Herzerwärmende Geschichte eines Scheidungskindes, das zwischen alten und neuen Eltern steht. Vom Regieduo von "The Deep End".

Kinostart: 11.07.2013

Julianne Moore

Julianne Moore
als Susanna

Alexander Skarsgård

Alexander Skarsgård
als Lincoln

Onata Aprile

Onata Aprile
als Maisie

Joanna Vanderham
als Margo

Steve Coogan
als Beale

Diana Garcia
als Cecelia

Emma Holzer
als Holly

Stephen Mailer
als Zoes Vater

Gil O'Brien
als Cafe Patron

Samantha Buck
als Zoes Mutter

Joel Garland
als Emmett

Handlung

Maisie beobachtet wie die Ehe ihrer Eltern zerbricht. Streitereien am Rande zur Handgreiflichkeit bestimmen den Alltag von Susanna und Beale. Sie, einst berühmte Rock'n'Rollerin, leidet darunter, dass ihre Karriere ins Stocken geraten ist, er, charmanter Kunsthändler, dass die Geschäfte stagnieren. Die Scheidung ist von logischer Konsequenz, ums Sorgerecht wird erbittert gestritten - mit der Tochter als Faustpfand. Gut, dass es die neuen Partner der Eltern gibt, Barkeeper Lincoln und Kindermädchen Margo, denen das Wohl des kleinen Mädchens am Herzen liegt.

Maisie beobachtet, wie die Ehe ihrer Eltern zerbricht. Susanna ist eine einst berühmte Rock'n'Rollerin und leidet darunter, dass ihre Karriere ins Stocken geraten ist, Beale ist ein charmanter Kunsthändler, dessen Geschäfte stagnieren. Die Scheidung ist konsequente Folge der ewigen Differenzen, ums Sorgerecht wird erbittert gestritten - mit der Tochter als Faustpfand. Gut, dass es die neuen Partner der Eltern gibt, Barkeeper Lincoln und Kindermädchen Margo, denen das Wohl des kleinen Mädchens am Herzen liegt.

Ein sechsjähriges Mädchen erlebt die endlosen Zankereien ihrer Eltern hautnah mit und kennt nur einen Ausweg aus dem Dilemma. Herzerwärmend erzählte Geschichte eines Scheidungskindes, nach literarischer Vorlage von Henry James.

Kritik

Anrührendes, stimmiges und vorzüglich gespieltes Scheidungsdrama, in dem eine Sechsjährige sich zwischen alten und neuen Eltern entscheiden muss.

Aus dem Jahr 1897 stammt Henry James' Vorlage "What Maisie Knew", zu Deutsch "Maisie", deren Adaption hierzulande mit dem etwas unglücklichen, weil wenig griffigen Titel "Das Glück der großen Dinge" in die Kinos kommt. Ins brodelnde New York von heute haben die Regisseure David Siegel und Scott McGehee die Geschichte verlegt, die sie aus dem Blickwinkel ihrer sechsjährigen Heldin erzählen.

Das Mädchen, anrührend verkörpert vom Naturtalent Onata Aprile, wird Zeuge wie die Ehe ihrer Eltern zerbricht. Streitereien am Rande zur Handgreiflichkeit bestimmen den Alltag von Susanna (Julianne Moore) und Beale (Steve Coogan). Sie, einst berühmte Sängerin, leidet darunter, dass ihre Karriere ins Stocken geraten ist, er, ein charmanter britischer Kunsthändler, dass die Geschäfte schlecht laufen. So kommt es zur Scheidung - und neue Partner in Barkeeper Lincoln (Alexander Skarsgård) respektive dem schottischen Kindermädchen Margo (Joanna Vanderham) sind alsbald auch gefunden.

Lag das Genie von James' Roman darin, die allmähliche Bewusstseinswerdung seiner Protagonistin in eine präzise, begreifbare Sprache zu fassen, bedienen sich die Filmemacher, die sich bereits in "The Deep End - Trügerische Stille" bzw. "Bee Season" mit komplizierten Familienbeziehungen auseinandersetzen, klug gewählter Bilder. Maisie beobachtet - und die Zuschauer mit ihr. Ihre Welt, Spielsachen und Puppen, die Schule, ein Papierdrache, der sich in Stromkabeln verfangen hat, prallt auf die der Erwachsenen, die sich benehmen wie Kinder und die Tochter als Faustpfand missbrauchen. Wird Maisie das alles verkraften? Das fragen sich auch die verantwortungsvollen Erwachsenen, Lincoln und Margo, die sich ineinander verlieben.

Überzeugend agieren die Schauspieler. Moore zieht als Rock-Bitch im Leoparden-Look vom Leder, Coogan brilliert als zynischer Kotzbrocken, Vanderham gefällt als Super-Nanny und Skarsgård als verträumter Sunnyboy mit Herz - "I love him", bringt es Maisie auf den Punkt. Das Kind versteht intuitiv was Liebe heißt und weckt damit die Eifersucht der Mama, die sich die Gunst ihres Kindes mit Geschenken erkaufen will.

Präzise verortet sind die Schauplätze, ob das schicke, durchdesignte Tribeca-Loft, das als "Schlachtfeld" dient, oder die verwitterte Strandhütte als Ort der Idylle, wo Maisie schließlich unbelastet herumtoben kann. Mit warmen, kräftigen Farben operiert Kameramann Giles Nuttgens ("Mitternachtskinder"), Nick Uratas ("Crazy, Stupid, Love") überlegter Score akzentuiert das Geschehen. Ein kleiner, großer Familienfilm voller schmerzlicher nur allzu bekannter Wahrheiten. geh.

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Info

Plakat des Films: Das Glück der großen Dinge
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 11.07.2013

USA 2012

Länge: 1 h 43 min

Genre: Drama

Originaltitel: What Maisie Knew

Regie: Scott McGehee, David Siegel

Drehbuch: Carroll Cartwright, Nancy Doyne

Musik: Nick Urata

Produktion: William Teitler, Daniela Taplin Lundberg, Charles Weinstock, Daniel Crown

Kostüme: Stacey Battat

Kamera: Giles Nuttgens

Schnitt: Madeleine Gavin

Ausstattung: Kelly McGehee

Website: http://www.dasglueckdergrossendinge.de