Swingende Spielberg-Komödie über die unglaubliche, aber wahre Geschichte eines Teenagers, der zu Amerikas berühmtestem Schwindler wurde.

Kinostart: 30.01.2003

Leonardo DiCaprio

Leonardo DiCaprio
als Frank Abagnale

Tom Hanks

Tom Hanks
als Carl Hanratty

Christopher Walken

Christopher Walken
als Frank Abagnale, Sr.

Martin Sheen
als Roger Strong

Nathalie Baye
als Paula Abagnale

Amy Adams
als Brenda Strong

Jennifer Garner
als Cheryl Ann

Frank John Hughes
als Earl Amdursky

Brian Howe
als Tom Fox

Chris Ellis
als Agent Witkins

Ellen Pompeo
als Marci

Shane Edelman
als Dr. Harris

Matthew Kimbrough
als Kreditberater

Jonathan Brent
als Dr. Ashland

James Brolin
als Jack Barnes

Steve Eastin
als Paul Morgan

John Finn
als stellvertretender Direktor

Handlung

Frank Abagnale jr. (Leonardo DiCaprio) geht auf die High School. Und er ist Arzt, Rechtsanwalt, Physiker oder Co-Pilot für staatliche Airlines, je nachdem, was die Situation gerade erfordert. In einer Welt, in der Schein alles ist, hat der tolldreiste Wunderknabe die Erkenntnis gewonnen, dass jeder alles sein kann, wenn er es nur überzeugend genug vorträgt (und der Anzug zu den Schuhen passt). Agent Carl Hanratty (Tom Hanks), im Angesicht von gefälschten Schecks in mehrfacher Millionenhöhe nicht gerade amüsiert, trachtet den charmanten Hochstapler zu fassen.

Eine dreißig Jahre alte Geschichte knöpfte sich Steven Spielberg für diese locker aus der Hüfte geschossene, kuriose weil wahre Kriminalkomödie vor.

In den Sixties steht Frank Abagnale Jr. ganz oben auf der Fahndungsliste des FBI. Mit einer Mischung aus Frechheit, Cleverness und Charme gibt sich der Teenager als Kopilot, Arzt und Anwalt aus, lebt mit gefälschten Schecks auf der Flucht, aber in Luxus. Doch seine Verfolger haben die Schlinge schon ausgeworfen, die sich durch FBI-Agent Hanratty immer fester zuzieht.

Die USA in den 60ern: Mit dem wirtschaftlichen wie sozialen Abstieg des Vaters zerbricht das Familienglück der Abagnales. Nach der Scheidung der Eltern nimmt Frank Jr., der noch nicht einmal die High School abgeschlossen hat, das Leben in die eigene Hand. Beeindruckt vom gesellschaftlichen Status der Piloten, ergaunert sich der Teenager eine Pan-Am-Uniform und führt fortan mit gefälschten Gehaltschecks ein flottes (Liebes-)Leben. Doch der muntere Spaß endet, als sich der korrekte, humorlose FBI-Agenten Hanratty an Franks Fersen heftet.

Nach der Scheidung seiner Eltern nimmt der heranwachsende Frank Abagnale jr. sein Leben selbst in die Hand, besorgt sich eine Pan-Am-Uniform und führt fortan mit gefälschten Gehaltschecks ein flottes (Liebes-)Leben. Dumm nur, dass sich der humorlose FBI-Agent Hanratty an seine Fersen heftet. Swingende Gaunerkomödie von Steven Spielberg, in der Leonardo DiCaprio als charmanter Hochstapler brilliert.

Kritik

Mit der Verfilmung eines Lebens, das zumindest in den hier gezeigten Abschnitten wie ein Film gelebt wurde, lässt Steven Spielberg auf die Düsternis der Zukunft ("Minority Report") die Heiterkeit der Vergangenheit folgen. Inspiriert von einer wahren Geschichte, die seit 1980 in Buchform vorliegt, blickt der Hit-Lieferant aus Hollywood zurück in die Mitte der Sixties, auf eine Zeit der Unschuld, die wohl auch in gewisser Weise seine eigene war. Er begleitet einen jungen, charmanten und gewitzten Lügner, der sich im Laufe weniger Jahre mit gefälschten Schecks und Identitäten ein Vermögen erschwindelte, auf seiner Flucht vor dem FBI. Das kommerziell aussichtsreiches Entertainment erzählt eine unglaubliche Geschichte mit den Topstars Leonardo DiCaprio und Tom Hanks sehr unterhaltsam für nahezu alle Generationen.

