TV-Psychothriller mit Jan Gregor Kremp als Professor für Kriminologie.

Kinostart: nicht bekannt

Jan-Gregor Kremp

Jan-Gregor Kremp
als Prof. Paul Braams

Markus Tomczyk

Markus Tomczyk
als Jan Hartmann

Adrian Topol
als Jonas Braams

Gabriela Maria Schmeide
als Laura Braams

Steffen Schroeder
als Chris Lanvermann

Dorka Gryllus
als Maja Thomas

Falk Rockstroh
als Pfarrer Sebastian Wolff

Peter Franke
als Hauptkommissar Werner Flanke

Ilona Schulz
als Marcella Moro

Ivan Shvedoff
als Marek Tarnowski

Julia Richter
als Marion

Gerd Wameling
als Hubert Meyring

Agnieszka Piwowarska
als Magda Hartmann

Christian Kerepeszki
als Georg Hartmann

Violetta Bronner
als Katrina Kowalski

Mariel Jana Supka
als Julia Schilling

Hermann Beyer
als Dr. Karl Friedrich

Valentin Platareanu
als Walter Bredow

Joachim Paul Assböck
als Richter

Kritik zu Braams - Kein Mord ohne Leiche

Der Untertitel "Kein Mord ohne Leiche" suggeriert dem Zuschauer, er bekomme es mit gängiger Krimikost zu tun und der Film begründe den Auftakt zu einer weiteren TV-Reihe.

Dann steht man aber vor einem schweren Einstieg. Man begleitet "Braams", den potentiellen neuen Reihenhelden, in einen neuen Tag. Leider ist man dabei nicht allein, eine unsägliche Frauenstimme von einer Meditations-CD kommentiert das Geschehen. Man bekommt erste Zweifel, mit diesem "Braams", Professor für Kriminologie, scheint einiges nicht in Ordnung. Tatsächlich ist - wie man schon bald erfährt - seine Frau seit gut einem Jahr auf mysteriöse Weise verschwunden. Unter diesem Verlust leidet das Verhältnis zu seinem erwachsenen Sohn (Adrian Topol). Ein Glück wird dieser "Held" von Jan Gregor Kremp gespielt - der zuvor bereits in den leider wieder eingestellten "Polizeirufen" aus Hessen unter dem klangvollen Namen Kommissar Keller einen echten Antihelden als Ermittler abgab. Kremp umgibt seinen Braams mit einer Melancholie, die das Interesse an der Figur auch über den etwas zähen Anfang des Films hinweg weckt.

Und die Geduld lohnt sich. Statt in einem klassischem Krimi findet man sich kurzerhand in einem Psycho-Puzzle wieder. Braams nimmt sich zusammen mit zwei seiner Studenten (Dorka Gryllus und Steffen Schroeder als auch im Dissens harmonierendes gemischtes Doppel) des Falls Jan Hartmann an. Dieser wurde aufgrund einer erdrückenden Indizienlast wegen Mordes verurteilt, obwohl vom Mordopfer jede Spur fehlt. Hartmann hat Braams um Hilfe gebeten, weil er bei seiner verschwundenen Frau, einer Psychologin, in Behandlung war. Markus Tomczyk spielt diese geschundene Person und gespaltene Persönlichkeit, sehr eindrucksvoll.

Die von Sven Taddicken (nochmals Chapeau für "Emmas Glück") nach dem Drehbuch von Matthias Popp inszenierte Geschichte enthüllt ihre Vielschichtigkeit peu à peu. Was aber "Braams" und sein Umfeld betrifft, bleiben noch viele Fragen offen, und einer neuerlichen Begegnung wäre man in keiner Weise abgeneigt. fra.

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Info

Plakat des Films: Braams - Kein Mord ohne Leiche

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2008

Genre: Thriller

Originaltitel: Braams - Kein Mord ohne Leiche

Regie: Sven Taddicken

Drehbuch: Matthias Popp

Musik: Ralf Wienrich

Produktion: Beatrice Kramm, Rainer Poelmeyer

Kostüme: Antje Gebauer

Kamera: Philipp Sichler

Schnitt: Dirk Grau

Ausstattung: Juliane Friedrich