Von den Romanen von Dashiell Hammett inspirierter Neo-Noir, in dem ein Einzelgänger an einer Highschool in Südkalifornien nach dem Mörder seiner Ex fahndet.

Kinostart: 21.09.2006

Joseph Gordon-Levitt

Joseph Gordon-Levitt
als Brendan

Nora Zehetner

Nora Zehetner
als Laura

Lukas Haas

Lukas Haas
als The Pin

Nora Fleiss
als Tugger

Matt O'Leary
als Das Gehirn

Emilie de Ravin
als Emily

Noah Segan
als Dode

Richard Roundtree
als VP Trueman

Meagan Good
als Kara

Brian White
als Brad Bramish

Lucas Babin
als Big Stoner

Jonathan Cauff
als Biff

Cody Lightning
als Lug

Tracy Wilcoxen
als Straggler

Handlung

Brendan Frye (Joseph Gordon-Levitt) zählt zu den Außenseitern an seiner Highschool in Südkalifornien. Eines Tages erhält er einen Anruf von seiner Exfreundin Emily (Emilie de Ravin). Die fühlt sich bedroht und verfolgt und ist kurz darauf tatsächlich spurlos verschwunden. Brendan forscht nach, lässt seine Beziehungen zu anderen Sonderlingen spielen und stößt auf gefährliche Leute, denen seine Nachforschungen gar nicht passen.

Auf dem Sundance Fim Festival erntete Rian Johnsons Versuch, einen klassischen Schwarze-Serie-Krimi à la Bogart und Hammett stilecht in den modernen Hochschul-Teeniekosmos zu versetzen, einigen Beifall.

Kurz nach dem verzweifelten Anruf von Ex-Freundin Emily, die um Hilfe bittet, findet der Einzelgänger Brendan Frye ihre Leiche. Mit Hilfe seines einzigen Freundes Brain begibt sich Brendan auf die Suche nach dem Mörder. Dafür muss er jedoch seine kühle Zurückhaltung aufgeben und in eine Welt eintauchen, die er wohlweislich immer gemieden hat. Doch irgendwo in der ihm fremden Welt der Highschool, ihrer Cliquen, Typen und Rituale, muss sich der Täter befinden.

An einer südkalifornischen Highschool fristet Brendan Frye ein selbst gewähltes Außenseiter-Dasein. Als eines Tages seine Ex-Freundin auf mysteriöse Weise verschwindet, begibt er sich auf Spurensuche und seziert das Cliquensystem der Highschool. Dabei wird er von betörenden Girls betrogen, bekommt es mit einem brutalen Schläger zu tun, und landet in den Armen des Drogenbarons The Pin. Doch Einzelkämpfer Brendan denkt gar nicht daran, sich jemandem unterzuordnen. Er sucht so lange weiter, bis er der grausamen Wahrheit gegenüber steht.

Kritik

Teenies, die noch bei ihrer Mutti wohnen, sind die härtesten Gangster in einem raffiniert-intelligenten Neo-Noir, der ein spannendes Garn um seine Mord-Mystery spinnt, die ein junger Einzelgänger auf der gefährlichen Suche nach seiner Ex aufdeckt.

Die zeitgenössische Highschool wird von Schülern bevölkert, die sich im Stil der 40er-Jahre-Krimis eines Dashiell Hammett ("Die Spur des Falken") verhalten - eine Grundidee, die an Alan Parkers zu parodistischen "Bugsy Malone" erinnert, doch Rian Johnson hat bei seinem No-Budget-Debüt die Zügel fest im Griff. Wie bei "O" gelingt auch hier anspruchsvolles Kino mit Teenpersonal, smart, voller Ersprit, virtuos, eine Hommage an die schwarze Serie mit dichter Handlung. Diese ist ein Thriller in gleißend hellen Bildern:

In einem Abwasserkanal entdeckt Brendan (Joseph Gordon-Levitt) die Leiche seiner Ex-Freundin Emily (Emilie de Ravin), die er seit ihrem mysteriösen Hilfeanruf zwei Tage lang verzweifelt gesucht hat. Mit Hilfe seines einzigen Vertrauten, "The Brain" (Matt O'Leary), taucht er in die Unterwelt seiner Schule ein, wo Drogenlord "The Pin" (Lukas Haas) alle Fäden zieht. Mit unbeirrbarem Starrsinn eines Sam Spade dringt der Amateur-Detektiv in ein Netz der Täuschung ein, begegnet Femme Fatales wie Laura (Nora Zehetner) und brutalen Schlägern wie Tugger (Noah Fleiss). Der Sumpf ist tief und beim aussichtslosen Unterfangen ihn trockenzulegen, holt er sich mehr als nur eine blutige Nase.

Rian Johnsons von innerer Coolness angetriebenes Crime-Drama ist ein cineastischer Coup mit allen Zutaten eines Hardboiled-Krimis, ein mit Hingabe inszeniertes Ereignis, bei dem sich der ganze Plot als doppelbödiger McGuffin herausstellt, aber dennoch stringent und direkt durch seine Wendungen schreitet. Die im einschlägigen Jargon gehaltenen Dialoge bieten herrlich taffe Wortgefechte zwischen versteinerten Mienen. Johnson nutzt die Stilelemente weidlich, beherrscht lakonische Gewaltausbrüche ebenso wie knochentrockenen Humor, der an beiläufiger Verwegenheit seinesgleichen sucht.

Ein Glücksgriff sind die Darsteller, allen voran Joseph Gordon-Levitt ("Mysterious Skin"), der mit Bravour einen harten Hund à la Bogart gibt, abgebrüht, zu allem entschlossen, ein gewiefter Taktiker, der seine Gegner ausspielt. Ebenso Lukas Haas als manierliches Monster, das sich von seiner Mami Kekse kredenzen lässt. Eine starke Entdeckung vom Sundance Filmfestival, die zurecht auch mit dem neuen Publikumspreis des Fantasy Filmfests 2006 ausgezeichnet wurde. tk.

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Info

Plakat des Films: Brick
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 21.09.2006

USA 2005

Länge: 1 h 50 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Brick

Regie: Rian Johnson

Drehbuch: Rian Johnson

Musik: Nathan Johnson

Produktion: Ram Bergman, Mark G. Mathis

Kostüme: Michele Posch

Kamera: Steve Yedlin

Schnitt: Rian Johnson

Ausstattung: Jodie Tillen

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