Als der 50-jährige Sänger Alain die junge Marion kennenlernt, verändert sich sein ganzes Leben.

Kinostart: 18.01.2007

Cécile de France

Cécile de France
als Marion

Gérard Depardieu

Gérard Depardieu
als Alain Moreau

Mathieu Amalric

Mathieu Amalric
als Bruno

Christine Citti
als Mich

Patrick Pineau
als Daniel

Alain Chanoine
als Philippe Mariani

Die Handlung von Chanson d'Amour

Schnulzensänger Alain Moreau (Gérard Depardieu) hat es nach vielen Jahren zur lokalen Größe in der französischen Provinz gebracht, verehrt von weiblichen Fans. Eine richtige Karriere blieb dem gealterten Crooner jedoch verwehrt. Er steckt in dem Milieu der Hotel-Tanzsäle für immer fest. Deshalb stürzt er sich förmlich in ein Abenteuer mit der jungen Immobilienmaklerin Marion (Cécile de France), die ihn aber auf Distanz hält. Zwischen den grundverschiedenen Menschen funkt es dennoch, sehr zum Verdruss von Alains Ex-Frau Michèle (Christine Citti), die als Managerin für ihn sorgt.

Subtile Liebesgeschichte, die faszinierende Milieuzeichnung mit erstaunlichen Graden emotionaler Schattierungen kombiniert. Das melancholische Mood Movie trumpft mit einem fabelhaften Gérard Depardieu und stimmiger Musik auf.

Alain tritt in gewagten Sakkos und mit blonden Strähnchen als Schnulzensänger in der Provinz auf und sorgt auf Firmenfeiern für Stimmung. Er hat eine treue, ältere, weibliche Anhängerschaft , trotzdem fühlt er sich einsam. Bis er eine junge Immobilienmaklerin trifft und sich verliebt. Er lässt sich eine Wohnung und ein Haus nach dem anderen zeigen...

Alain tritt in gewagten Sakkos und mit blonden Strähnchen als Schnulzensänger in der Provinz auf und sorgt auf Firmenfeiern für Stimmung. Er hat eine treue, ältere, weibliche Anhängerschaft, und er ist überzeugt von dem, was er tut, auch wenn ihm der rechte Durchbruch nie recht gelingen wollte. Trotzdem fühlt er sich zunehmend einsam. Bis er bei einem Auftritt eine junge Immobilienmaklerin trifft und sich verliebt. Um ihr nahe sein zu können, lässt er sich ein Haus nach dem anderen zeigen. Dann erhält er die Chance zu einem großen Auftritt.

Kritik zu Chanson d'Amour

Als alternder Chansonsänger bricht ein anrührender Gérard Depardieu aus seiner kleinen Welt aus und verliebt sich in eine junge Frau. Eine musikalische und zärtliche Ode an große Gefühle.

Wenn er anhebt, "Für einen Flirt mit dir, würde ich alles tun" zu intonieren, geraten die angejahrten und berüschten Damen im nostalgisch angehauchten Tanzsaal ins Schwärmen. Alain ist kein neumodischer und smarter Typ, sondern ein Mann mit Naturgewalt - etwas wuchtig und schwerfällig, in seiner Meinung geradeaus, herzensgut und von charmanter Naivität. Gewagte Sakkos und blonden Strähnchen stellen die Geschmacksnerven allerdings auf eine harte Probe. Ein bewunderter Lokalmatador, der weitab vom snobistischen Paris in der Provinz die Leute zum Tanzen animiert oder auf Firmenfeiern für Stimmung sorgt. Dass er sich trotz aller Aufmerksamkeit einsam fühlt und sein rastloses Leben als Stillstand empfindet, ahnt kaum jemand. Bis er eine junge Immobilienmaklerin trifft. Plötzlich hängt der Himmel voller Geigen, glaubt der Gute an eine mögliche Beziehung. Um den Kontakt zu halten, lässt er sich eine Wohnung und ein Haus nach dem anderen zeigen. Und dann passiert das eigentlich Unmögliche, für einen Moment begegnen sich zwei Menschen aus verschiedenen Milieus, aus flüchtigen Berührungen entwickelt sich eine tiefe Zuneigung und Respekt vor der Persönlichkeit des anderen. Ein kurzer Flügelschlag der Zeit, ein Gefühl das nicht von Dauer sein kann, sich der Wirklichkeit entzieht.

Es geht hier nicht um Sangeskunst und auch nicht um cineastische Rafinesse. Gérard Depardieu singt selbst Lieder wie "Save the Last Dance for Me". "L'Anamour" oder "Una lacrima sul viso", dabei imitiert er weder Chanson-Ikonen wie Michel Delpech noch Serge Gainsbourg, sondern singt eben so wie ein Show-Master in der Welt der Ballhäuser und Tanzbars. Xavier Giannoli setzt auf stilistische Einfachheit, konzentriert sich auf die Figuren und das, was zwischen ihnen abläuft, die Stimmung des Augenblicks. Alain redet wie ein Wasserfall, das Objekt der Begierde gibt nur wenig von sich preis (Cécile de France mit großer Ausstrahlung). "Chanson d'Amour" ist so richtig schön altmodisch vom Ambiente mit der leicht kitschig wirkenden Ballhausatmosphäre, den optimistischen Bonbonfarben, den manchmal schmalzigen Texten, die ein bisschen Hoffnung und ein bisschen Glück schenken. Eine gelungene Mischung aus leiser Melancholie, zärtlicher Poesie und emotionalem Tremolo. Kein Wunder, dass man beschwingt summend aus dem Kino kommt und sich fest vornimmt, das Leben und die Liebe zu lieben. mk.

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Info

Plakat des Films: Chanson d'Amour

Kinostart: 18.01.2007

Frankreich 2006

Länge: 1 h 52 min

Genre: Drama

Originaltitel: Quand j'etais Chanteur

Regie: Xavier Giannoli

Drehbuch: Xavier Giannoli

Musik: Alexandre Desplat

Produktion: Edouard Weil, Pierre-Ange Le Pogam

Kostüme: Nathalie Benros

Kamera: Yorick Le Saux

Schnitt: Martine Giordano

Ausstattung: François-Renaud Labarthe

Website: http://www.chansondamour.de/