"Sebastian" und "Pia" wollen heiraten und Freund "Daniel" nimmt die chaotischen Hochzeitsvorbereitungen auf Band auf. Locker-leichte Sommerkomödie im Mock-Reality-Doku-Stil von Sönke Wortmann.

Kinostart: 10.05.2012

Lisa Bitter

Lisa Bitter
als Pia

Marian Kindermann
als Sebastian

Martin Aselmann
als Daniel

Lucie Heinze
als Despair

Stefan Ruppe
als Fabian

Christiane Lemm
als Margarete von Stieglitz

Michael Abendroth
als Waldemar von Stieglitz

Susanne Tremper
als Lisa Schulz

Matthias Brenner
als Bruno Schulz

Jan-David Buerger
als Bernd

Mascha Kreisler
als Phyllis

Christoph Hofrichter
als Karsten

Simon Eckert
als Carlos

Milena Karas
als Kioko

Janina Sachau
als Mandy

Anna Kubin
als Biggi

Artus Matthiesen
als Pastor L

Elmira Bahrami
als Mona

Rainer Galke
als Standesbeamter

Handlung

Eigentlich steht der Traumhochzeit nichts im Weg - Pia und Sebastian sind verliebt, das Ambiente im noblen Schlosshotel passt, die Stimmung unter den Gästen könnte nicht besser sein. Sebastians Freund Daniel soll den großen Tag mittels Digicam festhalten. Doch was so rosig beginnt, läuft zusehends aus dem Ruder. Zuviel Alkohol, eine Stripperin, ein verschlafener Termin auf dem Standesamt, verlorene Eheringe... nicht zu vergessen Pias Ex, der unerwartet auftaucht - ein Pornodarsteller, einschlägig bekannt als "Carlos, die Keule".

Eigentlich steht der Traumhochzeit nichts im Weg - Pia und Sebastian sind verliebt, das Ambiente im noblen Schlosshotel passt, die Stimmung unter den Gästen könnte nicht besser sein. Sebastians Freund Daniel soll den großen Tag mittels Digicam festhalten. Doch was so rosig beginnt, läuft zusehends aus dem Ruder. Zuviel Alkohol, eine Stripperin, ein verschlafener Termin auf dem Standesamt, verlorene Eheringe... nicht zu vergessen Pias Ex, der unerwartet auftaucht - ein Pornodarsteller, einschlägig bekannt als "Carlos, die Keule".

Pia und Sebastian wollen den schönsten Tag ihres Lebens in einem Schlosshotel feiern, müssen aber miterleben wie der Spaß komplett aus dem Ruder läuft. Sönke Wortmanns erster Film seit "Die Päpstin" - eine betont auf No-Name gemachte Komödie im Stil gängiger Found-Footage-Filme.

Kritik

In Form einer Reality-TV-Show erzählt Sönke Wortmann in seiner turbulent-kurzweiligen No-Name-Komödie von einer Hochzeit, die aus dem Ruder läuft.

Eine Eheschließung ist im Kino angesagt, so will es Sönke Wortmann in seinem verqueren Romantik-Spaß "Das Hochzeitsvideo". Pia (Lisa Bitter) und Sebastian (Marian Kindermann) haben sich füreinander entschieden, mit einem rauschenden Fest soll der Bund fürs Leben geschlossen werden. Die Sonne lacht, die Location, ein schickes Schlosshotel, garantiert den festlichen Rahmen, die zahlreich erschienenen Gäste sind bester Laune. Fehlt nur der Chronist, der den Tag für die Ewigkeit festhält. Aber auch der ist schnell gefunden: Sebastians Freund Daniel wird die Feierlichkeiten für die Nachwelt filmen, mit einer Digicam, der er sogleich anvertraut, dass er in punkto Beziehungen so seine Zweifel hegt, hat ihn doch gerade die Freundin wegen eines Handballers verlassen.

Aus Daniels Blickwinkel entspinnt sich eine schwungvolle, im prallen Leben angesiedelte Komödie, einen zweiten Blick auf die Ereignisse wirft mit ihrer Kamera eine von Pias Brautjungfern. Die Gäste werden zu Statements gebeten, gewisse Animositäten hört man schon aus den Grußbotschaften heraus. Pias frauenbewegte "Öko"-Sippe und Sebastians konservativer "Von-und-zu"-Schnöselclan passen nicht zusammen, weder in Kleider- noch in Moralfragen, weder in Sachen politischer Gesinnung noch in punkto Etikette. Was die jüngere Generation aber wenig interessiert. Die will Spaß haben, ordert eine Stripperin, zieht am Polterabend durch die Häuser, frönt bis zur Bewusstlosigkeit dem Hochprozentigen und verschläft deshalb am nächsten Morgen den Termin am Standesamt.

Sönke Wortmann ("Das Superweib"), der hier während der Produktion mit Pseudonym firmiert, hat einen guten Blick für deutsche Befindlichkeiten, sein Autor Gernot Gricksch ("Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe") kennt sich mit zwischenmenschlichen Beziehungen aus - sie ergänzen sich ideal bei dieser Chaos-Feier, die zur urkomischen Nabelschau gerät und viel vom deutschen Humor offenbart. Jeder hat so seine Leichen im Keller, Pias Ex entpuppt sich als Porno-Darsteller, Künstlername: "Carlos, die Keule", der Standesbeamte versteht Tierliebe reichlich falsch. Um Lügen und Geheimnisse geht's in dieser sympathischen No-Name-Ensemblekomödie, die als Sketchrevue in Gestalt einer nervösen Reality-TV-Show mit lustvoll aufspielendem Personal gefällt. Gestochen scharf, hell und freundlich sind die Bilder, das Tempo ist hoch, der Schnitt flott und die Musik schießt in die Füße. Bei dieser Hochzeit wäre man gerne dabei gewesen - als Gast, keinesfalls aber als Braut oder Bräutigam. geh.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 10.05.2012

Deutschland 2012

Länge: 1 h 26 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Keep the Fire burning

Regie: Sönke Wortmann

Drehbuch: Gernot Gricksch

Produktion: Tom Spieß, Oliver Berben, Christoph Müller

Kostüme: Annegret Stößel

Kamera: Maher Maleh, Christian Datum

Schnitt: Martin Wolf

Ausstattung: Cordula Jedamski

Website: www.dashochzeitsvideo.com

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