Fiktionalisiertes Drama über den Vorabend der Ermordung von Robert F. Kennedy am 6. Juni 1968.

Kinostart: 08.03.2007

Emilio Estevez

Emilio Estevez
als Tim

Harry Belafonte

Harry Belafonte
als Nelson

Joy Bryant

Joy Bryant
als Patricia

Nick Cannon
als Dwayne

Laurence Fishburne
als Edward Robinson

Brian Geraghty
als Hodge

Heather Graham
als Angela

Anthony Hopkins
als John Casey

Helen Hunt
als Samantha

Joshua Jackson
als Wade Buckley

David Krumholtz
als Phil

Shia LaBeouf
als Jimmy

Lindsay Lohan
als Diane

William H. Macy
als Paul Ebbers

Demi Moore
als Virginia Fallon

Swetlana Metkina
als Lenka

Freddy Rodriguez
als Jose Rojas

Martin Sheen
als Jack Stevens

Christian Slater
als Timmons

Sharon Stone
als Miriam Ebbers

Jacob Vargas
als Miguel

Mary Elizabeth Winstead
als Susan

Elijah Wood
als William Avary

Handlung

Fünf Jahre, nachdem JFK ermordet wurde, ist sein Bruder Robert "Bobby" F. Kennedy die Hoffnung der Demokraten für die Präsidentschaft und Symbol für den friedlichen Wandel im unruhigen Land. Im Ambassador Hotel in Los Angeles erwarten der Manager Paul Ebbers (William H. Macy) und seine Frau Miriam (Sharon Stone) die Dankesrede nach dem Gewinn der Vorwahlen. Und mit ihnen der Hotelbetrieb vom Küchenchef (Christian Slater) bis zur Sängerin (Demi Moore) und allen Gästen. Genau an diesem 6. Juni 1968 wird Bobby erschossen.

Eine All-Star-Besetzung sondergleichen - darunter Lindsay Lohan, Ashton Kutcher, Martin Sheen, Anthony Hopkins - adelt das fiktionalisierte Ensembledrama vom früheren Schauspieler Emilio Estevez, der die Vorgänge aus Amerikas schwärzester Zeit schildert.

Am 6. Juni 1968 soll Senator Robert F. Kennedy, die große Hoffnung der Demokraten für die Präsidentschaft, nach dem Gewinn der Vorwahlen eine Dankesrede im Ambassador Hotel in Los Angeles halten. Er ist das Sprachrohr für eine beinahe spürbare Wechselstimmung im Land. An diesem Abend endet diese Hoffnung: Knapp fünf Jahre nach seinem Bruder John und nur zwei Monate nach Martin Luther King wird Bobby Kennedy im Ballsaal des Hotels von Sirhan Sirhan erschossen.

Große Geschäftigkeit im Ambassador-Hotel am 5. Juni 1968: Robert F. Kennedy wird erwartet. Die Hotel-Friseuse macht die für den Abend gebuchte Sängerin, die schon bessere Tage gesehen hat, fertig und erzählt ihr von ihrem tollen Mann. Der ist der hiesige Hotelmanager und will seine Affäre mit einer jüngeren Angestellten beenden. Ein junger mexikanischer Koch muss eine zusätzliche Schicht schieben. Zwei Wahlkampfhelfer erleben einen skurrilen Drogen-Trip. Die Nacht wird keiner von ihnen vergessen.

Kritik

Er war der heimliche Sieger am Lido und weckte Emotionen: Emilio Estevez' Blick auf den Tag, an dem Robert F. Kennedy im Ambassador-Hotel in Los Angeles erschossen wurde.

Senator Robert F. Kennedy hatte einen Traum wie Martin Luther King, den Traum von einem Amerika ohne Unterschiede zwischen Rassen, Geschlechtern und sozialen Klassen. Dieser Traum zerplatzte brutal in der Nacht zum 6. Juni 1968. Ausgangspunkt für

Emilio Estevez' fein sortierten Mikrokosmos und vielschichtiges Mosaik einer Gesellschaft, die an Aufbruch und Ende des sinnlosen Vietnamkrieges glaubte. Im Ambassador-Hotel herrscht Nervosität und Hektik. Am Abend will "Bobby", wie ihn seine Anhänger nennen, im Ballsaal den fast sicheren Sieg bei den Primaries feiern. Etwa 22 fiktive Charaktere ziehen ihre Kreise, treffen und tangieren sich. Da sind die Party-Goers, die Künstler, Hotelangestellte und die Leute vom Wahlkampftross, die der Stimmauszählung entgegenfiebern. Darunter ein früherer Doorman, der sich mit einem Kollegen im gewohnten Ambiente trifft, weil er nicht loslassen kann, der Hotelmanager und seine Frau, die im Hotel als Friseuse arbeitet und eifersüchtig die Affäre ihres Mannes mit einer Telefonistin verfolgt, die Küchencrew unter ihrem autoritären Chef, eine Kellnerin, die es zum Star bringen möchte. Dazu kommen die bunten Gäste der Nobel-Herberge vom Ostküsten-Pärchen, das seinen zweiten Honeymoon in Kalifornien verbringen will bis hin zur tschechischen Journalistin. Estevez gelingt ein großer Wurf mit dieser Rekonstruktion der Stunden bis zum Attentat. Er verwebt in diesem atmosphärisch das Lebensgefühl widerspiegelnden Ensemblefilm die verschiedenen Stränge souverän, die kleinen beruflichen und privaten Kämpfe. Dabei ein Cast vom Feinsten - Demi Moore, William H. Macy, Sharon Stone, Christian Slater, Anthony Hopkins, Harry Belafonte... Immer wieder Kennedys letzte Reden auf Fernsehschirmen und abwechselnd dazu allzu Menschliches, wenn sich Sharon Stone und Demi Moore über die Nachteile des Älterwerdens unterhalten, Lindsay Lohan und Elijah Wood plötzlich die Liebe entdecken, oder Laurence Fishburne wortgewaltig auf den Punkt bringt, was Rassismus im Alltag bedeutet. Obgleich man um den Mord weiss, bleibt psychologische Spannung und am Ende tiefe Trauer. Denn mit Robert F. Kennedy starb nicht nur ein visionärer Politiker, sondern auch die Hoffnung auf einen Paradigmenwechsel, die Utopie von einer besseren Welt. Wenn dann noch "The Sounds of Silence" erklingt, muss man sich bei diesem ins Mark treffende Polit-Drama seiner Tränen nicht schämen. mk.

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Info

Plakat des Films: Bobby
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 08.03.2007

USA 2006

Länge: 1 h 56 min

Genre: Drama

Originaltitel: Bobby

Regie: Emilio Estevez

Drehbuch: Emilio Estevez

Produktion: Holly Wiersma, Edward Bass

Kostüme: Julie Weiss

Kamera: Michael Barrett

Schnitt: Richard Chew

Ausstattung: Patti Podesta

Website: http://bobby.kinowelt.de

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