Kinostart: 01.06.1995

Jason London
als Randall "Pink" Floyd

Szenenbild aus Dazed and Confused mit Milla JovovichMilla Jovovich

Milla Jovovich
als Michelle Burroughs

Rory Cochrane
als Ron Slater

Joey Lauren Adams
als Simone Kerr

Adam Goldberg
als Mike Newhouse

Shawn Andrews
als Kevin Pickford

Anthony Rapp
als Tony Olson

Marissa Ribisi
als Cynthia Dunn

Cole Hauser
als Benny O'Donnell

Wiley Wiggins
als Mitch Kramer

Ben Affleck
als Fred O'Bannion

Sasha Jenson
als Don Dawson

Parker Posey
als Darla Marks

Deena Martin
als Shavonne Wright

Matthew McConaughey
als David Wooderson

Nicky Katt
als Clint Bruno

Michelle Burke
als Jodi Kramer

Kim Krizan
als Ms. Ginny Stroud

Christine Harnos
als Kaye Faulkner

Mark Vandermeulen
als Tommy

Esteban Louis Powell
als Carl Burnett

Jeremy Fox
als Hirschfelder

Christin Hinojosa
als Sabrina Davis

Catherine Avril Morris
als Julie Simms

Julius Tennon
als Mr. Payne

Handlung

In einer amerikanischen Kleinstadt im Jahr 1976 zelebriert die Highschool-Clique um Pink, Darla, und Mitch den letzten Schultag. Neben der traditionellen Schikane der jüngeren Jahrgänge verbringt man seine Zeit damit, sich unbeschwert mit Alkohol und Drogen aller Art vollzupumpen und sich dabei so wenig Gedanken wie möglich um die Zukunft zu machen.

In einer amerikanischen Kleinstadt im Jahr 1976 zelebriert die Highschool-Clique um Pink, Darla, Shavonne und Mitch den letzten Schultag. Neben der traditionellen Schikane der jüngeren Jahrgänge verbringt man seine Zeit damit, sich unbeschwert mit Alkohol und Drogen aller Art vollzupumpen und sich dabei so wenig Gedanken wie möglich um die Zukunft zu machen. Die nächtliche Abschlußfeier im Park gerät dann auch vollends aus den Fugen, sogar die unteren Klassen dürfen kräftig mitmischen.

Mit wenig Aufwand und geringen finanziellen Mitteln beschreibt Regisseur Richard Linklater ("Slacker") treffsicher und ohne gängige Hippie-Klischees das Lebensgefühl seiner 70er-Generation, die sich unbeeinflußt von MTV und Computerkultur zu amüsieren wußte.

Kritik

Dank seines wunderschönen "Before Sunrise" (BF 6/95) und der Auszeichnung mit dem Regiepreis bei der Berlinale findet Richard Linklaters zweiter Film aus den Jahr 1993 20 Monate nach seiner US-Kinoauswertung (acht Mio. Dollar Einspiel) und ein halbes Jahr nach seiner deutschen Videopremiere unter dem abschreckenden Titel "Confusion - Sommer der Ausgeflippten" doch noch seinen Weg in unsere Lichtspielhäuser. Gut so: Mit traumwandlerischer Sicherheit fängt dieses präzise und gewitzte Hohelied auf das Jungsein in den vielgeschmähten siebziger Jahren die Riten amerikanischer Jugendlicher in einer texanischen Kleinstadt im unschuldigen Rausch von Sex, Drugs und Rock'n'Roll ein. Ein "American Graffiti" für die Schlaghosen-Generation sozusagen. Wie in seinen anderen Filmen verzichtet Linklater auf eine Handlung im klassischen Sinne: In beinahe dokumentarischem Stil folgt er einer Gruppe von zwei Dutzend Teenagern 24 Stunden lang durch den letzten Tag der Highschool vor den Sommerferien. Linklater ist hautnah aber nie aufdringlich dabei, wenn die Kids endlos die Straßen auf und ab fahren, absurde Mengen von Alkohol und Marihuana konsumieren, Baseball und Flipper spielen, flirten, knutschen und über Gott und die Welt reden. Jede Szene knistert vor Authentizität und Witz. Dieser Altman- artige Reigen kommt ohne Stars und Hauptpersonen aus. Auch wenn der Film lose immer wieder auf das Dilemma des gutaussehenden Pink zu sprechen kommt, der sich zwischen Football und Partyfeiern mit seinen Freunden entscheiden muß, gönnt Linklater all seinen Kleinstadthelden - vom stets zugekifften Späthippie Slater bis zum machomäßigen Aufreißer Wooderson - gleichermaßen viel Zeit auf der Leinwand. Auch wenn einige der Highschool- Riten (speziell die schmerzhafte Begrüßung der künftigen Highschool-Schüler durch die Abgänger) dem deutschen Publikum fremdartig vorkommen werden, kann man sich dem Charme dieses Füllhorns der Seventies-Zitate nur schwer entziehen. Bei Linklater stimmt jedoch nicht nur die Ausstattung, das Gehabe und die Musik. Hinter den dichten Marihuanaschwaden, coolen Sprüchen und laut dröhnenden FM-Radio-Rockhits von Ted Nugent bis Lynyrd Skynyrd versteckt sich eine schlaue Sittenkomödie. In den Siebziger- Jahre-Null-Bock-Kids hat der Regisseur die Ursprünge der Generation X entdeckt, die er mit seinem Erstling "Slacker" mit definierte. Zwischen Joints und Budweiser-Dosen wissen sie ganz genau, daß totale Verweigerung vielleicht nicht Freiheit bedeutet, aber doch jede Menge Spaß macht. Und das trifft einen Nerv, der auch den Teens von heute gefallen wird. ts.

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Info

Plakat des Films: Dazed and Confused

Kinostart: 01.06.1995

USA 1993

Länge: 1 h 34 min

Genre: Drama

Originaltitel: Dazed and Confused

Regie: Richard Linklater

Drehbuch: Richard Linklater

Produktion: Sean Daniel, Richard Linklater, James Jacks

Kostüme: Katherine Dover

Kamera: Lee Daniel

Schnitt: Sandra Adair

Ausstattung: John A. Frick, Jenny C. Patrick

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