Actionthriller mit SciFi-Elementen über einen knallharten Schwerverbrecher, dem die Erinnerung eines ermordeten CIA-Agenten übertragen werden.

Kinostart: 01.01.1900

Handlung

Einen Großteil seines Lebens hat Jericho, der wegen eines Gehirnschadens brutal und emotionslos agiert, hinter Gittern verbracht. Jetzt wird er gezwungen, der Welt zu helfen, die durch eine destruktive Software ins Chaos stürzen könnte. Nur CIA-Agent Pope kannte das Versteck von Jan Stroop, der die Software entwickelte. Nach Popes Ermordung werden seine neuronalen Muster in einem experimentellen Verfahren auf Jericho übertragen. Fortan kämpft Jericho mit Stroops skrupellosem Auftraggeber, aber auch mit Popes berührenden Erinnerungen.

Kritik

Eine bemerkenswerte Besetzung adelt Ariel Vromens Thriller mit Kevin Costner als glaubwürdig rücksichtsloser Bulldozer.

Martialisch prognostiziert Kevin Costners soziopathisch-emotionsloser Schwerverbrecher anfangs die Konsequenzen, wenn ihm Schmerzen zugefügt werden. Weil er im Laufe der Story, die von den Autoren des Hits "Doppelmord" (1999) entwickelt wurde, einiges einstecken muss, bekommt er auch reichlich Gelegenheit auszuteilen. Der Clou von "Criminal" ist aber, dass sich Gewalt auch mit Komik paart, wenn Costners Zivilisationsflegel auslebt, wovon manche Verhaltensanarchisten träumen mögen.

Die Prämisse der vierten Regiearbeit des israelischen Filmemachers Vromen, der schon in "The Iceman" Monstrum und Familienmensch beobachtete, ist eine im Erzählton modifizierte Variation von "Self/less - Der Fremde in mir", die durch die Besetzung noch offensichtlicher wird. In Tarsem Singhs Thriller war Ryan Reynolds in einem experimentellen Verfahren die Hülle für Ben Kingsleys Bewusstsein, jetzt sind es seine neuronalen Muster, die "übertragen" werden. Es ist eine Zwangsduplizierung, die Costners Häftling Jericho hinnehmen muss, durchgeführt von der CIA, die gerade mit Pope (Reynolds) einen ihrer besten Agenten verloren hat. Weil nur Pope das Versteck eines Computergenies kannte, das seine für einen Überbösewicht entwickelte weltzerstörerische Technologie an die CIA verkaufen wollte, sollen sich Popes Informationen in Jerichos Gehirn manifestieren.

Dass Sentimentalität durch die familiären Erinnerungen Popes dominant wird und Jericho zu kuscheln beginnt, müssen Actionfans nicht befürchten. Zwar sind die Familienszenen dank der Emotionalität von Gal Gadot als Popes Witwe durchaus berührend, aber Costner wird nur bruchstückhaft domestiziert, bleibt eher ein Decepticon als ein Transformer. Die Unverfrorenheit und Furchtlosigkeit seiner Figur ist so bedrohlich wie komisch, wenn er etwa im Coffeeshop vorlaute Latte-Jünger diszipliniert. Schablonenhafter ist Jordi Mollas Bad Guy samt absurder Ziele und begleitender Killeramazone entwickelt, aber "Criminal" hält trotz überschaubar origineller Einfälle in der zweiten Hälfte seinen Kurs als unterhaltsames Actionentertainment - mit einer namhaften Besetzung als Qualitätsbonus. kob.

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Info

Plakat des Films: Criminal

Kinostart: 01.01.1900

Großbritannien/USA 2016

Genre: Thriller

Originaltitel: Criminal

Regie: Ariel Vromen

Drehbuch: David Weisberg, Douglas S. Cook

Musik: Haim Mazar

Produktion: Avi Lerner, John Thompson, Chris Bender, Avi Lerner, Christa Campbell

Kamera: Dana Gonzales

Schnitt: Danny Rafic

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