Dritte romantische Komödie mit der neurotischen Heldin von Helen Fielding, die schwanger ist, aber nicht weiß, welcher ihrer beiden Liebhaber der Vater ist.

Kinostart: 17.10.2016

Renée Zellweger

Renée Zellweger
als Bridget Jones

Colin Firth

Colin Firth
als Mark Darcy

Patrick Dempsey

Patrick Dempsey
als Jack

Gemma Jones
als Mum

Jim Broadbent
als Dad

Sally Phillips
als Shazzer

Emma Thompson
als Dr. Rawlings

Julian Rhind-Tutt
als Fergus

Shirley Henderson
als Jude

Kate O'Flynn
als Alice

James Callis
als Tom

Handlung

Bridget Jones ist jenseits der Vierzig, aber seitdem sie von ihrer großen Liebe Mark Darcy verlassen wurde ohne Mann. Bei einem Rockfestival lässt sie sich zu einer Liebesnacht mit einem amerikanischen Milliardär hinreißen. Wenig später trifft sie auf Darcy und hat im Überschwang der Gefühle auch mit ihm Sex. Als Bridget feststellt, dass sie schwanger ist, schenkt sie beiden Männern reinen Wein ein, dass sie nicht weiß, wer von ihnen der Vater ist. Ein zunehmend intensiverer Kampf um die zunehmend rundere Bridget beginnt.

Kritik

Dritte romantische Komödie mit der neurotischen Heldin von Helen Fielding, die schwanger ist, aber nicht weiß, welcher ihrer beiden Liebhaber der Vater ist.

Zwölf Jahre sind vergangen, seitdem sich das große, vornehmlich weibliche Kinopublikum zuletzt über die Abenteuer und Missgeschicke der liebenswertesten Stadtneurotikerin Londons bei ihrem Ringen um Liebe und Anerkennung amüsieren durfte. Nun kehrt Bridget Jones zurück, wieder unter der Regie der Regisseurin des Originals von 2001, Sharon Maguire, und obwohl es ihr als gereifte Frau in ihren Vierzigern nunmehr gelungen ist, die überflüssigen Pfunde loszuwerden, hat sie sich ihre Unsicherheit und Unschuld weiterhin bewahrt.

Dabei ignoriert das Originaldrehbuch von Bridget-Schöpferin Helen Fielding, geschrieben zusammen mit "Dirty Grandpa"-Regisseur Dan Mazer, den jüngsten Roman über Englands bekanntesten Dauersingle aus dem Jahr 2012, "Bridget Jones - Verrückt nach ihm". Anders als im Buch ist Bridget weder bereits zweifache Mama, noch ist ihr ewiger Schwarm Mark Darcy aus dem Leben geschieden. Vielmehr hat sie die Trennung längst noch nicht überwunden. Bei einem Rockfestival tröstet sie sich in einer Jurte im zugedröhnten Zustand mit einem amerikanischen Milliardär, wenig später trifft sie auf Darcy und hat auch mit ihm Sex. Es kommt, wie es kommen muss: In einem fröhlichen Filmmix aus den Neunzigerjahre-Hollywood-Hits "Neun Monate" und "Ein Vater zuviel" wird Bridgets Schwangerschaft festgestellt und ihre Suche nach dem wahren Vater thematisiert.

Der inhaltliche Rahmen ist klar abgesteckt, es ist eine romantische Komödie der Irrungen und Wirrungen, bei der die Uhr buchstäblich tickt und die endlich schlanke Hauptfigur aus ganz anderen Gründen doch wieder einen kugelrunden Bauch bekommt. Während Emma Thompson mit einem Gastauftritt als Frauenärztin mit staubtrockenem Humor die Lacher auf ihrer Seite hat und der Film die etwas dünne Handlung mit allerlei Slapstick und Gags aufpeppt, entwickelt sich eine Art Duell der Traummänner: Colin Firth vs. Neuzugang Patrick Dempsey; der buchstäbliche Darcy vs. McDreamy. Renee Zellweger gefällt es sichtlich, von den beiden Stars umschwärmt zu werden. Und dem weiblichen Publikum wird es vermutlich nicht anders gehen. Nicht wirklich gut beraten war die sonst tonal so sichere Regisseurin Maguire - eine Freundin von Autorin Fielding, die einst eine Figur in den Büchern auf ihr basiert hatte -, immer wieder alte Szenen aus dem ersten Film von 2001 zwischen zu schneiden. Obwohl sie immer noch blendend aussehen, wird einem doch schmerzlich bewusst, dass die Zeit ihre Spuren im Gesicht der Schauspieler hinterlassen hat. Aber um den Zahn der Zeit geht es letztlich auch in der nicht ganz unsubversiven, politisch ziemlich korrekten Geschichte, die ihre Heldin nicht eine Sekunde hinterfragen lässt, ob sie ihr Baby denn eigentlich wirklich bekommen will. "Bridget Jones' Baby" will nicht mehr sein und nicht weniger als Schokolade zum Frühstück, auch wenn er seine Figuren bisweilen an den Rand des Wahnsinns treibt. ts.

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Info

Kinostart: 17.10.2016

Großbritannien 2016

Länge: 2 h 3 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Bridget Jones's Baby

Regie: Sharon Maguire

Drehbuch: Dan Mazer, Helen Fielding, Emma Thompson

Musik: Craig Armstrong

Produktion: Tim Bevan, Eric Fellner, Debra Hayward

Kostüme: Steven Noble

Kamera: Andrew Dunn

Schnitt: Melanie Oliver

Ausstattung: John-Paul Kelly

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