Visuell eindrucksvolle Realverfilmung der berühmten Geschichte von Dschungelkind Mogli und seinem Duell mit Tiger Shir Khan.

Kinostart: 14.04.2016

Szenenbild aus Das Dschungelbuch 3D mit Neel Sethi

Neel Sethi
als Mogli

Handlung

Als Tiger Shir Khan erfährt, dass die Wölfe einen Menschenjungen aufgezogen haben, bedroht er alle Tiere, sollte ihm Mogli nicht ausgeliefert werden. Um Freunde und Familie zu schützen, verlässt Mogli sein vertrautes Umfeld, zieht durch den Dschungel, um zu den Menschen zurückzukehren. Gefährliche und amüsante Begegnungen mit Python Kaa und Genussbär Balu machen seine Reise zu einem richtigen Abenteuer. Doch Mogli erkennt, dass er vor seiner größten Prüfung nicht fliehen kann, sondern sich ihr stellen muss: Shir Khan.

Kritik

Visuelle Brillanz und das Herz am rechten Fleck sind unwiderstehliche Attraktionen in Disneys Realverfilmung von Rudyard Kiplings Klassiker.

Für Disneys Animationsklassiker schlagen allein in Deutschland über 27 Millionen Zuschauer zu Buche, womit die Erwartungshaltung hoch liegt für die nach 1942 und 1994 dritte große Adaption. Doch der neue Eventfilm von "Iron Man"-Regisseur Jon Favreau besteht die Prüfung mit optischer Superlative, Spannung und einer Prise Humor.

Die populäre Musik der Sherman-Brüder wird im Soundtrack zitiert, mündet in Vokaleinlagen der Originalstimmen Bill Murray, Christopher Walken und Scarlett Johansson, die den innovativ-witzigen Nachspann mit dem Python-Evergreen "Trust in Me" begleitet. Dennoch ist der den Animationshit prägende Entspannungsfaktor von wenigen Spaßoasen abgesehen, die sich vor allem in Bär Balus Wellnesswelt finden, deutlich reduziert. Konstante Bedrohung zieht sich durch den Film, der aus dem Disney-Logo heraus direkt in den Dschungel und zu einem kinetischen Rennen am Boden und in den Bäumen führt. Im Fokus der Story steht erneut der Konflikt zwischen der Wolfserziehung Moglis und seiner Rückkehr zu den Menschen. Grund für die Flucht aus der romantisch-idealisierten Natur ist Tiger Shir Khan, der die Menschen hasst und Mogli damit auf dem Speiseplan hat - ein rarer Hinweis auf die natürliche Nahrungskette, die der Film sonst fast völlig ausblendet. Am Ende versöhnt Mogli menschliche Intelligenz und tierische Erziehung miteinander, als er Khan hoch in den Bäumen zum Showdown stellt.

Alle Auftritte des Tiger sind, majestätisch in der Bewegung, expressiv in der Mimik und perspektivisch ideal aufgelöst, ein Ereignis. Khan ist ein imposanter Bösewicht, frei vom ironisch-süffisanten Ton des animierten Vorgängers. Mit Affenkönig Louie und Genussbär Balu ist er die größte Herausforderung für die Synchronisation. Alle zentralen Tierfiguren sind Zeugnis der fotorealistischen digitalen Perfektion des Films, der im Grunde nur zwei Fragen aufwirft. Zum einen, wie viel Luft jetzt noch für Warners 2017 folgendes Konkurrenzprojekt bleibt. Zum anderen, warum diese 3D-Show mit starken Actionsequenzen und atmosphärischen Naturtableaus nicht in Cinemascope präsentiert wird. kob.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 14.04.2016

USA 2016

Länge: 1 h 46 min

Genre: Action

Originaltitel: The Jungle Book

Regie: Jon Favreau

Drehbuch: Justin Marks, Rudyard Kipling

Buchvorlage: Rudyard Kipling

Musik: John Debney

Produktion: Brigham Taylor, Jon Favreau

Kostüme: Laura Jean Shannon

Kamera: Bill Pope

Effekte: Robert Legato, Adam Valdez, Dan Lemmon, Andrew R. Jones

Ausstattung: Christopher Glass

Website: http://www.junglebook-film.de

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