Unwiderstehlich komische Farce um Spielschulden und einen daraus resultierenden Gangsterkrieg.

Kinostart: 03.12.1998

Jason Statham
als Bacon

Steven Mackintosh
als Winston

Vinnie Jones
als Big Chris


als J. D.

Lenny McLean
als Barry the Bapist

P. H. Moriarty
als Hatchet Harry

Steve Sweeney
als Plank

Frank Harper
als Dog

Stephen Marcus
als Nick the Greek

Peter McNicholl
als Little Chris

Vas Blackwood
als Rory Breaker

Jake Abraham
als Dean

Stephen Callender-Ferrier
als Lenny

Suzy Ratner
als Gloria

Die Handlung von Bube, Dame, König, Gras

Eddy (Nick Moran) verliert bei einer Pokerparty nicht nur seinen Einsatz von 100.000 Pfund, sondern muss Gangsterboss Harry (P. H. Moriarty) innerhalb einer Woche den fünffachen Betrag nachlegen. Als Eddys Freunde eine andere, brutale Gang um deren jüngste Einnahmen bringt, fegt eine Lawine von unvorhersehbaren, blutigen Konsequenzen über alle Beteiligten hinweg.

Keine Sekunde lang lässt diese in England sensationell erfolgreiche Komödie den Eindruck zu, dass sie ein Debütant geschrieben und inszeniert hat. Mit visueller Fantasie, einem guten Auge für Milieu, Typen und skurrile Situationen, sowie einem Ohr für spritzige Dialoge erwies sich der spätere Madonna-Gatte Guy Ritchie damals als hochtalentierter Newcomer.

Eddy verliert in einer Pokerparty nicht nur seinen Einsatz von 100.000 Pfund, sondern muß Gangsterboß Harry innerhalb einer Woche den fünffachen Betrag nachlegen. Als Eddys Freundesclique eine andere, brutale Gang um deren jüngste, satte Einnahmen bringt, fegt eine Lawine von unvorhersehbaren, blutigen Konsequenzen über alle Beteiligten hinweg.

Hunderttausend Pfund Einsatz haben der kleine Gauner Eddy und seine Kumpel aufgebracht, um bei einem Pokerspiel ans große Geld zu kommen. Doch Eddy ist den miesen Tricks seines Gegenspielers, dem Gangsterboss Hatchet Harry, nicht gewachsen und steht am Ende des Abends gar mit einer halben Million Pfund in der Kreide. Innerhalb einer Woche sollen die Jungs nun ihre Schulden begleichen, sonst ist es um ihre Finger geschehen. In ihrer Not beschließen Eddy und Co., eine andere Bande um deren erbeutetes Drogengeld zu bringen...

Unwiderstehlich komische Farce um Spielschulden und einen daraus resultierenden Gangsterkrieg.

Kritik zu Bube, Dame, König, Gras

"Ganz und Gar" (eine von mehreren Übersetzungsoptionen des Originaltitels) ein zweites "Ganz oder gar nicht"? Durchaus denkbar, denn Guy Ritchies Komödie um schwere Gangster, leichte Hirne, Marihuanapflanzen, Musketen und Spielschulden hat auch in deutschen Kinos das Zeug zum Überraschungshit, nachdem sie bereits im heimatlichen England die Charts stürmte und den "Pferdeflüsterer" geschlagen verstummen ließ.

Newcomer Guy Ritchie begann erst 1993 seine Filmkarriere als Laufbursche am Set, weist sich aber schon fünf Jahre später als ernstzunehmendes Regietalent mit visuellem Einfallsreichtum, Gespür für Atmosphäre und der Balance zwischen Präsenz und Präsentierung von Gewalt aus, die fast durchweg ins Kamera-Off verlegt ist. Zart besaitete Gemüter werden es ihm danken, denn die komische Geschichte, die Ritchie hier als kongenial begabter Drehbuchautor auftischt, produziert ein Geflecht von Mißverständnissen, das nur mit einem Berg von Leichen sauber aufgelöst werden kann. Das finale Großreinemachen ist notwendige Reduzierung eines großen Figurenpersonals, das Ritchie temporeich einführt, ohne (aufmerksamen) Zuschauern den Überblick zu nehmen. Im Kern steht ein sympathisches Freundesquartett, das 100.000 Pfund zusammengaunert, damit sein Spieler-As Eddy (Nick Moran) an der berüchtigten, aber potentiell einträglichsten Pokerpartie der Stadt teilnehmen kann, die Gangsterboß Harry (P.H. Moriarty) regelmäßig veranstaltet. Ritchie zieht alle Register, um Harrys Ruf in Keyser-Soze-Dimensionen zu rücken und damit die Furcht von Eddys Clique zu begründen, als Harry seinen Herausforderer abzockt und binnen einer Woche dessen Schulden von einer halben Million Pfund einfordert. In bester britischer Tradition verdaut Eddy diesen Schock im alkoholischen Delirium, bis der Zufall einen Ausweg zeigt. Die in unmittelbarer Nachbarschaft einquartierte Gang um den brutalen Killer Dog (Frank Harper) plant, die Luschen-Clique um Winston (Steven Mackintosh) um ihr Vermögen und ihre Marihuana-Pflanzen zu erleichtern, was Eddy wiederum auf die Idee bringt, Dogs Meute zu überfallen. Und so kommt es wie es kommen mußte, und doch irgendwie nicht, als ein durchgeknallter Drogenbaron und zwei nach antiken Musketen suchende Heliumhirne das Chaos potenzieren. Bewundernswert, wie Ritchie die Fäden zusammenhält und Brutalität konsequent aus dem Bild läßt, wie flotte Dialoge Grinsen ins Gesicht zaubern, Brauntöne das schmutzige Milieu, und ein fetziger Soundtrack das rasante Tempo des Films spiegeln. Dieser durchgehend witzige Erstling überzeugt auf allen Ebenen, und nicht zuletzt durch seine authentisch wirkenden, perfekt besetzten Typen, die neben dem Skript die Force dieser Farce sind. kob.

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Info

Plakat des Films: Bube, Dame, König, Gras
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 03.12.1998

Großbritannien 1998

Länge: 1 h 47 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Lock, Stock and Two Smoking Barrels

Regie: Guy Ritchie

Drehbuch: Guy Ritchie

Musik: John Murphy, David A. Hughes

Produktion: Matthew Vaughn

Kostüme: Stephanie Collie

Kamera: Tim Maurice-Jones

Schnitt: Niven Howie

Ausstattung: Iain Andrews, Eve Mavrakis