Kinostart: nicht bekannt

Handlung

McGinley versteckt kurz vor seiner Festnahme eine ebenso seltene wie wertvolle alte Münze im Beeper seiner taubstummen Aerobic-Trainerin Jillian. Plötzlich scheinen alle hinter ihr her zu sein, besonders aber der korrupte Polizist Lt. Brook. Eine spannende Jagd beginnt.

Durch Zufall und ohne ihr Wissen gerät die taube Jillian in den Besitz einer wertvollen Münze, die im Auftrag des korrupten Polizeilieutenant Phillip Brock aus einem Museum gestohlen wurde. Brock versucht nun mit allem Mitteln, das teure Stück wieder in seine Finger zu bekommen und geht dabei auch über Leichen. Der Kneipier Ben Kendall bietet der tauben Frau seine Hilfe an, die diese nur unwillig annimmt. Allerdings braucht es tatsächlich ihre vereinten Kräfte, um Brock unschädlich zu machen.

Bemühte Variante des Krimiklassikers "Warte, bis es dunkel wird". Marlee Matlin ("Gottes vergessene Kinder") ist in der Audrey- Hepburn-Rolle als taubstummes Opfer zu sehen.

Kritik

Nach ihrem ersten, Oscar-gekrönten Auftritt als taubstummes Mädchen an der Seite von William Hurt in Randa Haines' Liebesdrama "Gottes vergessene Kinder" aus dem Jahre 1986 war es schnell wieder still geworden um Marlee Matlin. Doch nun hat der vorwiegend für das US-Fernsehen arbeitende Regisseur Robert Greenwald einen adäquaten Part gefunden für die attraktive Schauspielerin, die seit frühester Kindheit an einem schweren Hörschaden leidet. Die 1992 entstandene Produktion, in der Matlin eine taubstumme Fitnesstrainerin spielt, ist indes lediglich ein durchschnittlich spannender, konventionell erzählter und leicht durchschaubarer Psycho-Thriller geworden, der inhaltlich Anleihen bei Terence Youngs Klassiker "Warte, bis es dunkel wird" nimmt, ohne aber dessen Klasse zu erreichen. Da man davon ausgehen kann, daß Marlee Matlins Popularität nach ihrer neunjährigen Leinwandabstinenz hierzulande eher gering einzuschätzen ist und auch ihre Costars D.B. Sweeney und Martin Sheen nicht gerade zu den Kassenmagneten zählen, wird es "Achtung: Gefahr" auch drei Jahre nach seiner Enstehung schwer haben, ein solides Einspielergebnis zu erzielen. Marlee Matlin spielt Jillian Shanahan, eine alleinstehende junge Gehörlose, die trotz ihres Handicaps mitten im Leben steht. Die allseits beliebte Fitnesstrainerin gerät allerdings eines Tages in höchste Gefahr, als man in der Wohnung der Ahnungslosen eine höchst wertvolle Münze versteckt, auf die es ein korrupter, über Leichen gehender Polizist (diabolisch chargierend: Martin Sheen) abgesehen hat. Da die Gehör- und somit auch ziemlich Wehrlose den Angriffen der Peiniger mehr oder weniger schutzlos ausgesetzt ist, übernimmt Ben Kendall (farblos: D. B. Sweeney), Typ "netter Junge von nebenan", den Job als Aufpasser. Im gemeinsamen Kampf gegen den leicht psychopathisch veranlagten Gesetzeshüter kommen sich die beiden auf der emotionalen Ebene, die bekanntlich ja auch ohne große Worte funktioniert, näher. Als Liebespaar gelingt es dem Duo schließlich, die lästigen Münzfahnder abzuschütteln und die mörderischen Angriffe auf Jillian zu beenden. Robert Greenwalds Film hat seine besten Momente, wenn er sich mit der Gehörlosenproblematik auseinandersetzt. Zum einen gelingt es dem Regisseur recht gut, durch eine gewisse tontechnische Dramaturgie das Nicht-Hören-Können seiner Protagonistin transparent zu machen, zum anderen entbehren die ersten Kommunikationsversuche zwischen Matlin und Sweeney nicht einer gewissen Komik. Für einen fesselnden Thriller kann der ein oder andere Lacher zwischendurch befreiend wirken. Wenn jedoch ein Spannungsbogen praktisch nicht existiert, die Darsteller mit Ausnahme von Marlee Matlin ihren Figuren kaum Glaubwürdigkeit verleihen können und blutrünstige Horroreinla-gen offensichtliche Drehbuchschwächen übertünchen müssen, dann gleicht "Achtung: Gefahr" eher einer Themaverfehlung mit Sozialtouch als einer ordentlichen Genrearbeit. lasso.

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Info

Plakat des Films: Danger Sign
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: nicht bekannt

USA 1994

Länge: 1 h 37 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Hear No Evil

Regie: Robert Greenwald

Drehbuch: Randall M. Badat, Kathleen Rowell

Musik: Graeme Revell

Produktion: David Matalon

Kamera: Steven Shaw

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