Komödie um einen schwulen Starfriseur, der sich in eine Kiezfriseuse verliebt.

Kinostart: 23.10.2014

Kostja Ullmann

Kostja Ullmann
als Tom Herzner

Aylin Tezel

Aylin Tezel
als Heidi

Ken Duken

Ken Duken
als Robert

August Zirner
als Salvatore

André Jung
als Harry

Katja Riemann
als Berta

Mavie Hörbiger
als Mona

Denis Moschitto
als Bassam

Hanno Koffler
als Adrian

Bruno Eyron
als Sam

Tilo Prückner
als Erich

Paula Riemann
als Maja

Frederick Lau
als Didi

Handlung

Tom Herzner ist Berlins In-Coiffeur, der in Mitte einen noblen Haartempel betreibt. Soeben hat er ein erfolgreiches Männer-Shampoo auf den Markt gebracht, nun soll eine Linie für die weibliche Klientel folgen. Da der Liebling der Schwulenszene jedoch absolut keinen Zugang zur Frauenwelt besitzt, verdingt er sich undercover im Neuköllner Kiezsalon der ebenso gutherzigen wie selbstbewussten Heidi. Beeindruckt von ihr, stellt er bald fest, dass er dem "schwachen" Geschlecht vielleicht doch gar nicht so abgeneigt ist.

Tom Herzner ist Berlins In-Coiffeur, der in Mitte einen noblen Haartempel betreibt. Soeben hat er ein erfolgreiches Männer-Shampoo auf den Markt gebracht, nun soll eine Linie für die weibliche Klientel folgen. Da der Liebling der Schwulenszene jedoch absolut keinen Zugang zur Frauenwelt besitzt, verdingt er sich undercover im Neuköllner Kiezsalon der ebenso gutherzigen wie selbstbewussten Heidi. Beeindruckt von ihr, stellt er bald fest, dass er dem "schwachen" Geschlecht vielleicht doch gar nicht so abgeneigt ist.

Ein schwuler Starfriseur verliebt sich ausgerechnet in eine Berliner Kiezfriseuse. Moderne, lichtdurchflutete Berlin-Komödie, die sich mit einem Augenzwinkern über sexuelle Stereotypen lustig macht.

Kritik

Coming-out anders rum - ein Nobelcoiffeur verliebt sich in Marco Kreuzpaintners schwungvoller, lustvoll mit Klischees spielender RomCom in eine Kiezfriseuse.

Ein Coming-out gab's schon 2004 bei Marco Kreuzpaintners reflektierter Coming-of-Age-Komödie "Sommersturm", nun variiert er bei "Coming in" das Thema. Erwachsener sind diesmal seine Protagonisten, etabliert und im Leben angekommen. Wesentlich schriller und leichter ist nun der Ton, wobei der Film jedoch nie zum puren Klamauk verkommt und die Figuren durchaus der Realität verpflichtet sind. Als klassische RomCom mit anderen Vorzeichen muss man diesen Gute-Laune-Spaß lesen, der um Liebe, Freiheit und Selbstfindung kreist und im (Szene-)Berlin trefflich verortet ist.

Tom Herzner (Kostja Ullmann) ist der angesagte Coiffeur der Hauptstadt. Seinen Haartempel in Mitte - elektrisch Schneiden ist hier verpönt - frequentiert die Prominenz, dass keine Frauen Platz nehmen, dafür sorgt resolut Geschäftsführerin Berta (frostig gut: Katja Riemann) - notfalls mit dem Hinweis darauf, dass sie nur in diesem Männerhort arbeiten darf, weil ihre "Titten nicht echt sind". Nach einem erfolgreich eingeführten Herrenshampoo soll eine Linie für die Damen folgen, ein Problem für Tom, dem Liebling der Schwulenszene, der mit dem schwachen Geschlecht so gar keine Erfahrung besitzt. So landet er zu Feldforschungszwecken im "Bel Hair", dem Neuköllner Kiezsalon von Heidi (Aylin Tezel), die ihn gleich mal eine dicken Kuss auf die Lippen drückt, was ihn mehr als nur verdattert.

Romeo und Julia, Heten und Homos, High Society und hemdsärmelige Prölls - vom heftigen Aufeinanderprall verschiedener (Werte-)Welten erzählt Kreuzpaintner mit gutem Auge für Charaktere und Lokalkolorit. Coming-out mal anders. Vorurteile und Rollenmuster werden hinterfragt, lustvoll wird mit Klischees und Stereotypen gespielt, dabei jedoch niemand der Lächerlichkeit preisgegeben. Tom muss sich seiner neuen Umgebung anpassen, mit Hape-Kerkeling-Perücke, T-Shirt, das ihn als Union-Berlin-Fan ausweist, und neuem Namen: Horst, "ausgerechnet Horst". Die Freunde - darunter Lover Robert (Ken Duken), Chauffeur Bassam (Denis Moschitto) und Salvatore (extra-tuckig: August Zirner), Herausgeber eines schwulen Stadtmagazins, sind ob Toms "Verwirrung" entsetzt - "Frauen sind rechthaberisch, beherrschend und halten dir die Nase zu, wenn du schnarchst!" -, Heidis Umfeld kann mit den geschniegelten Tunten nichts anfangen.

Doch Tom hat sein Herz längst verloren, was Berta sofort erkennt: "Was ist los mit dir? Du gehst so breitbeinig." "I Kissed a Girl" singt Katy Perry auf dem sorgsam zusammengestellten Ohrwurm-Soundtrack, verführerisch glitzern Daniel Gottschalks Großstadtbilder, während Tom mit der gestylten Heidi auf dem Sozius durch die nächtlichen Straßen braust. Herz reimt sich ganz ungeniert auf Schmerz, Tränen fließen und vor dem Platzregen flüchtet sich das Paar in einen Fotoautomaten. Aus dem Schlitz fällt final der obligate Bildstreifen - "The End" steht drauf, "Happy" versteht sich. geh.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 23.10.2014

Deutschland 2014

Länge: 1 h 44 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Coming In

Regie: Marco Kreuzpaintner

Drehbuch: Marco Kreuzpaintner, Jane Ainscough

Musik: Peter Plate, Ulf Leo Sommer, Daniel Faust

Produktion: Christoph Müller, Marco Kreuzpaintner, Gabriela Bacher, Christian Angermayer

Kostüme: Metin Misdik

Kamera: Daniel Gottschalk

Schnitt: Hansjörg Weißbrich, Dunja Campregher

Ausstattung: David Scheunemann

Website: http://wwws.warnerbros.de/comingin

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