Neuverfilmung von Oscar Wildes skandalträchtigem Roman als schaurig-schönem Gothic-Horror mit Colin Firth als maliziösen Verführer.

Kinostart: 15.04.2010

Ben Barnes

Ben Barnes
als Dorian Gray

Colin Firth

Colin Firth
als Lord Henry Wotton

Ben Chaplin
als Basil Hallward

Rebecca Hall
als Emily Wotton

Fiona Shaw
als Agatha

Emilia Fox
als Lady Victoria Wotton

Rachel Hurd-Wood
als Sybil Vane

Douglas Henshall
als Alan Campbell

Caroline Goodall
als Lady Radley

Maryam D'Abo
als Gladys

Jo Woodcock
als Celia Radley

Max Irons
als Lucius

Handlung

Dorian Gray kommt Ende des 19. Jahrhunderts nach London. Sein makelloses Aussehen öffnet ihm nicht nur die Türen der Gesellschaft, ihm liegen auch die Frauen und die aristokratische Welt zu Füßen. Unter den Fittichen des maliziösen Lord Henry Wotton lernt das Unschuldslamm bald hedonistische Freuden schätzen. Der homosexuelle Maler Basil Hallward hält in einem außergewöhnlichen Gemälde seine physische Ausstrahlung fest. Aus Angst vor Vergänglichkeit wünscht sich Gray, nur das Abbild möge altern, aber nicht er. Der Wunsch wird grauenvolle Wirklichkeit.

Dorian Gray kommt Ende des 19. Jahrhunderts nach London. Sein makelloses Aussehen öffnet ihm nicht nur die Türen der Gesellschaft, ihm liegen auch die Frauen und die aristokratische Welt zu Füßen. Unter den Fittichen des maliziösen Lord Henry Wotton lernt das Unschuldslamm bald hedonistische Freuden zu schätzen. Der homosexuelle Maler Basil Hallward hält in einem außergewöhnlichen Gemälde seine physische Ausstrahlung fest. Aus Angst vor Vergänglichkeit wünscht sich Gray, nur das Abbild möge altern, aber nicht er. Der Wunsch wird grauenvolle Wirklichkeit.

Kritik

Neuverfilmung von Oscar Wildes skandalträchtigem Roman als schaurig-schönem Gothic-Horror mit Colin Firth als maliziösen Verführer.

"Laster und Tugend sind dem Künstler Werkzeug für seine Kunst" schrieb Oscar Wilde zu seinem Roman, der sogar einen Unzuchtprozess im viktorianischen England gegen ihn ins Rollen brachte. Für moralische Entrüstung kann die Geschichte vom Jüngling, der aus dunklen Gründen trotz Ausschweifungen und Dekadenz seine perfekte Schönheit bewahrt, heute nicht mehr sorgen.

Wenn das sanfte Unschuldslamm Dorian Gray Ende des 19. Jahrhunderts nach London kommt, öffnet ihm sein makelloses Aussehen die Türen der Gesellschaft, liegen ihm die Frauen und die aristokratische Welt zu Füßen. Unter den Fittichen des maliziösen Lord Henry Wotton (Colin Firth unschlagbar gut) lernt er bald hedonistische Freuden schätzen. Der homosexuelle Maler Basil Hallward hält in einem außergewöhnlichen Gemälde seine physische Ausstrahlung fest. Aus Angst vor Vergänglichkeit wünscht sich Gray, nur das Abbild möge altern nicht er. Der Wunsch wird grauenvolle Wirklichkeit.

Schon 1913 gab es eine erste Stummfilmversion, 1970 spielte Helmut Berger den amoralischen Lebemann, dem nichts heilig war. Regisseur Oliver Parker, der seine Laufbahn im Theater begann und gemeinsam mit Clive Barker Horrorshows auf die Bühne brachte, packt die Gelegenheit beim Schopf, sich dem Horrorgenre wieder anzunähern, setzt weniger auf diskrete Andeutungen als auf direkte blutige Gruseltaten, obgleich er mit "Ernst sein ist alles" und "Ein perfekter Ehemann" schon solide Wilder-Adpation ablieferte. Die Modernisierung dieser schaurig-schönen Geschichte mündet im wüsten Gothic-Horror, der wenig Platz für ausdifferenzierte Charakterzeichnung lässt, sondern das Klischee der Verruchtheit feiert mit Opiumhöhlen, Alkoholexzessen und Sexorgien. Es reicht nicht der rapide Verfall des Bildes und die Reduzierung zu einer hässlichen Teufelsfratze, es krabbeln Maden, während Gray im Kreise seiner im Alter an Mumien erinnernden Freunde, in toter Jugendlichkeit erstarrt. Trotz exzellenter Ausstattung, wirkungsvollem Ästhetizismus des Fin de siècle und wunderbarer Schauspieler ist die Suggestivkraft des düsteren Zaubers der literarischen Vorlage nur in Ansätzen zu spüren, die Gebrochenheit eines Menschen, dem das Menschliche abhanden gekommen ist. mk.

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Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 15.04.2010

Großbritannien 2009

Länge: 1 h 52 min

Genre: Drama

Originaltitel: Dorian Gray

Regie: Oliver Parker

Drehbuch: Toby Finlay

Musik: Charlie Mole

Produktion: Barnaby Thompson

Kostüme: Ruth Myers

Kamera: Roger Pratt

Schnitt: Guy Bensley

Ausstattung: John Beard

Website: http://www.doriangray-derfilm.de