Bewegende und modern erzählte Geschichte eines New Yorker Pärchens, das nach einer Tragödie vor dem Trümmerhaufen seiner Beziehung steht.

Kinostart: 27.11.2014

Jessica Chastain

Jessica Chastain
als Eleanor Rigby

Szenenbild aus Das Verschwinden der Eleanor Rigby mit James McAvoyJames McAvoy

James McAvoy
als Conor Ludlow

William Hurt

William Hurt
als Julian Rigby

Nina Arianda
als Alexis

Isabelle Huppert
als Mary Rigby

Jess Weixler
als Katy Rigby

Ciarán Hinds
als Spencer Ludlow

Bill Hader
als Stuart

Viola Davis
als Professor Lillian Friedman

Nikki M. James
als Sia

Handlung

Nach dem überraschenden Tod ihres Sohnes bricht die Beziehung zwischen Conor und Eleanor auseinander. Nach einem Selbstmordversuch kehrt sie New York den Rücken und versucht, bei ihren Eltern außerhalb der Stadt ihr Leben wieder zusammenzufügen. Conor will die Trennung nicht akzeptieren, wird aber abgelenkt, weil seine kleine Kneipe mit finanziellen Nöten zu kämpfen hat. Als er Eleanor zufällig auf der Straße wieder trifft, setzt er alles daran, sie dazu zu bewegen, ihrer Liebe noch einmal eine Chance zu geben.

Kritik

Sicherlich eines der ungewöhnlicheren Filmprojekte der letzten Jahre. Zunächst hatte Ned Benson seine Impressionen über Liebe und Trennung eines jungen Paares in New York als Versuchsanordnung beim Filmfestival in Toronto 2013 gezeigt, als zwei eigenständige, jeweils 90-minütige Filme, die die gleiche Geschichte erzählen, nur einmal aus der Sicht der Frau ("Her") und einmal aus der Sicht des Mannes ("Him") - Filme, die sich gegenseitig kommentieren, Leerstellen auffüllen, Fragen beantworten und neue Fragen aufwerfen und ganz wunderbar zeigen, wie Liebe durch die Finger rinnt und Sehnsucht bleibt. Aus diesen beiden Beiträgen montierte Benson im Anschluss "Them", eine integrale Version, die den subjektiven Blick aufgibt und von Außen betrachtet, wie der nicht weiter erklärte Tod eines Kindes zwei Menschen auseinandertreibt, die davon überzeugt waren, füreinander geschaffen zu sein.

Diese Fassung, die in Cannes 2014 in der Nebenreihe Un Certain Regard erstmals gezeigt wurde und regulär in die Kinos kommt, ist nicht ganz so gewagt und atemberaubend wie der ursprüngliche Pas de deux, aber genauso effektiv und bewegend. Weil es eine effektive und berührende Geschichte ist, die sich modern und klischeefrei mit dem befasst, was bleibt, wenn alles vorbei ist. Und weil man den Darstellern so gerne zusieht, wie sie sich durch ihr neues Leben nach der Katastrophe tasten und einen Neuanfang wagen. Er, das ist James McAvoy, der eine eher schlecht als recht gehende Kneipe im East Village betreibt und die Trennung von seiner Frau Eleanor nicht akzeptieren will. Sie, das ist Jessica Chastain, die nach einem Selbstmordversuch zu ihren Eltern außerhalb der Stadt flieht und ihr Leben wieder zusammenzusetzen versucht.

Immer wieder treffen sich die beiden, es kommt zu Annäherung und dann wieder Entfremdung und immer geht es um dieses "crazy little thing called love", das man haben will, aber nicht erzwingen oder festhalten kann. Das macht das Debüt von Ned Benson so sensationell: Er begreift das Leben als work in progress und hat einen Film geschaffen, der genau das zeigt und obendrein schwärmerisch, schwelgerisch, romantisch und wie das richtige Leben ist. Der Titel verweist übrigens weniger auf den Beatles-Song, sondern auf Haruki Murakamis romantischen Roman "Naokos Lächeln", der in der US-Fassung ebenso einen Beatles-Song ("Norwegian Wood") als Titel hatte, ohne unmittelbar mit dem Lied zu tun zu haben. Es geht um ein Gefühl. Und das ist gut so. ts.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 27.11.2014

USA 2014

Länge: 2 h 3 min

Genre: Drama

Originaltitel: The Disappearance of Eleanor Rigby: Them

Regie: Ned Benson

Drehbuch: Ned Benson

Musik: Son Lux

Produktion: Jessica Chastain, Cassandra Kulukundis, Todd J. Labarowski, Emanuel Michael, Ned Benson

Kostüme: Stacey Battat

Kamera: Chris Blauvelt

Schnitt: Kristina Boden

Ausstattung: Kelly McGehee

Website: http://www.eleanorrigby-film.de

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