die immensen ökologischen und wirtschaftlichen Folgen der Ölpest noch nicht einmal zur Randnotiz. Berg legt seinen Fokus voll auf das Geschehen aus Sicht der Menschen an Bord der Plattform, ohne sich dabei mit allzu viel Hintergrund zu beschweren. Der Film hält sich nur mit dem Nötigsten an Exposition auf, gut die Hälfte seiner Laufzeit wird der GAU auf hoher See geradezu minutiös nachgezeichnet, bis schließlich Pyrotechnik und CGI-Flammen zur Höchstform auflaufen dürfen. Die titelgebende Plattform ist mithin der wichtigste Protagonist in Deepwater Horizon - und ihr Niedergang ist handwerklich perfekt inszeniert. Gelegentlich mag sich der Eindruck aufdrängen, Berg habe seinen Helden einmal mehr bisweilen geradezu übermenschliche Kräfte verliehen; diverse Berichte damals Betroffener bestätigen jedoch wichtige, teils geradezu unglaubliche Details des Films. Ohnehin ist die leichte Überzeichnung zu verschmerzen - zumal das Drehbuch der von Mark Wahlberg und Kurt Russel angeführten Darstellerriege trotz knapper Charakterzeichnung genug Futter gibt, um den Zuschauer mit den Menschen im Auge des Feuersturms bis zum Schluss mitfiebern zu lassen. Einen zusätzlichen emotionalen Anker liefert Kate Hudson als bangende Ehefrau. Trotz der Konzentration auf persönliche Schicksale kommt das krachende Spektakel dann auch nicht ohne kritische Zwischentöne daher: Der Film bleibt - wenn auch vorwiegend auf die Person von John Malkovich als skrupellosem BP-Vertreter abstellend - wenig schuldig, was die Frage der Verantwortung betrifft. Und wenn Berg die Stars & Stripes im Schein des Infernos wehen lässt, darf man das guten Gewissens auch als einen erhobenen Mittelfinger an die Gier der Konzerne interpretieren.

Marc Mensch.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 24.11.2016

USA 2016

Länge: 1 h 48 min

Genre: Action

Originaltitel: Deepwater Horizon

Regie: Peter Berg

Drehbuch: Matthew Michael Carnahan, Matthew Sand

Produktion: Lorenzo di Bonaventura, Stephen Levinson, Mark Vahradian, David Womark

Website: http://www.studiocanal.de/kino/deepwater_horizon

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