Tragikomödie um eine Frau, die von einem Mitglied ihrer Schmerztherapiegruppe besessen ist, das sich kürzlich umgebracht hat.

Kinostart: 09.04.2015

Jennifer Aniston

Jennifer Aniston
als Claire Simmons

Adriana Barraza

Adriana Barraza
als Silvana

Anna Kendrick

Anna Kendrick
als Nina Collins

Felicity Huffman
als Annette

Sam Worthington
als Roy Collins

William H. Macy
als Leonard

Mamie Gummer
als Bonnie

Chris Messina
als Jason Bennett

Lucy Punch
als Schwester Gayle

Britt Robertson
als Becky

Paula Cale
als Carol

Ashley Crow
als Stephanie

Manuel Garcia-Rulfo
als Arturo

Camille Guaty
als Tina

Allen Maldonado
als Buddy

Camille Mana
als Schwester Salazar

Julio Mechoso
als Pharmacist

Evan O'Toole
als Casey Collins

Handlung

Claire ist am Boden zerstört, chronisch krank - und zudem eine überaus unangenehme, feindselige Person. Sie lebt alleine in ihrem Bungalow in Los Angeles, alle ihre Freunde haben ihr längst den Rücken gekehrt, nur noch Haushälterin Silvana hält es mit ihr aus. Als sich eines Tages Nina - Mitglied der Selbsthilfegruppe für Schmerzpatienten, der auch sie angehört - das Leben nimmt, beginnt Claire sich obsessiv mit deren Freitod zu beschäftigen und freundet sich in der Folge mit Ninas Mann Roy und dessen Sohn an.

Kritik

"Beastly" ist Jennifer Aniston in Daniel Barnz' mit humorvollen Momenten aufgelockerten Drama, in dem sie als Schmerzpatientin ins Leben zurückfindet.

Für böses Blut sorgte Jennifer Aniston, dank "Friends" ein (TV-)Superstar, als sie sich für ihre Rolle in "Cake" selbst für die Oscars ins Gespräch brachte. Die "Monster"-Methode von Charlize Theron sollte der Golden Globe- und Emmy-Gewinnerin zur begehrten Trophäe verhelfen, ein paar Kilo hat sie für ihren Part zugelegt, sich unvorteilhaft schminken und frisieren lassen, den Körper mit hässlichen, aufgemalten Narben "entstellt". Genutzt hat es nichts, viel Häme wurde über sie ausgegossen, das Independent-Drama von Daniel Barnz ("Beastly") wurde in keiner Kategorie nominiert.

Was Anistons Leistung keinesfalls schmälert, denn sie liefert hier definitiv eine der besten schauspielerischen Leistungen ihrer Karriere ab. Ein schwerer Unfall hat Claire aus der Bahn geworfen, sie leidet unter chronischen Schmerzen, die sie zu einer überaus feindseligen Person haben werden lassen. Die Freunde haben sich von ihr abgewandt, der Gatte hat sie verlassen und nun lebt sie alleine, unterstützt von ihrer resoluten Haushälterin Silvana, in ihrem schicken Bungalow, wo sie nachts im Swimmingpool einsam ihre Runden dreht - manchmal beobachtet von einem Opossum.

Eine simple, durchaus packende und vor allem kluge Story hat sich Drehbuchautor Patrick Tobin ausgedacht, in der es darum geht, wie die depressive (Anti-)Heldin langsam ins Leben zurückfindet. In der Selbsthilfegruppe, die Claire besucht, wird sie mit dem Suizid ihrer Mitpatientin Nina (anrührend: Anna Kendrick) konfrontiert und beginnt sich daraufhin obsessiv mit deren Freitod zu beschäftigen - und nähert sich in der Folge auch deren Ehemann Roy (Sam Worthington).

Der Schauspielerfilm lebt von den präzise gezeichneten Figuren, bis in die Nebenrollen hinein ist er mit exzellenten Charakterdarstellern besetzt. Felicity Huffman ("Desperate Housewives") glänzt als Therapeutin mit Hang zum Wodka, Sympathieträgerin ist Silvana (Adriana Barraza), die ihrer Brötchengeberin hilft, an illegale Schmerzmittel zu kommen. Sorgfältig platzierte, milde (Wort-)Witze nehmen dem Drama immer wieder die Schwere, Kamerafrau Rachel Morrison gelingt es, das zerrüttete Innenleben der ewig Pillen schluckenden, bärbeißigen Claire einfühlsam zu bebildern. Bleibt die Frage nach dem Titel gebenden Kuchen - den soll die Protagonistin backen, sie, die ewig die Menschen ausnutzt, soll auch einmal etwas für andere tun. Gutes Arthousekino. geh.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 09.04.2015

USA 2014

Länge: 1 h 42 min

Genre: Drama

Originaltitel: Cake

Regie: Daniel Barnz

Drehbuch: Patrick Tobin

Musik: Christophe Beck

Produktion: Mark Canton, Courtney Solomon, Ben Barnz, Kristin Hahn

Kostüme: Karyn Wagner

Kamera: Rachel Morrison

Schnitt: Michelle Harrison, Kristina Boden

Ausstattung: Joseph T. Garrity

Website: http://www.warnerbros.de/kino/cake.html

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