Routiniert gedrehter Thriller mit Bruce Willis als Beschützer eines jungen Rain Mans.

Kinostart: nicht bekannt

Bruce Willis

Bruce Willis
als Art Jeffries

Alec Baldwin

Alec Baldwin
als Lt. Colonel Nicholas Kudrow

Miko Hughes
als Simon

Chi McBride
als Tommy B. Jordan

Kim Dickens
als Stacey

Robert Stanton
als Dean Crandell

Carrie Preston
als Emily Lang

Bodhi Pine Elfman
als Leo Pedranski

John Carroll Lynch
als Martin Lynch

Peter Stormare
als Shayes

Lindsey Lee Ginter
als Peter Burrell

Kevin Conway
als Lomax

John Doman
als Supervisor Hartley

Richard Riehle
als Edgar Halstrom

Kelley Hazen
als Jenny Lynch

Handlung

Einem autistischen Jungen gelingt es zufällig, den supergeheimen Sicherheitscode Mercury zu knacken. Das ruft die Sicherheitspolizei unter Führung von Lt. Colonel Nicholas Kudrow auf den Plan, die die Pflegeeltern des Jungen tötet, ihn selbst aber nicht finden kann. Das gelingt dem desillusionierten FBI-Mann Art Jeffries, der Freundschaft mit dem Jungen schließt und ihn vor dem Zugriff der Killer schützt.

Der 9jährige, autistischen Simon knackt, ohne es zu wissen, einen neu entwickelten US-Sicherheitscode, den der Geheimdienst testhalber in einem Rätselheft plaziert hat, das zufällig die Lieblingslektüre des kleinen Zahlen-Genies darstellt. Um die Panne zu vertuschen - die Entschlüsselung des Mercury-Codes bringt das Leben zahlreicher Agenten in Gefahr -, setzt Sicherheitschef Nicholas Kudrow einen Killer auf den Jungen an. Dieser wird jedoch von dem FBI-Mann Art Jeffries beschützt, der schon bald die Ausmaße des Komplotts erkennt...

Routiniert gedrehter Thriller mit Bruce Willis als Beschützer eines jungen Rain Mans.

Kritik

Bruce Willis - ein Actionstar, der seine Erfolgsformel gefunden hat und daher seine Rollentypen zumeist nur geringfügig variiert. Letztlich spielt er in der ihm typischen, cool-spröden Art immer wieder den Jedermann-Held aus "Stirb langsam" - selbst als Bad Guy in dem Suspense-Thriller "Der Schakal" blieb er seinem Einzelkämpfer-Rollenstereotyp weitgehend treu. In dem solide gestrickten Actiondrama "Das Mercury Puzzle" stellt Willis nun erneut eine isolierte Figur dar, die ihren Opponenten als Einmann-Kampfmaschine Paroli bietet.

Als der neunjährige, autistische Junge Simon (Miko Hughes liefert eine recht glaubwürdige Darstellung als Rain Man Jr.) den Mercury-Code der nationalen Sicherheitsbehörde knackt, der zum Test in einem Rätselmagazin untergebracht war, schrillen beim Sicherheitschef Kudrow (Alec Baldwin einmal mehr als Bösewicht mit raspelnder Samtstimme) die Alarmglocken. Nicht nur seine professionelle Reputation, sondern auch das Leben von Tausenden von internationalen Undercover-Agenten steht damit auf dem Spiel. Also schickt der "Patriot" (O-Zitat) einen Killer, um Simon zu beseitigen. Zwar werden seine Eltern ermordet, doch der Junge kann sich verstecken. FBI-Agent Art Jeffries (Willis) - mit obligatorischer von Schuldkomplexen beladenen Vergangenheit - nimmt sich des psychisch gestörten Waisen an und befindet sich fortan ebenfalls im Kreuzfeuer der NSA.

Das Drehbuch nach dem Roman "Simple Simon" von Ryne Douglas Peardon führt mit dem kindlichen, emotional isolierten Protagonisten eine für das Genre ungewöhnliche Figur ein, die parallel zu Willis vereinsamtem FBI-Mann angelegt wurde. Das bleibt der einzige Funke von Originalität. In der Folge begnügt sich Regisseur Harold Becker - ein Suspense-Thriller-Spezialist mit Filmen wie "Sea of Love", "Malice" und "City Hall" - mit der Aneinanderreihung von überraschungslosen, wenn auch soliden Actionsequenzen. Diese reichen von einer Autoverfolgungsjagd auf dem Freeway über eine Konfrontation im U-Bahnwagen zum Showdown auf einem Wolkenkratzerdach, samt ohrenbetäubend routierendem Hubschrauber. Das Drama indes weiß nicht wirklich zu überzeugen. Die Interaktion zwischen dem Agenten und dem Autisten besteht in erster Linie darin, daß Willis das kreischende Kind unter seinen muskulösen Arm klemmt und unverzagt zur Aktion schreitet. Der weibliche Alibi-Part wurde von Kim Dickens ("Zero Effect") übernommen, die als Wildfremde von Jeffries in einem Cafe angeredet wird und buchstäblich durch einen Augenaufschlag zur engsten Vertrauten avanciert. Plausiblität und nervenaufreibende Spannung sollte man sich von dem klischeedurchsetzten Krimireißer also nicht unbedingt erwarten. Bruce-Willis-Fans werden "Das Mercury Puzzle" wohl in erster Linie als leicht verdauliche Zwischenmahlzeit goutieren, bis ihr Lieblingsheld in dem aufwendigen Actionknaller "Armageddon" zu neuer Höchstform aufläuft, wenn er nach "Das fünfte Element" erneut die Erde vor dem Ende bewahren muß. ara.

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Info

Plakat des Films: Das Mercury Puzzle
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: nicht bekannt

USA 1998

Länge: 1 h 51 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Mercury Rising

Regie: Harold Becker

Drehbuch: Lawrence Konner, Mark Rosenthal

Musik: John Barry

Produktion: Brian Grazer, Karen Kehela

Kostüme: Betsy Heimann

Kamera: Michael Seresin

Schnitt: Peter Honess

Ausstattung: Patrizia Brandenstein, Steven Saklad, James F. Truesdale

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