Das Lebensgefühl einer Berliner Clique, die durch den Besuch einer Münchner Studentin in sommerliche Turbulenzen gerät.

Kinostart: 10.01.2008

Jana Pallaske
als Margarete

Richard Kropf
als Ralph

Claudius Franz
als Mitsch

Daniel Zillmann
als Turbo

Aaron Hildebrand
als Peter

Emma Daubas
als Angie

Kida Khodr Ramadan
als Cem

Georg Veitl
als Der Chef

Beat Marti
als Gregg

Harry Baer
als Daniel Finkelsturm

Alina Bauer
als Verena

Antje Traue
als Estelle

Elisabeth Baulitz
als Sekret

Daniel Gärtner
als Sebastian

Marcus Schinkel
als Alex

Sarah Baumann
als Sarah

Julia Giesbert
als Ina

Handlung

Die vier Freunde Tom (Robert Stadlober), Malte (Axel Schreiber), Margarete (Jana Pallaske) und Mitsch (Claudius Franz) erleben in der Hauptstadt an der Spree einen Sommer der Gefühle. Während Draufgänger Malte alles spielerisch zu gelingen scheint - Studienplatz an der Musikhochschule, Plattenvertrag - hadert Tom mit seinem Schicksal und der Ablehnung desselben Instituts. Als Mitschs jüngere Schwester Mavie (Anna Brüggemann) in die WG zieht, beginnt für Tom eine Gefühlsachterbahn.

Sommerlich gute Laune verbreitet das Spielfilmdebüt von Wolfgang Eißler, der mit einer Berliner Komödie temporeich und überaus musikalisch (u.a. "2Raumwohnung", "Wir sind Helden") für Wirbel sorgt und sich charmant-unkonventionell jeder simplen Kategorisierung entzieht.

Heiße Beats und Frauen bestimmen das Leben der DJs Tom und Malte, die mit Student Mitsch in einer Berliner WG zusammenleben. Als Mitschs Schwester Mavie für kurze Zeit dort einzieht, zeigt sich der Berliner Sommer von der turbulentesten Seite. Tom entdeckt durch Mavie die Liebe, Malte durch Tom, dass sich musikalische Leidenschaft nicht nur in Szeneclubs und in Plattenverträgen niederschlagen kann.

Heiße Beats und Frauen bestimmen das Leben der DJs Tom und Malte, die mit Student Mitsch in einer Berliner WG zusammenleben. Als Mitschs Schwester Mavie für kurze Zeit dort einzieht, zeigt sich der Berliner Sommer von der turbulentesten Seite. Tom entdeckt durch Mavie die Liebe, Malte wiederum durch Tom, dass sich musikalische Leidenschaft nicht nur in Szeneclubs und in Plattenverträgen niederschlagen kann. Zwischendurch wird viel und ausgiebig gefeiert.

Kritik

In Wolfgang Eißlers Regiedebüt ist Sommer in Berlin und die Zeit reif, zu zweit über den Wolken zu schweben.

Erstes Drehbuch, erster Film - damit ist Eißler zumindest ausschnittweise solidarisch mit dem Lebensgefühl der von ihm beschriebenen Clique, in der sich jeder ausprobieren kann - beruflich, zwischenmenschlich, sexuell. Sich im Herzen einer Metropole treiben lassen als Primärreflex auf gesellschaftlich verordnete geordnete Verhaltensmuster - das ist zwar überall vorstellbar, aber wohl nur im Mietwohnungsparadies Berlin auch finanzierbar. Der Schauplatz ist somit nachvollziehbar, doch erzählerisch lebt dieser luftige Erstling in einer ganz eigenen Welt.

"Berlin am Meer" ist gewissermaßen ein cineastischer Lückentext, in dem vieles nicht an- oder ausgesprochen wird und der Zuschauer selbst ergänzen muss. Deutlich ist der Film jedoch in der Zustandsbeschreibung der Hauptfiguren Tom (Robert Stadlober), Malte und Mitsch, die einen Punkt erreicht haben, an dem das Surfen durchs Leben von der Notwendigkeit zum Ankern abgelöst werden wird. Tom und Malte arbeiten als DJs in Berliner Clubs, träumen vom ersten Plattenvertrag. Mitsch hat sein Medizinstudium geschmissen, wovon die Eltern in München nichts wissen dürfen. Margarete (Jana Pallaske) ist das Harmoniezentrum in ihrem Koordinatensystem, darf allerdings - ein kosmisches Rätsel - nicht anziehender Stern, sondern nur Kumpel sein. Als Mitschs studierende Schwester Mavie (Anna Brüggemann) für ein Praktikum nach Berlin kommt und in die WG einzieht, wird die bisherige Balance außer Kraft gesetzt. Tom entdeckt Gefühle für Mavie, Mitsch den wiederbelebten Hass auf seine Schwester und Malte Toms Bewerbungsunterlagen für die Musikhochschule, die ihn auf eine intrigante Idee bringen.

Konflikte lösen sich so schnell auf, wie sie eingeführt wurden, kurzfristige Annäherungen entstehen, ohne dass sie ausreichend erklärt werden. So unklar der Film mitunter in den Beweggründen des Handelns und der zwischenmenschlichen Interaktion ist, so stimmig ist er in der Zeichnung Berlins als Partyzentrum. Gefeiert wird täglich und überall: in Wohnungen, auf dem Wasser oder am brennenden Ölfass auf der Straße. Untermalung bieten ein authentischer Soundtrack mit Berliner Szenebands sowie optische Spielereien, die die Nachwirkungen und Ernüchterung des Rauschs zeigen - ob er nun mit Trinken und Kiffen oder mit Gefühlen erzeugt wurde. Zwar stürzt der Mond im originellsten Bild des Films im Stadtpanorama ab, doch am Gleichgewicht an der Spree ändert das nichts. Denn wozu braucht man den Mond in Berlin, wenn dort die Nacht ohnehin zum Tag gemacht wird? kob.

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Info

Plakat des Films: Berlin am Meer
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 10.01.2008

Deutschland 2007

Länge: 1 h 38 min

Genre: Drama

Originaltitel: Berlin am Meer

Regie: Wolfgang Eißler

Produktion: Iris Sommerlatte, Ali Saghri

Kostüme: Simone Eichhorn

Kamera: Florian Schilling

Schnitt: Anna Kappelmann

Ausstattung: Babett Klimmeck

Website: http://www.berlinammeer-derfilm.de