Finsterer Sci-Fi-Thriller über einen Mann, der eine Methode entdeckt, mit der er seine düstere Kindheit in der Vergangenheit zum Guten wenden kann.

Kinostart: nicht bekannt

Ashton Kutcher

Ashton Kutcher
als Evan Treborn

Amy Smart

Amy Smart
als Kayleigh

Eric Stoltz
als Mr. Miller

William Lee Scott
als Tommy

Elden Henson
als Lenny

Logan Lerman
als Evan, 7 Jahre

John Patrick Amedori
als Evan, 13 Jahre

Irene Gorovaia
als Kayleigh, 13 Jahre

Jesse James
als Tommy, 13 Jahre

Kevin Schmidt
als Lenny, 13 Jahre

Ethan Suplee
als Thumper

Melora Walters
als Andrea

Die Handlung von Butterfly Effect

Als Kind litt Evan Trebom (Ashton Kutcher) unter einer seltsamen Form des Blackout. Seitdem liegen Teile der eigenen Vergangenheit im Dunklen. Eines Tages fragt sich Evan, warum in seinem Leben so viel schief gelaufen ist und seine Jugendfreunde solch traumatisierte Versager sind. Da trifft es sich gut, dass ihm nun im Traum eine geradezu fantastische Möglichkeit erscheint, in die eigene Vergangenheit einzugreifen und sie zu korrigieren.

Eric Bress

Der kleine Evan kann sich nicht an die wichtigsten Ereignisse in seinem Leben erinnern. Mit sieben Jahren steht er mit einem Schlachtermesser in der Hand vor seiner Mutter, doch er kann sich ebensowenig seine dahingemalte Botschaft "Töte mich, bevor es zu spät ist" erklären. Auf ärztlichen Rat hin protokolliert er fortan alle Ereignisse. Jahre später erwacht Evan davon, genau geträumt zu haben, was er damals niederschrieb. Und er entdeckt eine Methode, die ihm erlaubt, seine Kindheit von allem Übel zu befreien.

Weil Evan als Achtjähriger in der Schule ein blutrünstiges Bild malt, veranlasst dies seine Mutter dazu, ihn psychiatrisch untersuchen zu lassen. Der Doktor, eher ratlos, schlägt dem Kind vor, Tagebuch zu führen, und alles einzutragen, was ihm wesentlich erscheint. Zwölf Jahre später. Der 20-jährige Evan studiert inzwischen Psychologie, als ihn beim Durchblättern seiner alten Notizen plötzlich die Vergangenheit in Form von Kindesmisshandlung, brennenden Hunden und explodierenden Briefkästen wieder einholt.

Kritik zu Butterfly Effect

Ashton Kutcher ("Voll verheiratet!") mag auf die Magengegend unzähliger Teeniemädchen (und seiner Lebensgefährtin Demi Moore) einen unbestreitbaren Schmetterlingseffekt ausüben, doch seine erste "ernsthafte" Rolle könnte so manchen veranlassen, sich den Bauch vor (unbeabsichtigtem) Lachen zu halten. Dabei hat der mit dem üblich hanebüchenen Science-Fiction-Element versehene psychologische Thriller der beiden "Final Destination 2"-Autoren durchaus eine packend-verstörende "Was wäre wenn?"-Story vorzuweisen, die (teils erstaunlich effektiv) Tabuthemen wie Pädophilie, Kindermord, Tierquälerei und Gefängnismissbrauch anschneidet. Doch letztlich wird die Dramatik von der unfreiwilligen Komik untergraben und echte Hitchancen werden somit verschenkt.

Wie bei ihrem gemeinsamen Indiefilm-Regiedebüt "Blunt" übernahmen die beiden Ko-Skripter Eric Bress und J. Mackye Gruber die Inszenierung in Teamarbeit. Sie führen ihren Protagonisten Evan Treborn im Alter von acht Jahren ein, als er von seiner Mutter zur Untersuchung beim Psychiater gebracht wird, nachdem er in der Schule ein schockierendes Bild gemalt hat, aber behauptet, sich an nichts zu erinnern. Als Therapiemaßnahme beginnt der Junge Tagebücher zu führen, in denen er Kindheitserlebnisse mit seiner besten Freundin Kayleigh, ihrem aggressiven Bruder Tommy und dem dicklichen Muttersöhnchen Lenny einträgt. Dabei gelingt es den Filmemachern, diese Phase (die in späteren Rückblenden detailliert wird) mit einem gewissen eindringlichen "Stand By Me"-Anstrich zu versehen. Zum Zeitpunkt von Kutchers Entrée als 20-jährigem Evan, der Psychologie studiert, haben drei entscheidende traumatische Ereignisse stattgefunden, an die er sich allerdings nicht erinnert. Dies ändert sich schlagartig mit Hilfe der Tagebücher, die ihm in Verbindung mit erderschütternden Spezialeffekten ermöglichen, in die Vergangenheit zurückzureisen. Nachdem er seine alten Freunde ausfindig macht und feststellt, dass die damaligen Ereignisse ihr Leben verpfuscht haben, strengt er sich an, die Dinge an verschiedenen vergangenen Ansatzpunkten positiv zu beeinflussen. Doch nach bekanntem Faust'schen Prinzip scheint er die Dinge jedesmal nur noch schlimmer zu machen.

Seinen Titel bezieht der Film aus der Chaostheorie, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings am anderen Ende der Welt für das Entstehen eines Taifuns verantwortlich sein kann. Dieser faszinierende Ausgangspunkt wird genutzt, um zu zeigen, wie die geringste Veränderung ein ganzes Leben beeinflussen kann. Dies führt zu verschiedenen veränderten Inkarnationen der Figuren, was vor allem Amy Smart ("Roadtrip") Gelegenheit gibt, unterschiedlichste Rollentypen (vom properen Collegegirl zur drogenabhängigen Prostituierten) zu porträtieren. Während nicht behauptet werden kann, dass Kutcher in seinem Part versagt, fühlt man sich unweigerlich an seine MTV-Show "Punk'd" erinnert, in der nichtsahnende Stars auf den Arm genommen werden. So drängt sich in den inopportunsten Momenten wiederholt der Eindruck auf, dass Kutcher nur mit Mühe ein Lachen unterdrückt und jederzeit "Ätsch, es handelt sich doch um eine Farce!" rufen könnte. Für einen dramatischen Thriller mit todernsten Themen keine ideale Voraussetzung - was insofern irritierend ist, als dass der Film durchaus grundsolide Suspense-Unterhaltung bietet. ara.

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Info

Plakat des Films: Butterfly Effect
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: nicht bekannt

USA 2004

Länge: 1 h 54 min

Genre: Sci-Fi

Originaltitel: The Butterfly Effect

Regie: Eric Bress, Jonathan Mackye Gruber

Drehbuch: Eric Bress

Musik: Michael Suby

Produktion: A.J. Dix, Chris Bender, J.C. Spink, Anthony Rhulen

Kostüme: Carla Hetland

Kamera: Matthew F. Leonetti

Schnitt: Peter Amundson

Ausstattung: Jeremy Stanbridge, Douglas Higgins, Shannon Grover

Website: http://www.butterfly-effect.de