Kunterbunter Disney/Pixar-Animationsfilm über einen Jungen, der zufällig ins Land der Toten gerät und dort auf ein Familien-Geheimnis stößt.

Kinostart: 30.11.2017

Handlung

Der zwölfjährige Miguel liebt Musik über alles. Das ist seiner strengen Familie aber ein Dorn im Auge. Sie verbietet ihm, jede noch so kleine Note zu spielen. Miguel kann seinen großen Traum aber nicht einfach vergessen und möchte unbedingt so gut werden wie sein musikalisches Vorbild Ernesto de la Cruz.

Als Miguel sich eines Tages wieder einmal fortschleicht, landet er aus Versehen im Reich der Toten und trifft dort auf die Skelette seiner Vorfahren. Der Ort ist so farbenfroh, prächtig und voller Musik, dass der Junge aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Doch kann er dort natürlich nicht bleiben.

Seine zerstreuten Verwandten sind Miguel allerdings keine große Hilfe. Zum Glückt trifft der Nachwuchsmusiker Skelett Hector. Der charmante Gauner will Miguel gerne nach Hause helfen. Doch die Zeit rennt: Bleibt der Junge zu lange im Reich der Toten, verwandelt er sich selbst in ein Skelett und wird seine lebendige Familie nie wieder sehen...

Kritik

CG-Event um einen jungen Musikus in Mexiko, der am Tag der Toten ein Abenteuer im Jenseits erlebt.

"Cars 3" war für den Aktienkurs, "Coco" ist wieder fürs Herz: Nachdem Pixar sich für seine schönsten Filme bereits in die Lüfte erhoben und Ausflüge in ferne Galaxien und ins Innere des menschlichen Verstandes unternommen hat, verlässt die 19. abendfüllende Produktion des erfolgreichsten Produktionshauses der Kinogeschichte nunmehr das Diesseits und erkundet die Welt der Toten. Dort erlebt ein mexikanischer Junge namens Miguel ein Abenteuer, in dem der Umgang mit der Endlichkeit des menschlichen Daseins allgegenwärtig ist, dadurch das Leben und was es lebenswert macht aber umso mehr gefeiert wird - ein Film wider das Vergessen. Lee Unkrich, als Regisseur zuletzt vor sieben Jahren mit "Toy Story 3" erfolgreich, und Koregisseur Adrian Molina gelingt ein erzählerischer Triumph mit einer nahezu perfekt konstruierten Geschichte, aber auch auf künstlerischer Ebene wird die Latte wieder etwas höher gelegt mit dieser regelrechten Explosion aus Farben und Licht, wie man sie vorher wohl noch nie gesehen hat. Auch wenn ungewöhnlich viel Exposition bewältigt werden muss, wird man mitgerissen vom bloßen Einfallsreichtum und der Detailliebe der Erzählung und ihrer Umsetzung. Miguel wächst in einer Familie auf, in der alle Generationen unter einem Dach vereint sind: Sogar seine greise Urgroßmutter Coco ist noch unter ihnen, sie ist das einzige verbliebene Bindeglied zu ihren Eltern, die letzten Familienmitglieder, die noch ein Leben voller Musik führen durften. Weshalb Miguel sich ihnen nahe fühlt: Nichts sehnlicher wünscht er sich, als selbst Musiker zu werden - gegen das Verbot seiner Großmutter, die am Dia de los Muertos Miguels Gitarre zerbricht, was ihn dazu bringt, in das Mausoleum seines großen Idols einzubrechen und dessen Gitarre zu stehlen. Ein Fluch transportiert den Jungen daraufhin in die Unterwelt, aus der er nur zurückkehren kann, wenn ihm seine toten Verwandten ihren Segen erteilen. Obwohl es explizit um das Sterben geht, ist "Coco" doch nie morbide oder bedrohlich: Weil der Film akzeptiert, dass der Tod ein unausweichlicher Bestandteil des Lebens ist. Eine mächtige Botschaft in einem Film, der Pixars tiefer Überzeugung, dass ein Leben ohne Familie, wie immer sie auch aussehen mag, nicht lebenswert ist, ganz neue Seiten abgewinnt.

ts.

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Info

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Kinostart: 30.11.2017

USA 2017

Länge: 1 h 45 min

Genre: Action

Originaltitel: Coco

Regie: Lee Unkrich, Adrian Molina

Drehbuch: Matthew Aldrich, Adrian Molina

Musik: Michael Giacchino, Kristen Anderson-Lopez, Robert Lopez

Produktion: Darla K. Anderson

Schnitt: Steve Bloom

Ausstattung: Harley Jessup

Website: http://disney.de/filme/coco

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