Vulkanausbruch als tricktechnisches Abenteuer nach dem "Twister"-Muster, präsentiert vom "Species"-Regisseur.

Kinostart: 10.04.1997

Pierce Brosnan

Pierce Brosnan
als Harry Dalton

Linda Hamilton

Linda Hamilton
als Rachel Wando

Charles Hallahan
als Paul Dreyfus

Handlung

Vier Jahre, nachdem seine Verlobte bei einer Vulkankatastrophe ums Leben kam, begibt sich der Geologe Harry Dalton in die Kleinstadt Dante's Peak, wo alle Hinweise darauf deuten, daß der hiesige Vulkan kurz vor dem Ausbruch steht. Der Stadtrat ignoriert die Warnungen von Mutter Natur, und so kommt Harry in die Situation, mit der Evakuierung erst zu beginnen, als es schon fast zu spät ist.

Die Kleinstadt Dante's Peak liegt unmittelbar am Fuße des gleichnamigen Vulkans. Als dort plötzlich seismographische Unregelmäßigkeiten auftreten, reist der Wissenschaftler Harry Dalton an, um diese zu untersuchen. Doch er kommt zu spät. Noch bevor der Ort evakuiert werden kann, bricht der Vulkan aus. In Panik laufen die Bewohner um ihr Leben. Zusammen mit der Bürgermeisterin Rachel Wando versucht Harry, ihre beiden Kinder Graham und Lauren zu retten, die am anderen Ende der Stadt von den Flammen eingeschlossen sind...

Der Geologe Harry Dalton befürchtet einen Vulkanausbruch in der Nähe der Kleinstadt Dante's Peak. Doch die Behörden ignorieren seine Warnungen. Schließlich ist es zu spät. Der Bevölkerung bleibt jetzt nur noch die Flucht vor den Lavamassen. Dalton versucht, den Einwohnern dabei zu helfen. Spannungsgeladener Katastrophen-Film.

Kritik

Der Katastrophenfilm hat Hochkonjunktur ,und noch ist das Publikum des computergrafisch generierten Thrills nicht müde. Gleich zwei Studios hatten sich einen Vulkan als Hauptattraktion auserkoren, wobei Universal das Duell mit Fox' "Volcano" (in den USA auf Mai verschoben) für sich entschied. Mit 18,5 Mio. Dollar konnte die lava- und aschesprühende Leinwanderuption des effektreichen Desasterspektakels von Roger Donaldson ("Species") sogar den besten US-Februarstart aller Zeiten verbuchen.

Die Opening-Sequenz geizt in bester "Twister"-Tradition nicht mit donnernden Destruktionsreizen und gibt gleichzeitig Einblick in ein persönlichkeitsdefinierendes Trauma des Protagonisten: Der Geologe Harry Dalton (Pierce Brosnan hat von Timothy Dalton anscheinend nicht nur das OO7-Zepter übernommen) erlebt in Kolumbien ein Pompeji-gleiches Pandemonium, als bei einem Vulkanausbruch die feurigen Fetzen fliegen und seine Verlobte von einem glühenden Lavabrocken erschlagen wird. Vier Jahre später begibt er sich in das verschlafene Kleinstadt-Idyll von Dante's Peak im Nordwesten der USA, um dort etwaige Aktivitäten des hiesigen Kraters zu bewerten, und lernt dort die patente Bürgermeisterin Rachel (Linda Hamilton) kennen und lieben. Obwohl sich die Anzeichen drohenden Unheils häufen - verkümmerte Vegetation, seismografische Auspendelungen und ein zur Unkenntlichkeit in der örtlichen heißen Quelle "gekochtes" Liebespärchen - sträubt sich der Stadtrat wie weiland in "Der weiße Hai", die Bevölkerung zu warnen, da die finanzielle Zukunft des Städtchens auf dem Spiel steht.

Als malerische Kulisse des 115-Mio.-Dollar-Projekts fungiert Wallace, Idaho, in dem bereits "Heaven's Gate" gedreht wurde. Geschickt lassen die Filmemacher die atemberaubende Schönheit der Naturaufnahmen in krassem Kontrast zum sich entfaltenden Inferno stehen. Bis die urgewaltige Zerstörungslawine denn losrollt, vergeht ziemlich genau eine Stunde. Die Wartezeit auf "Gottes große Schau" zahlt sich aus, denn die nachfolgenden Katastrophen entfalten sich in einer pessimistischen Palette im Dominoprinzip: Die Vulkaneruption läßt die Erde erschüttern und die hübschen Bauten des Ortes wie Kartenhäuser zusammenstürzen, Flammen lodern, eine Highwaybrücke sackt in sich zusammen, in der Massenpanik wird massenhaft Autoblech verbogen, ein Staudamm bricht und verursacht eine Flutwelle, ein tödlicher Ascheregen setzt ein, glühendheiße Gesteinsbrocken prasseln wie Bomben hernieder und ein alles vernichtender Lavateppich walzt sich Richtung Tal. Um die Spannung noch zusätzlich anzuheizen, konstruierte Drehbuchautorin Leslie Bohem ("Daylight") noch zusätzliche auswegslose Situationen. Statt sich vom brodelnden Gefahrenherd zu entfernen, müssen sich die Protagonisten heldenhaft in die entgegengesetzte Richtung begeben, um eine sture Großmutter vor vorzeitiger Einäscherung zu bewahren. Bei der anschließenden Bootsfahrt bewirkt ihre selbstlose Aufopferung das Entrinnen aus im wahrsten Sinne des Wortes ätzender Gefahr. Im Minenschacht kommt es zur letzten Anstrengung im nervenzerfetzenden Überlebenskampf...

Auch wenn die Dialoge konstruiert wirken und die Skizzierung der Figuren eher oberflächlich ausfällt, können die mitreißend realistisch realisierten Effekte etwaige Schwächen zu Genüge wieder wettmachen. Zudem bilden Brosnan und Hamilton sympathische Identifikationsfiguren, denen der Vulkan bei der Verwirklichung ihrer glühenden Leidenschaft stets einen Aschehauch voraus ist. Für die deutschen Kinos ist somit in punkto Einspiel kein Tanz auf dem Vulkan, sondern ein siedendheißer Hit zu erwarten. ara.

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Info

Plakat des Films: Dante's Peak
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 10.04.1997

USA 1996

Länge: 1 h 52 min

Genre: Action

Originaltitel: Dante's Peak

Regie: Roger Donaldson

Drehbuch: Leslie Bohem

Musik: John C. Frizzell

Produktion: Joseph M. Singer, Gale Anne Hurd

Kamera: Andrzej Bartkowiak

Effekte: Patrick McClung

Schnitt: Conrad Buff, Tina Hirsch, Howard E. Smith

Ausstattung: Dennis Washington

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