Frank Abagnale Jr, auf dessen Autobiographie "Catch me if you can" lose basiert, hatte noch den High School-Abschluss vor sich, als ihm das Schicksal eine Alternative zu bürgerlichen Buckelexistenzen aufzeigte. Der plötzliche wirtschaftliche und damit auch soziale Abstieg seines Vaters (Christopher Walken) leitet das Ende der Ehe seiner Eltern und des bisherigen familiären Glücks ein. In einer von mehreren Szenen, die nicht das Leben, sondern pure Filmdramaturgie schrieb, erwartet ihn zu Hause der Anwalt seiner Mutter. Binnen Minuten muss er sich für Vater oder Mutter entscheiden, doch Frank trifft seine eigene Wahl, lässt die Eltern und sein bisheriges Leben zurück. Beeindruckt davon, wie Piloten als Helden der Lüfte von der Gesellschaft hofiert werden, erschwindelt sich der Teenager eine Pan-Am-Uniform, gibt sich als Kopilot der Fluglinie aus, reist um die Welt und löst gefälschte Gehaltsschecks, ausgestellt auf den Namen seiner Comichelden, ein. In der Gestalt des hyperkorrekten, humorfreien Agenten Hanratty (Tom Hanks) heftet sich das FBI an die Fersen des Nachwuchsgauners, der bald mit mehreren Millionen Dollar seine Koffer füllt und ein Leben in Luxus und Laster führt. Der Kontakt wird persönlich, als Frank von Hanratty überrascht wird, durch eine freche Finte aber entkommen kann. Federleicht inszeniert Spielberg das Katz-und-Maus-Spiel der beiden, lässt Hauskomponist John Williams Cool Jazz pflegen und Sinatra swingen. So schwebt man durch ein verführerisches Leben, wie der junge Protagonist, der sich verlieben, als Arzt und auch Anwalt ausgeben wird, aber auf der Flucht letztlich allein bleibt. Gegenüber den tatsächlichen Ereignissen ist Hanks' Figur Hanratty aufgewertet - als väterliche, moralische Instanz, die in ihren Sympathiewerten gleichberechtigt mit Abagnale ist. DiCaprio zeigt Charme und Entspanntheit in der Darstellung dieser Figur, die seinem Image deutlich näher steht als sein Bandenführer in "Gangs of New York". Seine weiblichen Fans, die durch Scorsese vielleicht erschreckt wurden, können ihn also wieder in ihre Tagebücher aufnehmen, auch wenn das Frauenbild in "Catch me if you can" solche Treue nicht angemessen rechtfertigt. Spielbergs Film macht Spaß und das gut 140 Minuten lang auch wenn es dem Erfolgsregisseur nicht immer gelingt, das Unglaubliche von damals einem skeptischeren Zuschauer von heute glaubwürdig erscheinen zu lassen. Die Dramaturgie Hollywoods folgt eben ihren eigenen Gesetzen und überhöht manchmal sogar ein Leben, das in seiner Realität eigentlich schon märchenhaft genug ist. kob.

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Info

Plakat des Films: Catch Me If You Can
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 30.01.2003

USA 2002

Länge: 2 h 21 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Catch Me If You Can

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Jeff Nathanson

Musik: John Williams

Produktion: Steven Spielberg, Walter F. Parkes

Kostüme: Mary Zophres

Kamera: Janusz Kaminski

Schnitt: Michael Kahn

Ausstattung: Jeannine Oppewall, Michele Laliberte, Sarah Knowles, Peter Rogness

Website: http://movies.uip.de/catchmeifyoucan

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