Atmosphärisches Actiondrama, das sowohl mit atemberaubender Spannung als auch cleverem Humor aufwartet.

Kinostart: 23.09.2004

Tom Cruise

Tom Cruise
als Vincent

Jamie Foxx

Jamie Foxx
als Max

Jada Pinkett Smith

Jada Pinkett Smith
als Annie

Mark Ruffalo
als Fanning

Peter Berg
als Richard Weidner

Bruce McGill
als Pedrosa

Irma P. Hall
als Ida

Barry Henley
als Daniel

Richard T. Jones
als Verkehrspolizist

Klea Scott
als FBI-Agentin

Bodhi Pine Elfman
als junger Arbeiter

Debi Mazar
als junge Arbeiterin

Javier Bardem
als Felix

Emilio Rivera
als Paco

Handlung

Eigentlich würde Max (Jamie Foxx) lieber einen schicken Limousinen-Service auf die Beine stellen, doch einstweilen muss er sich auf den Straßen von Los Angeles als einfacher Taxifahrer verdingen. Als er dabei eines Abends einen geheimnisvollen Fahrgast namens Vincent (Tom Cruise) über mehrere Stunden von einer Adresse zur nächsten chauffiert, kann er sich des Verdachts nicht erwehren, einen Auftragskiller bei der Arbeit zu begleiten. Nun gilt es nur noch, nicht selbst als letzter Hit auf dessen Liste zu landen.

Kriminalfilmästhet und "Miami Vice"-Innovator Michael Mann ("Heat") zeichnet verantwortlich für diesen doppelbödigen, gewohnt stilsicher inszenierten Killerthriller mit Superstarbesetzung.

Auftragskiller Vincent - gerade am Flughafen von L. A. angekommen - bietet dem netten Taxifahrer Max 600 Dollar, um ihn die Nacht hindurch zu chauffieren, in der er fünf "Deals" abzuschließen hat. Die entpuppen sich schon nach dem ersten Stopp nicht als wie angegeben Immobiliengeschäfte, sondern Morde, die Vincent für einen Drogendealer ausführt.

Auftragskiller Vincent landet auf dem Flughafen von L.A.. Dort trifft er auf den sympathischen Taxifahrer Max, dem er 600 Dollar dafür bietet, ihn die ganze Nacht hindurch zu chauffieren. Fünf "Deals" will er abschließen, dann wieder abreisen. Leicht verdientes Geld denkt Max, bis er mit Schrecken feststellt, dass die vermeintlichen Immobiliengeschäfte eiskalte Auftragsmorde sind. Max will raus, sofort. Doch als potenziell Tatverdächtiger kann er das nicht, bis er erkennt, dass er, will er überleben, zurückschlagen muss.

Kritik

Weiß und Schwarz. Realist und Träumer. Macher und Quatscher. Soziopath und Menschenfreund. Killer und Taxifahrer. Die Kontraste zwischen den beiden von Tom Cruise und Jamie Foxx hervorragend gespielten Protagonisten in Michael Manns ("Insider", "Ali") atmosphärischen Actiondrama könnten krasser nicht sein. Dennoch wird im Laufe ihrer fesselnd-faszinierenden Fahrt durch das nächtliche Los Angeles klar, dass sie einander wie Yin und Yang ergänzen und beide im Keim Ähnlichkeiten mit ihrem Gegenüber haben. Für den Zuschauer ist dies ein höchst unterhaltsamen Thrillride, der sowohl mit atemberaubender Spannung als auch cleverem Humor aufwartet.

Ohne Umschweife kommt Michael Mann zum Wesentlichen: Auftragskiller Vincent (Cruise fühlt sich in der Halunkenhaut sichtlich wohl) landet am Flughafen von Los Angeles, Taxifahrer Max (Komiker Foxx nach "Ali" erneut mehr als überzeugend in einer ernsthaften Rolle) wird bei einer typischen Nachtschicht vorgestellt. Ihre Wege kreuzen sich, als Max Staatsanwältin Annie (Jada Pinkett Smith) absetzt. Zu diesem Zeitpunkt ist Max bereits als netter, aber nicht sonderlich dynamischer Mann eingeführt. Er ist gut in seinem Job, sieht diesen aber nur als vorübergehend an, da er davon träumt, seinen eigenen Limousinenservice zu gründen. Vincent wird schon allein durch sein Äußeres aufschlussreich charakterisiert: Anzug, Haare und Bartstoppeln sind allesamt stahlgrau und deuten sowohl auf seinen eisernen Willen als auch auf eine wolfsgleiche Einzelgängernatur hin. Er bietet Max 600 Dollar, ihn die ganze Nacht hindurch zu chauffieren, in der er fünf "Deals" abzuschließen hat. Die entpuppen sich schon nach dem ersten Stopp nicht als die vorgegebenen Immobiliengeschäfte, sondern Morde, für die Vincent von einem Drogendealer kontaktiert worden ist. Max schlittert in ein tödliches Dilemma, aus dem er zunächst keinen Ausweg sieht. Doch beim letztlich etwas konventionellen Schlussakt erkennt er, dass Angriff die beste Verteidigung ist.

Ihre gemeinsame Odyssee umfasst neben den "Hits" (ein actionreicher Shootout in einem asiatischen Nachtclub ist ähnlich aufwühlend wie die Straßenschießerei, die Mann vor neun Jahren in "Heat" zelebrierte) auch einige amüsante Einlagen, wie die von Vincent bewusst mit hilfreicher Ermunterung eingeleitete Konfrontation mit Max' unausstehlichem Boss und ein Besuch bei Max' dominanter Mutter (Irma P. Hall). Die von Drehbuchautor Stuart Beattie (Koautor von "Piraten der Karibik") verfassten Dialoge sind präzise und tragen elegant zur Charakterisierung der Figuren bei. Ob Vincent philosophisch über den Wert eines Menschenleben sinniert, der auftraggebende Drogenboss Max eine vielsagende Parabel über den Weihnachtsmann erzählt oder ein Jazzclubbesitzer Vincent über seine Erfahrungen mit Miles Davis berichtet- es macht Spaß, mit gespitzten Ohren zuzuhören. Ähnliches gilt für den eklektischen Soundtrack, der Jazz, Techno, Rock und Ambientklänge aufweist. In Kombination mit den zu 80 Prozent auf HD-Digitalvideo (Mann gefiel der Realismus der nächtlichen Monochromie) gefilmten Bildkompositionen wird eine geradezu hypnotische Stimmung kreiert. Dabei mag dieser Blick hinter die glitzernde Fassade der Stadt der Engel zwar nicht ganz so vielschichtig und verstrickt sein wie Manns Meisterwerk "Heat", dennoch wird hier Erwachsenenkino vom Feinsten geboten, das auch kommerziell ist. ara.

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Info

Plakat des Films: Collateral
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 23.09.2004

USA 2004

Länge: 2 h 0 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Collateral

Regie: Michael Mann

Drehbuch: Michael Mann, Frank Darabont, Stuart Beattie

Musik: James Newton Howard

Produktion: Michael Mann, Frank Darabont, Julie Richardson

Kostüme: Jeffrey Kurland

Kamera: Paul Cameron, Dion Beebe

Schnitt: Jim Miller, Paul Rubell

Ausstattung: David Wasco, Daniel T. Dorrance

Website: http://movies.uip.de/collateral/home.html

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