Auch beim dritten Mal zeigt der amnesische Geheimagent, wie aufregend sich Action, Smartness und Plotdynamik verschmelzen lassen.

Kinostart: 06.09.2007

Matt Damon

Matt Damon
als Jason Bourne

Julia Stiles

Julia Stiles
als Nicky Parson

David Strathairn

David Strathairn
als Noah Vosen

Scott Glenn
als Ezra Kramer

Paddy Considine
als Sam Ross

Édgar Ramírez
als Paz

Albert Finney
als Dr. Albert Hirsch

Joan Allen
als Pamela Landy

Handlung

Nach seiner Flucht quer durch Europa und dem Tod seiner Freundin ist die Vergangenheit von Ein-Mann-Eliteeinheit Jason Bourne (Matt Damon) noch immer weitgehend unbekanntes, aber höchst gefährliches Terrain. Von Rache angetrieben und gnadenlosen Profikillern gehetzt, flüchtet Bourne nach einem heftigen Gefecht aus Moskau über Paris, Madrid und London bis nach Tanger und New York, um sein eigenes Geheimnis zu enthüllen. Mörderische Regierungsagenten, die Bundespolizei und Interpol sind ihm dicht auf den Fersen.

Den dritten Streich der explosiv spannenden Agentenstory setzt wieder Vorgänger-Regisseur Paul Greengrass nervenaufreibend intensiv in atemlose Szene. Die deutsche Beteiligung an dem Spionagethriller heißt nach Franka Potente nunmehr Daniel Brühl ("Good Bye, Lenin!").

Durch einen Journalisten, der seinen Spuren folgt, erfährt Jason Bourne von einer CIA-Quelle, die seine Gedächtnislücken schließen könnte. Die Jagd nach dem Informanten und dem Mann, der Bourne zur Mordmaschine formte, führt von London, über Madrid und Tanger schließlich nach New York. Von aggressiven CIA-Falken und deren Killern gejagt, dringt Bourne schließlich in die Höhle des Löwen vor.

Durch einen engagierten britischen Journalisten, der seinen Spuren folgt, erfährt Jason Bourne von einer CIA-Quelle, die seine noch verbliebenen Gedächtnislücken schließen könnte. Die Jagd nach dem Informanten und dem Mann, der Bourne einst zur Mordmaschine formte, führt in einer atemlosen Hatz von London über Madrid und Tanger nach New York. Von aggressiven CIA-Falken und deren Killern gejagt, dringt Bourne schließlich in die Höhle des Löwen vor, wo er seine Gegenspieler mit einigem Geschick ausspielt.

Kritik

Der abtrünnige CIA-Killer Bourne rennt und brennt auch in der dritten Rückführung in die eigene Vergangenheit.

Wie "Blade-Runner"-Replikant Batty zieht es auch die funktionsgestörte Mordmaschine zurück zu ihrem Schöpfer. Diese Konfrontation ist der Motor des Drehbuchs, das im Finale zwar kein wirklich überraschendes Dénouement, davor aber eine spannende Schnitzeljagd der Extraklasse bietet.

An den Vorgänger anschließend, erinnert sich der verwundete Bourne in Moskau in deutlicher werdenden Bruchstücken an die Gehirnwäsche und den noch identitätslosen Mann, der ihn zum Killer formte. Durch einen Artikel des Journalisten Ross, der seinen Spuren folgt, wird er auf eine CIA-Quelle aufmerksam, die ihn zu diesem Phantom führen könnte. In der CIA spitzt sich unterdessen der Konflikt zwischen Pamela Landy, die Bourne nicht mehr als Bedrohung wahrnimmt, und dem neuen Falken Vosen (David Strathairn) dramatisch zu. Als Bourne in London Ross kontaktiert, kommt es zum ersten Kräftemessen aller Parteien. In einer langen, großartig komponierten und geschnittenen Sequenz steuert Bourne per Handy Ross durch das ausgelegte Überwachungsnetz der CIA - in einem überfüllten Bahnhof und im Visier eines Killers. Am Ende dieser Sequenz, mit ihrer unmittelbaren Kameraführung und Informationsflut die Speed-Antwort auf Brian De Palmas Slow-Motion-Virtuosität, zeigt Bourne seine spektakuläre Kampfkunsteffizienz und hält schließlich Ross' Notizen in den Händen. In Madrid führt das Skript Bourne mit der aus den Vorgängerfilmen bekannten Ex-Treadstone-Agentin Nicky zusammen, die in diesem Sequel Franka Potentes Rolle als Verbündete übernimmt, die - wie Potente - sogar etwas mehr in Bournes Biografie gewesen sein könnte. Eine wichtige Ergänzung, die Bourne emotional erdet und neben Landy eine weitere Figur ist, die ihm und damit auch dem Zuschauer etwas bedeutet. Die Konsequenz zeigt sich in Tanger, in einer erneut aufregenden Verfolgung, in der ein marokkanischer Hitman Nicky, Bourne den Killer und die örtliche Polizei Bourne durch Gassen und über die Dächer jagt, bis das Kernproblem in einem Zweikampf gelöst wird, der das Münchenduell aus "Die Bourne Verschwörung" an Unerbittlichkeit noch übertrifft. Verglichen mit diesen Intensivakten geht es im New Yorker Finale trotz Treibjagden zu Fuß und auf vier Rädern gedämpfter zu, wird der Plot relativ unkompliziert aufgelöst.

Schließlich öffnet sich in dieser Action- und Agentensinfonie aus permanenter Unruhe, treibendem Tempo, paranoider Atmosphäre, entfesselter Handkamera und hautnahem Personen- und Objektkontakt ein Fenster, vielleicht noch mehr aus Bournes Biografie zu erzählen. Und kein Kinofan wird es nach diesem qualitätskonstanten Dreierpack schließen wollen, wurden ihm smarte Entscheidungen von diesem Franchise doch in hoher Frequenz vorgelebt. kob.

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Info

Plakat des Films: Das Bourne Ultimatum
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 06.09.2007

USA 2007

Länge: 1 h 55 min

Genre: Thriller

Originaltitel: The Bourne Ultimatum

Regie: Paul Greengrass

Drehbuch: Tony Gilroy, Scott Z. Burns, George Nolfi

Musik: John Powell

Produktion: Frank Marshall, Patrick Crowley, Paul L. Sandberg

Kostüme: Shay Cunliffe

Kamera: Oliver Wood

Schnitt: Christopher Rouse

Ausstattung: Peter Wenham

Website: http://www.das-bourne-ultimatum.de.

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