Gewohnt skurrile Komödie von Wes Anderson über drei voneinander entfremdete Brüder, die auf einer Reise durch Indien wieder zueinander finden wollen.

Kinostart: 03.01.2008

Owen Wilson

Owen Wilson
als Francis

Jason Schwartzman

Jason Schwartzman
als Jack

Adrien Brody

Adrien Brody
als Peter

Anjelica Huston
als Patricia

Camilla Rutherford
als Alice

Amara Karan
als Rita

Wallace Wolodarsky
als Brendan

Irrfan Khan
als Dorf

Bill Murray
als Gesch

Barbet Schroeder
als Mechaniker

Die Handlung von Darjeeling Limited

Ein Jahr nach dem Begräbnis ihres Vaters begibt sich der wohlhabende Francis (Owen Wilson) auf eine Eisenbahnfahrt mit seinen jüngeren Brüdern Peter (Adrien Brody) und Jack (Jason Schwartzman). Nach langem Schweigen wollen sie auf dem "Darjeeling Limited" quer durch Indien einander wieder näher kommen. Es soll eine spirituelle Entdeckungsreise werden, bei der Jack eine Affäre mit der Schaffnerin Rita (Amara Karan) beginnt. Doch bald endet die Fahrt im Chaos.

Gewohnt skurrile Unsinns-Komödie von Wes Anderson ("Die Royal Tenenbaums") der einmal mehr seinen unverwechselbaren Sinn für schrullige Familienbande mit aberwitzigen Charakteren unter Beweis stellt. Mehr denn je absurd, poetisch und mit starken Schauspielerleistungen.

Francis und seine jüngeren Brüder Peter und Jack haben seit einem Jahr kein Wort mehr miteinander gewechselt. Um ihre Sprachlosigkeit zu überwinden und wieder zueinander zu finden, begeben sie sich gemeinsam auf eine Zugreise durch Indien. Was als spirituelle Entdeckungsreise geplant ist, entwickelt sich alsbald zum chaotischen Trip, und die drei Brüder finden sich mit elf Koffern, einem Drucker und einer Laminiermaschine gestrandet inmitten der Wüste.

Francis und seine jüngeren Brüder Peter und Jack haben seit einem Jahr kein Wort mehr miteinander gewechselt. Um ihre Sprachlosigkeit zu überwinden und wieder zueinander zu finden, begeben sie sich nach dem Tod des übermächtigen Vaters gemeinsam auf eine Zugreise durch Indien, auf der Suche nach ihrer Mutter. Was als spirituelle Entdeckungsreise geplant ist, entwickelt sich alsbald zum chaotischen Trip, und die drei Brüder finden sich mit elf Koffern, einem Drucker und einer Laminiermaschine gestrandet inmitten der Wüste.

Kritik zu Darjeeling Limited

Ganz unverkennbar ein Wes Anderson: Mehr denn je durchweht ein Hauch von Tragikomik die Sinnsuche von drei entfremdeten Brüdern in Indien.

Aalte sich Wes Andersons Vorgänger "Die Tiefseetaucher" ein wenig zu gefällig in seinem drolligen Ambiente und ließ dabei jegliches Spannungsmoment vermissen, markiert "Darjeeling Limited" - das ist der Name eines gemütlichen Personenzugs, der Indien durchkreuzt - eine Rückkehr zu alter Form für den literarisch gewandten und stets um ein Höchstmaß an visueller Ausgefallenheit bemühten Regisseur. Tatsächlich setzt diese neue Ballade um entwurzelte Brüder, die schwer an den Altlasten der dominanten Eltern zu tragen haben, genau da ein, wo Andersons Geniestreich "Die Royal Tenenbaums" aufhörte: bei der Beerdigung des Patriarchen, der trotzdem eine allgegenwärtige Präsenz ist, wenn die jungen Männer dessen Aufsehen errgendes Louis-Vuitton-Reisegepäck über Stock und Stein hieven und sich außer Stande sehen, sich davon zu trennen.

Dabei befinden sich Francis, Peter und Jack eigentlich auf einer spirituellen Reise durch Indien, die dem ungleichen Trio von der traurigen Gestalt Erleuchtung und vor allem einen Neuanfang bringen soll. Was sich zunächst als Ding der Unmöglichkeit erweist, bis sie nach einem Eklat des Darjeeling Limited verwiesen werden und ein unerwarteter Todesfall sie zwingt, ihre Vergangenheit und sich selbst zu konfrontieren. All das hat Anderson, der diesmal das Drehbuch mit Co-Hauptdarsteller Jason Schwartzman und Roman Coppola geschrieben hat, mit gewohnt launigen Episoden, in denen Pfefferspray, eine entlaufene Kobra und Hustensaft mit besonders benebelnder Wirkung eine Rolle spielen, angereichert.

Das ist immer wieder komisch; ein Film zum Lachen ist diese unglaubliche Reise in einem verrückten Zug allerdings nicht. Obwohl Anderson es sich immer wieder gönnt, sich von der eigentlichen Handlung zu lösen und seine Figuren einfach nur treiben zu lassen, ist "Darjeeling Limited" nerviger und unmittelbarer als seine bisherigen Arbeiten: Es gibt eine rauhe Sexszene, und es wird sehr unvermittelt und schockierend gestorben. Vor allem aber schwingt über dem Prozedere trotz der kräftigen Farben, ausgefallenen Designs und der beschwingten Musik, die Anderson aus alten Bollywood-Filmen adaptiert hat, eine große Wehmut und Melancholie. Owen Wilson dabei als ältesten Bruder an der Seite von Schwartzman und dem erstmals in einem Anderson-Film spielenden Adrien Brody zu sehen, bandagiert, versehrt und voller Schrammen im Gesicht, trägt zur verzweifelten Stimmung bei und macht es unmöglich, den Film nicht im Kontext mit Wilsons Depression und Selbstmordversuch zu sehen. Spirituelle Erneuerung? In der Tat. ara .

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Info

Plakat des Films: Darjeeling Limited
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 03.01.2008

USA 2007

Länge: 1 h 45 min

Genre: Drama

Originaltitel: The Darjeeling Limited

Regie: Wes Anderson

Drehbuch: Roman Coppola, Jason Schwartzman, Wes Anderson

Musik: Randall Poster

Produktion: Scott Rudin, Roman Coppola, Lydia Dean Pilcher, Wes Anderson

Kostüme: Milena Canonero

Kamera: Robert Yeoman

Schnitt: Andrew Weisblum

Ausstattung: Mark Friedberg

Website: http://www.darjeelinglimited-derfilm.de