In diesem charmanten Abenteuerfilm mit Ewan McGregor erwachen die beliebten Buchfiguren Winnie Puuh, Tigger & Co. zum Leben, um den mittlerweile erwachsenen Christopher Robin wieder an die wichtigen Dinge des Lebens zu erinnern.

Kinostart: 16.08.2018

Handlung

Alle Erwachsenen kennen das Problem: Wenn die Arbeit den ganzen Alltag einnimmt, bleibt der Spaß auf der Strecke. So geht es auch dem mittlerweile erwachsenen Christopher Robin (Ewan McGregor). Erlebte er als Kind Abenteuer um Abenteuer mit Winnie Puuh, Tigger, Ferkel und Co., sind diese Erlebnisse inzwischen blasse Erinnerungen.

Gefangen in einem Job, bei dem seine Frau Evelyn (Hayley Atwell) und Tochter Madeline (Bronte Carmichael) auf der Strecke bleiben, und der ihm keinen Spaß macht, wird Christopher immer verzweifelter. Nachdem sein Chef Keith (Mark Gatiss) Christopher die Zeit für einen geplanten Familienausflug verweigert, bricht dieser auf einer Parkbank verzweifelt zusammen.

Am absoluten Tiefpunkt angekommen, traut Christopher kaum seinen Augen, als sein geliebter Bär Puuh plötzlich auftaucht. Puuh kann Christophers Unglück nicht länger mit ansehen und trommelt Verstärkung zusammen. Doch können die Bewohner des Hundertmorgenwaldes ihren Freund rechtzeitig retten, bevor jede Form von Freude aus seinem Leben verschwunden ist?

Kritik

Nostalgisch-verspieltes Drama um den erwachsenen und gestressten Christopher Robin, der von Kindheitsgefährte Puuh wieder Freude lernen muss.

Kurz nach "Goodbye Christopher Robin", der das Porträt des Schöpfers von "Pu der Bär" A. A. Milne zeichnete, landet nun ein weiterer Film mit Pus menschlichen Freund Christopher Robin in den Kinos und konzentriert sich im Gegensatz zum erstgenannten Film tatsächlich auf Milnes' von seinem Sohn inspirierte Figur - als Erwachsener. Als Erwachsener, der schwer an der Verantwortung für seine Familie und seine Mitarbeiter in einer schlecht laufenden Firma trägt. Er hat dem Hundertmorgenwald und seinen dort lebenden Spielkameraden längst den Rücken gekehrt, seine kindliche Freude verloren und fast vergessen, was im Leben wirklich zählt.

In bester Disneymanier wird der Titelheld - gespielt von Ewan McGregor geläutert, findet zu Frau und Kind zurück und die Freude wieder, die er als Kind verspürte, als er mit dem Honigliebenden tollpatschigen Teddybär Pu, dem hüpfenden Tiger Tigger, dem pessimistischen Esel I-Aah und Ferkel spielte. Eben jene, CGI-animiert als Plüschtier und "reales" wie "Paddington", "Peter Hase" oder "Stuart Little", und ihre aus der Vorlage bekannten kindlichen Weisheiten, bringen ihn wieder auf den richtigen Weg.

Weder ein Biopic noch eine Adaption von Milnes Werk ist dieses nostalgisch angehauchte Drama, sondern ein von Milnes Figuren inspirierter Film, der mit Marc Forster einen passenden Regisseur gefunden hat, hat er doch bereits Kinderbuchautor J. M. Barrie und seiner bekanntesten Figur Peter Pan mit dem Oscar-prämierten "Wenn Träume fliegen lernen" ein filmisches Denkmal geschaffen. Den Bezug zum Originalstoff setzt er im Einstieg seines auch an ein sehr junges Publikum gerichteten Filmes her, in der der junge Christopher Robin und Winnie Puuh, wie der Teddy seit den ersten Disney-Kurzfilmen heißt, in illustrierten und realen Sequenzen, die in Kapitel eingeteilt sind, Abenteuer erleben und Christopher Robin im Schnelldurchlauf erwachsen wird, wie sein reales Vorbild aufs Internat muss. Relativ lang wird Christopher Robins Lebenskrise geschildert nach dem von mehreren renommierten Autoren bearbeiteten Drehbuch bevor mit dem Auftauchen von Pooh wieder mehr Humor und Verspieltes in den Film kommt. Wunderbar, wie etwa ein roter Ballon den Beginn der Rückbesinnung markiert oder Christopher Robin einen Schaukampf mit einem nicht vorhandenen Heffalump aufführt. Das sind gelungene, witzige und warmherzige Szenen, an die Rasanz und den kecken Charme von "Paddington", reicht "Christopher Robin" aber nicht heran. Forster betont die der Figur anhaftenden Ruhe des Bären mit geringem Verstand, aber umso größeren Herz. Mancher hätte sich vielleicht außer Kinderkompatiblen Slapstick und sympathischen Wortspielereien mit Steckenbleiben und Puuhs Weisheiten ein bisschen mehr Schräges und Surreales erhofft wie Forster selbst teils in "Stay" (auch mit Ewan McGregor in der Hauptrolle) und in "Schräger als Fiktion" demonstrierte oder Tim Burton in seinen Märchen "Big Fish" und "Alice in Wunderland" oder einen Hauch Respektlosigkeit von Seth MacFarlanes "Ted". Aber das wäre kein klassischer Disney-Film gewesen. hai.

Wertung Questions?

FilmRanking: 379 >99

Filmwertung

Redaktion
-
User
4
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
2
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
3
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
5
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
3
Deine Wertung

Info

  • FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

FSK: ab 0

Kinostart: 16.08.2018

USA 2018

Länge: 1 h 44 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Christopher Robin

Regie: Marc Forster

Drehbuch: Alex Ross Perry, Allison Schroeder

Musik: Jon Brion

Produktion: Brigham Taylor

Kostüme: Jenny Beavan

Kamera: Matthias Koenigswieser

Schnitt: Matt Chesse

Ausstattung: Jennifer Williams

Website: https://disney.de/filme/christopher-robin

Ticker

Kino&Co Newsletter

Hol' dir jetzt den KINO&CO Newsletter!
Der schnelle Überblick über unsere Blockbuster und Top-Gewinnaktionen der Woche.