Film über eine junge Absolventin, die einen Job als Callcenter-Agentin annimmt und dabei mit Profitgier und Manipulation konfrontiert wird.

Kinostart: 18.03.2010

Isabella Ragonese
als Marta

Massimo Ghini
als Claudio

Valerio Mastandrea
als Giorgio Conforti

Micaela Ramazzotti
als Sonia

Elio Germano
als Lucio 2

Sabrina Ferilli
als Daniela

Giulia Salerno
als Lara

Edoardo Gabbriellini
als Roberto

Valentina Carnelutti
als Maria Chiara

Caterina Guzzanti
als Fabiana Lanza Campitelli

Elena Arvigo
als Frau von Giorgio Conforti

Paola Tiziana Cruciani
als Sonias Mutter

Raffaele Vannoli
als Assistent von Claudio

Mary Cipolla
als Martas Mutter

Luisa Battaglia
als Catena

Tatiana Farnese
als Signora Franca

Niccolò Senni
als Sebastiano Mangiarotti

Die Handlung von Das ganze Leben liegt vor Dir

Die junge Sizilianerin Marta hat ihr Philosophiestudium mit einer exzellenten Note abgeschlossen und muss schon bald feststellen, dass sich die Suche nach einem Job als schwierig erweist. Zufällig lernt sie Sonia kennen, die in einem Callcenter arbeitet. Marta freundet sich mit ihr an. Als eines Tages ein Job im Callcenter frei wird, zögert sie nicht lange. Dort wird sie konfrontiert mit einer Arbeitsphilosophie, in der nur Vermarktungsstrategien und Erfolg zählen - eine Welt, die Marta absolut fremd ist.

Die junge Sizilianerin Marta hat ihr Philosophiestudium mit einer exzellenten Note abgeschlossen und muss schon bald feststellen, dass sich die Suche nach einem Job als schwierig erweist. Zufällig lernt sie Sonia kennen, die in einem Callcenter arbeitet. Marta freundet sich mit ihr an. Als eines Tages ein Job im Callcenter frei wird, zögert sie nicht lange. Dort wird sie konfrontiert mit einer Arbeitsphilosophie, in der nur Vermarktungsstrategien und Erfolg zählen - eine Welt, die Marta absolut fremd ist.

Junge Sizilianerin wird mit der harten Arbeitsphilosophie in einem Callcenter konfrontiert. Paolo Virzìs Film zeigt eine ungeschönte Seite des knallharten Italiens unter Berlusconi, beweist aber auch augenzwinkernden Humor.

Kritik zu Das ganze Leben liegt vor Dir

Gegen Berlusconis Italien mit multinationalen Konzernen und nationalen Medienimperien regt sich in einem kleinen Callcenter Widerstand.

Bella Italia, das war einmal. Heute zeigt sich das Land in dem die Zitronen blühen, als Ableger der USA mit allen negativen Seiten. In der Mediokratie Belusconis gibt es kein dolce far niente, sondern graue Arbeitslosigkeit. Auch die frisch promovierte Philosophieabsolventin Marta, die für eine ganze um ihre Chancen betrogene Generation steht, hatte sich das Leben nach dem Studium anders vorgestellt. Statt bei einem Verlag, einer Zeitung oder im Schuldienst landet sie als Nanny bei einer allein erziehenden Mutter und muss noch nebenbei in einem Callcenter wildfremden Leuten den Besuch eines Vertreters für "Multiple Italia" schmackhaft machen, einen Wasseraufbereiter, den niemand braucht. Klug googelt sie die Wohngegend der "Opfer" und führt "nachbarschaftliche" Gespräche. Mit bestem Erfolg. Bald wird sie von der Vorgesetzten, die die Mädchen gegeneinander ausspielt, nach Hause eingeladen und alles könnte wunderbar sein, wenn sich nicht plötzlich Martas Gewissen regen und sie mit einem Kollegen an die Presse gehen würde, die ganze Betrügerei auffliegen lässt.

Paolo Virzis Satire auf das gegenwärtige Italien, ein Ort des Ausverkaufs von Geist und Gefühl, ist eine fröhlich-böse Philippika über die Korrumpierbarkeit des Menschen, vor der selbst der engagierte Gewerkschafter, in den sich Marta verliebt, nicht gefeit ist. Sex, Lügen und Motivationsgesänge am Morgen, das ist der Stoff für die schöne neue Welt - und dazu ein bisschen Woody-Allen-Feeling. Jeder lässt irgendwann die Masken fallen, der ungetreue Konzernchef, den seine Geliebte im wahrsten Sinne des Wortes bluten lässt, die Vertreter-Truppe, die Kunden über den Tisch zieht, die Telefonmädels, die ihre Konkurrentinnen skeptisch beäugen. Was manchmal lustig wirkt, ist am Ende nur noch makabere Realität, "corporate behaviour". Die überspitzte Zeichnung der Figuren in dieser Tragikomödie mit Tanz- und Songeinlagen à la Bollywood sowie der schrille und unbekümmerte Stilmix sorgen für Leichtigkeit trotz des ernsten Themas. mk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 18.03.2010

Italien 2008

Länge: 2 h 1 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Tutta la vita Davanti | A Whole Life Ahead

Regie: Paolo Virzì

Drehbuch: Paolo Virzì, Francesco Bruni

Musik: Franco Piersanti

Produktion: Paolo Virzì

Kostüme: Francesca Sartori

Kamera: Nicola Pecorini

Schnitt: Esmeralda Calabria

Ausstattung: Davide Bassan

Website: www.dasganzelebenliegtvordir.de