Skurrile Tragikomödie um Gott, seine kleine Tochter und Menschen, die, als sie ihr Sterbedatum erfahren, ihr Leben selbst gestalten.

Kinostart: 03.12.2015

Catherine Deneuve
als Martine

François Damiens
als François

Serge Larivière
als Marc

Yolande Moreau
als Frau von Gott

Laura Verlinden
als Aurélie

Didier De Neck
als Jean-Claude

Romain Gelin
als Willy

David Murgia
als Jesus Christus

Dominique Abel
als Adam

Handlung

Gott ist ein Misanthrop, der zusammen mit seiner Frau und Tochter Ea in einer Plattenbausiedlung in Brüssel wohnt und seine Zeit damit verbringt, die Menschheit mit immer neuen Einfällen zu quälen. Lediglich sein Sohn JC hat den Absprung geschafft und sich unter die Menschen gemischt, um seine frohe Botschaft zu verbreiten. Eines Tages flüchtet auch Ea, um es ihrem Bruder gleich zu tun und sich sechs Apostel zu suchen, die ein brandneues Testament aufsetzen sollen. Zuvor zerstört sie den göttlichen Computer. Nicht ohne noch allen Menschen ihr jeweiliges Todesdatum per SMS zu schicken.

Kritik

Skurrile Tragikomödie um Gott, seine kleine Tochter und Menschen, die, als sie ihr Sterbedatum erfahren, ihr Leben selbst gestalten.

Was wie eine bitterböse Religionssatire beginnt, verwandelt sich in eine melancholische Preisung auf das menschliche Leben. Benoît Poelvoorde spielt darin niemand geringeren als Gott persönlich. Allerdings hat sein Herrgott nichts mit dem Lieben Gott aus dem Neuen Testament gemein. Vielmehr ist er ein heruntergekommener Misanthrop, der zusammen mit seiner Frau und Tochter Ea in einer ungemütlichen Plattenbausiedlung in Brüssel wohnt und seine Zeit damit verbringt, die Menschheit mit immer neuen Einfällen zu quälen. Lediglich sein Sohn JC (!) hat den Absprung geschafft und sich unter die Menschen gemischt, um seine frohe Botschaft zu verbreiten, die dem Vater so gar nicht gefällt. Doch eines Tages hat auch Tochter Ea genug von der Prügel mit dem Gürtel und den ständigen cholerischen Ausbrüchen Gottes und schlägt ihrem Vater ein Schnippchen: Sie flieht aus dem heimische Gefängnis, um es ihrem Bruder gleich zu tun und sich sechs Apostel zu suchen, die ein brandneues Testament aufsetzen sollen. Zuvor zerstört sie aber noch den göttlichen Computer, von dem aus ihr Vater seine Schandtaten vollbringt. Allerdings nicht ohne zuerst noch allen Menschen ihr jeweiliges Todesdatum per SMS zu schicken. Dies verfehlt seine Wirkung nicht. Denn während die einen an der neuen Nachricht verzweifeln und sich andere darüber freuen und neuen Lebensmut gewinnen, verlieren doch alle den Glauben an die Religion und versuchen ihre letzten Lebensmomente selbst zu gestalten.

Die Geschichten der sechs zukünftigen Apostel bestimmen die restlichen zwei Drittel des Films. Gottseidank verabschiedet sich der renommierte belgische Filmemacher Jaco van Dormael dabei recht schnell vom anfänglichen platten Zynismus und macht einer Menschlichkeit Platz, die einer Mischung aus den surrealen Einfällen eines Michel Gondry und der aufbauenden Lebensfreude von Jean-Pierre Jeunets "Die fabelhafte Welt der Amelie" gleicht. Dabei überzeugen nicht alle der sechs Lebensgeschichten gleichermaßen und ein einheitliches Ganzes mag sich am Ende auch nur schwer ergeben. Dennoch überzeugt "Das brandneue Testament" als Film, der die richtigen Fragen stellt, und in seinen drastischsten Momenten auch das Publikum aufrüttelt, sich aus seiner Komfortzone zu bewegen. mahe.

Wertung Questions?

FilmRanking: 1812 >99

Filmwertung

Redaktion
-
User
3
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 03.12.2015

Belgien/Frankreich/Luxemburg 2015

Länge: 1 h 55 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Le tout nouveau testament

Regie: Jaco van Dormael

Drehbuch: Jaco van Dormael, Thomas Gunzig

Musik: An Pierlé

Produktion: Olivier Rausin, Olivier Rausin, Daniel Marquet, Daniel Marquet

Kostüme: Caroline Koener

Kamera: Christophe Beaucarne

Schnitt: Hervé de Luze

Ausstattung: Sylvie Olivé

Website: http://www.dasbrandneuetestament-derfilm.de

Newsletter

Hol' dir jetzt den KINO&CO Newsletter!
Der schnelle Überblick über unsere Blockbuster und Top-Gewinnaktionen der Woche.